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Königsfeier des Schützenverein Schloßau

Schloßau. Ein Highlight im Vereinsjahr jedes Schützenverein ist die Königsfeier, und so wartet auch der Schützenverein Schloßau unter Leitung von Oberschützenmeister Johann Friedel jedes Jahr mit besonderen kulinarischen Genüssen bei der Kürung seines Schützenkönigs aus.

Doch wie so oft bei den Schloßauern, hatten wieder einmal die Frauen die Oberhand im Wettkamp und Marianne Friedel setzte als neue Schützenkönigin die Tradition der jüngsten Vergangenheit souverän fort und trug die Königskette mit Würde. Ihr zu Seite stehen als 1. Ritter Fred Staab, als 2. Ritter Franz Maurer und als Schwarzritter Walter Friedel. Ganz anders bei der Jugend, wo sich die männliche Seite anzahlmäßig zwar stark in der Minderheit befindet, konnte sich Martin Hemberger als Jungschützenkönig durchsetzen. Es ist eingerahmt von zwei bezaubernden Amazonen. Als 1. Prinzessin Jenny Benig und als 2. Prinzessin Lena Grimm. Oberschützenmeister Johann Friedel war voll des Lobes über den sportlichen Ehrgeiz der Jugend. Auch wenn Eva Friedel nun unwiderruflich das Feld der Jugendlichen verlassen habe und selbstverständlich eine große Lücke hinterlasse, sei es nicht so tragisch, wenn man mal für kurze Zeit die Landesebene verlassen müsse und dafür mit eigenen Jungschützen und –schützinnen um so erfolgreicher auf Kreisebene agieren könne. Friedel zeigte sich überzeugt, dass der Sprung nach oben nicht all zu lange auf sich warten lasse. Stolz hielt der Oberschützenmeister seinen Rückblick auf die sportlichen Erfolge von Eva Friedel, die in diesem Jahr mit der Europameisterschaft ihre Krönung gefunden hätten. Außerdem sei Eva Friedel sowohl im Einzelschießen als auch im Team vom Deutschen Schützenbund nominiert für die Erfolgreichsten im Juniorteam. Über das Internet könne jeder sich an der Wahl beteiligen. Etwas kritischer beleuchtete Friedel die aktive Arbeit der Vereinsmitglieder außerhalb der sportlichen Seite. Hier sei etwas mehr Engagement wünschenswert, vor allem im Hinblick auf das 80jährige Bestehen des Schloßauer Schützenvereins. Und diesen Geburtstag im Jahr 2004 wollte er doch nicht ganz unter den Tisch kehren. Sein besonderer Dank richtete sich an Ortsvorsteher Herbert Münkel, der für diesen Abend die monströse Geburtstagstorte kreiert und spendiert habe. Schießleiter Karl-Heinz Hemberger nutzte den feierlichen Rahmen der Königsfeier, um die Vereinsmeister 2004 zu würdigen. Die dazugehörigen Ehrennadeln waren im Kreis vergriffen und werden Wolfgang Reichert, Barbara Benig, Melanie Neubauer, Tobias Grimm, Lena Nörbel, Lena Grimm, Eva Friedel, Martin Hemberger, Saskia Benig, Wolfgang Friedel, Ottmar Büchler und Lothar Kroschl nachgereicht. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger bezeichnete die Schloßauer Schützen als die besten Werbeträger, die sich eine Gemeinde wünschen könne, vor allem durch Eva Friedel, die den Spitzensport nach Mudau gebracht habe. Zwar habe die Gemeinde sich nicht aktiv am Taining beteiligen können, dafür leiste man seinen Obolus, indem man die Sportlerin als Arbeitgeber für ihre Wettkämpfe freistelle. Aufgrund der finanziellen Misere Mudau freute sich das Gemeindeoberhaupt besonders über die gesunde finanzielle Lage des Vereins, die heutzutage ganz bestimmt keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Und für die Zukunft der Schloßauer Schützen sei ihm nicht bang. Der Zusammenhalt sei immer noch offensichtlich und die gut trainierte Jugend sorge für die gesicherte sportliche Zukunft. Ortsvorsteher Herbert Münkel schloß sich den Glückwünschen seines Vorredners an und lobte die positive 80jährige Entwicklung der Schloßauer Schützen, deren Ehrgeiz schon in den Anfangsjahren von Erfolg gekrönt war – wenn auch nicht auf europäischer Ebene. Man dürfe nie vergessen, dass nur ein Verein mit gesunder Basisarbeit eine so erfolgreiche Entwicklung nehmen könne. Und diese hervorragende Basisarbeit – vor allem für die Jugend – spare dem Staat sehr viel Geld. Denn eine gut betreute Jugend falle dem Steuerzahler nicht zur Last, und dafür gebühre den Verantwortlichen mit Johann Friedel an der Spitze besonderer Dank. (L.M.)