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Feierlichkeiten zur Übergabe von zwei Fahrzeugen an die Freiwillige Feuerwehr Mudau

Mudau-Steinbach. Das Festzelt der Mudauer Abteilungswehr platzte ebenso aus allen Nähten wie die angrenzende Schulturnhalle als Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger die Feierlichkeiten zur Übergabe von gleich zwei Fahrzeugen an die Freiwillige Feuerwehr Mudau eröffnete.

Die Besonderheit dieses Anlasses in finanziell schlechten Zeiten wussten nicht nur die fast vollständig erschienen Feuerwehrkameraden und Kommandanten aller Mudauer Abteilungswehren zu schätzen, sondern auch die Spitze der Feuerwehren von Gemeinde und Kreis, die Ehrenkommandanten Franz Petru und Heinrich Müller und natürlich die Bürger. Seinen besonderen Willkommensgruß richtete Bürgermeister Dr. Rippberger aber auch an Pfarrer Merz, H. Freidinger von der Firma Iveco-Magirus aus Freiburg sowie an seinen Vorgänger im Amt, Bürgermeister a. D. Wilhelm Schwender und Buchens Bürgermeister Dr. Achim Brötel. Die beiden letztgenannten waren die treibenden Kräfte für die gemeinsame Anschaffung von gleich drei Fahrzeugen zu einem enormen preislichen Vorteil, und damit hätten sie den Grundstein für diese Veranstaltung gelegt. In den anschließenden Ausführungen von Gesamtkommandant Gerd Mayer wurde zum einen die von Kreisbrandmeister Dietz entwickelte Zukunftsstruktur deutlich, zum anderen eine detaillierte Beschreibung der beiden Fahrzeuge geliefert. So erforderten steigende Einsatzzahlen bei sinkender Zahl der aktiven Feuerwehrangehörigen sowie finanziell enger Rahmengedingungen auf allen Ebenen eine Neustrukturierung des Feuerwehrfahrzeugbestands im Hinblick auf partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Abteilungswehren einer Gemeinde, aber auch in Kooperation mit Nachbargemeinden. Dadurch müsse nicht mehr jede Technik überall vorgehalten werden. Das bedeutet für Mudau, dass neben Ausrückegemeinschaften bis 2012 in der Kerngemeinde ein LF16/12, ein LF16-TS Bund sowie ein MTW, in Schloßau ein LF10/6 und in Donebach, Reisenbach, Scheidental und Steinbach je ein TSF-W vorgehalten werden soll. Der von KBM Dietz kreierte kostengünstige Doppelkabinen-Pritschen-Bus werde dabei den Bedürfnissen aller Gemeinden gerecht. Die Gemeinde habe diesem Konzept zugestimmt und erhalten Mudau aus Beständen des Katastrophenschutzes ein LF 16-TS vom Bund, damit könne das LF16 der Abt. Mudau nach Schloßau, und das Schloßauer LF8 nach Scheidental umgesetzt werden. Eine weitere Verbesserung, so Gesamtkommandant Mayer weiter in seinen Ausführungen, sei die Beschaffung des neuen IVECO Daily 65 C 15 D TSF-W mit umfangreicher Bestückung für die Abteilung Steinbach. Der Aufbau besteht aus Spezial Aluminium Profilen, der Einbau enthält unter anderem eine Magirus Tragkraftspritze Eurofire 2000, 4 Atemschutzgerälte, Stromerzeuger und Flutlichtscheinwerfer. Im Ernstfall wäre für die 36 älteren Mitbürger im Haus Theresa schnelle Hilfe erforderlich. Darum sei die Atemschutzausrüstung unumgänglich gewesen. Leider sei der Landeszuschuss erst im vergangenen Dezember bewilligt worden. Nachdem auch der Stadt Buchen der Zuschuss für 2 TSF-W bewilligt wurde, sei in enger nachbarschaftlicher Abstimmung die Ausschreibung für die drei Fahrzeuge erfolgt. Den Zuschlag erhielt die Firma Brandschutztechnik Görlitz, ein Unternehmen der Iveco-Magirus Brandschutztechnik GmbH. Gerd Mayer dankte abschließend Klaus Theobald und Andreas Hollerbach (Feuerwehr Buchen) sowie Manfred Kilian und Michael Schmitt (Stadtverwaltung Buchen) für die gute Zusammenarbeit bei der Fahrzeugbeschaffung und bei den Mudauer Bürgermeistern Dr. Norbert Rippberger und vormals Wilhelm Schwender mit Gemeindeverwaltung und Gemeinderat für die positive Beschlussfassung. Wolfram Reichert überbrachte als Vertreter des Neckar-Odenwald-Kreises die Grüße von Landrat Detlef Piepenburg und Erstem Landesbeamten Michael Knaus und bestätigte die Ausführungen seines Vorredners. „Damit ist es gelungen, in zwei Ortsteilen wasserführende Fahrzeug zu stationieren, den Brandschutz für das abgelegene Waldleiningen zu verbessern und mit der Zuweisung des Bundesfahrzeuges die Beschaffung eines neuen LF 16 die Beschaffung eines neuen LF 16 zurückzustellen und den Haushalt der Gemeinde Mudau zu entlasten.“ Die Zuwendung des Landes in Höhe von 32.400 Euro sei bereits bewilligt, über den Antrag auf einen Kreiszuschuss in Höhe von 12.885 Euro werde Anfang 2005 entschieden. Besonders lobend erwähnte Reichert die bisher einmalige Kooperation der Buchener und der Mudauer Wehr bei der Fahrzeugbeschaffung und überreichte damit die Schlüssel zu dem Löschgruppenfahrzeug mit Tragkraftspritze LF16TS an den Mudauer Abteilungskommandanten Stefan Farrenkopf. Die Schlüsselübergabe des neuen TSF-W an den Steinbacher Abteilungskommandanten Volker Banschbach erfolgte durch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und wurde mit ebenso großem Beifall honoriert. Doch damit nicht genug, bestand die Steinbacher Wehr darauf, das neue Fahrzeug segnen zu lassen. Eine Aufgabe, die Pfarrer Merz sehr gern übernahm, da dieses Fahrzeug mit seiner Mannschaft allen Bürgern Steinbachs und der Gemeinde diene. Den würdigen musikalischen Rahmen für die Fahrzeugweihe gestaltete in hervorragender Weise der Steinbacher Kirchenchor unter Leitung von Gerd Münch. H. Freidinger von Iveco-Magirus wünschte den neuen Fahrzeugbesitzern in seinen Grußworten allzeit gute Fahrt, Steinbachs Ortsvorsteher Georg Moser dankte allen Verantwortlichen im Namen der Bürger und lobte das außerordentliche Engagement der Steinbacher Wehr. Doch außer zwei neuen Fahrzeugen, hatten die Anwesenden noch die Würdigung langjähriger und verdienter Feuerwehrmänner durch das Land Baden-Württemberg zu feiern. Kreisbrandmeister Reiner Dietz, Stadtbrandmeister Klaus Theobald und Wolfram Reichert nahmen die Auszeichnung vor, gratulierten den Geehrten und würdigten die langjährigen ehrenamtlichen Verdienste der Floriansjünger zum Wohle und zum Schutz ihrer Mitbürger. Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold des Landes Baden-Württemberg für ehrenvolle 40 aktive Jahre im Feuerwehrwesen erhielt Kurt Mechler aus Langenelz. Seit 25 Jahren über Klemens Friedel aus Donebach, Wendelin Schäfer und Stefan Schölch aus Mörschenhardt, Dieten Schneider aus Mudau, Bernward Müller und Konrad Schäfer aus Reisenbach, Reinhard Müller aus Scheidental, Josef Elser aus Schloßau und Gerhard Grimm aus Steinbach ihre Ehrenamt bei der Feuerwehr gewissenhaft aus. Dafür wurden sie mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. (L.M.)