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Musikalische "Ostergrüße" beim Musikverein Schloßau

Schloßau. „Können Sie sich Ostern in Schloßau ohne Blasmusik vorstellen?“ Helmut Milli stellte diese Frage im Rahmen der besonderen Ehrungen, die in den anspruchsvoll fröhlichen Melodienstrauß der Schloßauer Musikanten unter Dirigent Kornel Eck eingebettet waren.

Die Qualität und die Kurzweiligkeit des Konzerts hatten die örtliche Schulturnhalle erfreulicherweise bis auf den letzten Platz füllen lassen. Herbert Münkel konnte neben dem stv. Präsidenten des Blasmusikverbandes Odenwald-Bauland auch Bürgermeisterstellvertreter Gernot Grimm und die Ehrenmitglieder Alfred Baier, Rolf Mechler, Dieter Mechler und Franz Maurer sowie zahlreiche Vertreter befreundeter und örtlicher Vereine begrüßen. Neben dem Musikverein aus Waldstetten als Mitgestalter des Abends sogar einen Chor aus dem hessischen Schöllenbach. Der musikalische Auftakt des Abends hatte mit den „Prager Juwelen“ von Vaclav Vackar etwas von Aufbruchstimmung, die sich in der Symphonischen Ouvertüre „Slovenia“ von Alfred Bösendorfer fortsetzte und in „Verrdi’s Triumphs“ eine Art Höhepunkt erreichte. In „Rainbow Warrior“ erlebte das Publikum die musikalische Beschreibung von Kees Vlak eines Kampfes zwischen Green Peace und Walfängern, den die „Guten“ gewannen. Und ganze Pferdeherden galoppierten bei „Western Graffiti“ nach der Bearbeitung von Stefan Schwalgin durch die Schloßauer Schulturnhalle. Unter anderem zu den Filmmelodien zu „Bonanza“ oder „12 Uhr mittags“. Mit „Heal The World“ dirigierte Kornel Eck seine Musiker und Musikerinnen schließlich in Richtung Pop und Michael Jackson, der damit seine gleichnamige Hilfsorganisation beschrieb und der Meinung war: „Jeder kann dazu beitragen, die Welt ein wenig besser zu machen“. Trudbert und Thomas Mechler bewiesen als Solisten und „Fröhliche Tenoristen“ mit dem gleichnamigen Stück von Michael Klostermann den hohen musikalischen Ausbildungsstand der Schloßauer Musikanten und bildeten gleichzeitig den musikalischen Background für ganz besondere „Familienehrungen“ durch den Verein, den Blasmusikverband Odenwald-Bauland und den Bund Deutscher Blasmusikverbände. „Vater“ Rolf Mechler wurde für 50 Jahre aktives Musizieren als 1. Trompeter, als Muster an Zuverlässigkeit und Mann der Tat mit der großen Goldenen Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände gewürdigt. „Sohn“ Torsten erhielt für 25 Jahre als aktiver Musiker an Tuba und E-Bass die Silberne Ehrennadel des BDB. Er hat sich außerdem als Elektronikspezialist und bedachter Zeitgenosse im Beirat um den Verein verdient gemacht. Helmut Milli brachte als stv. Präsident des Blasmusikverbandes Odenwald-Bauland seinen großen Respekt vor der Arbeit dieser Musiker zum Ausdruck und gab einen kurzen Abriss über die umfangreiche Arbeit in Musikvereinen wie es der Schloßauer ist, sowie im Blasmusikverband. Besonderes Lob wurde den Schloßauer für ihre intensive Jugendarbeit zuteil. Mit ausführlicher Laudation zu den beiden Geehrten und Präsenten schloß sich Herbert Münkel im Namen des Vereins an, bevor Gernot Grimm als Bürgermeisterstellvertreter sich im Namen von Ortschafts- und Gemeindeverwaltung für den schon traditionellen bunt-fröhlichen Melodienstrauß der Musikanten zu Ostern bedankte und auf das Debüt der neu gestalteten Dorffahne aufmerksam machte. Als besonderes „Schmankerl“ verwöhnten Christoph Blaumeiser (E-Klavier) und Manuel Röchner (Klarinette und Saxophon) als eingespieltes Duo Publikum und Kapelle mit den Stücken „One Moment in Time“ sowie „Tuxedo Junction“ und als Zugabe auf lautstarke Bitten noch mit einer James-Bond-Filmmelodie, bevor sich die Schloßauer Musikanten unter der hervorragenden Leitung von Kornel Eck mit „Hoch Heidecksburg“ verabschiedeten und ihren Kollegen aus Waldstetten mit Dirigent Wolfgang Wörner Platz machten. Und die brachten es trotz der fortgeschrittenen Zeit problemlos fertig, sich Gehör zu verschaffen. Als Grundstein nutzten sie die unüberhörbare Eröffnungsfanfare „Arioso“, kämpften mit dem „Pirate of the Caribbean“ und hielten das Publikum mit „Mamma Mia“ bei Laune. Es folgten „Silvia Nigra“, das Potpourri „Moment for Morricone“, dann ein Vulkanausbruch mit „Montanas del Fuego“ und schließlich im wahrsten Sinn des Wortes der „Abschied der Gladiatoren“, die als echte Sieger unter lautstarkem Beifall die Schloßauer Bühne verließen und denen der Dank von Herbert Münkel galt, ebenso wie allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. (L.M.)