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Wassersucher übernehmen endgültig die Macht in Mudi

Mudau. „Sou billich wie hejt kriechsch’s nimmer“, das lässt sich in diesen schlechten Zeiten kein Bürgermeister zweimal sagen.

Und auch Dr. Norbert Rippberger nahm das Angebot der Karnevalsgesellschaft Mudemer Wassersucher an ohne mit der Wimper zu zucken. Die Narrenmannschaft hatte unter der Regentschaft von Seiner Tollität Peter II. Hofmann am Samstag die ganze Langenelzer Strasse und den weiteren Verlauf des bevorstehenden Rosenmontagsumzugs von den Schneemassen befreit. Dafür lässt man sich doch gerne mal für ein paar Tage entmachten und ist dem Narrenvolk ein würdiger Gastgeber. Unter den ausgelassenen Klängen der Krachkapelle marschierten Ihre Lieblichkeiten Prinzessin Claudia I. (Hofmann) und Theresa II. (Gimbert) sowie Ihre Tollitäten Prinz Peter II. (Hofmann) und Kai I. (Lorenz) samt Wassersucherrat, Spitzdudden und Garden sowie Wassersucher Nobby und die Abordnung der Bischemer Kröten ein und brachten Stimmung ins Regierungszentrum. Entsprechend dem Jahresmotto hatten sich die Sitzungspräsidenten Helmut Korger jr. und Uwe Lenz in sparsame Schotten verwandelt, die zunächst mit Worten und dann mit Tusch-Klängen geizten. Doch damit nicht genug, hatten Sie das spezielle KaGeMuWa-WerwirdMillionär-Spiel im Gepäck. Nur jetzt hieß es anders herum „Wie hoch ist die Spende vom Borchemeeschter an die KaGeMuWa?“ Man begann bei 11.111 Euro als vermutete Hälfte seines Gehaltes und er konnte sich mit Einzel- und Publikumsjoker auf 11 Cent hocharbeiten. Doch die Fragen hatten es in sich. Die Traditionsfigur des Wassersuchers stellte zwar noch keine Problem dar, auch das Jahresmotto hatte er sich einwandfrei merken können, und bei der Frage, was bis Samstag in Massen in der Hauptstrasse zu finden war, entschied er sich gegen Goldbarren, Strohballen und Schloßauer mit Abitur zu Gunsten der Schneehaufen. Doch beim Prinzenpaar von 1991/1992 musste der erste Joker dran glauben und beim Entstehungsdatum eines Mudauer Fastnachtsschlagers war dann der zweiter futsch und „de Borchemeeschter“ hatte 1,11 Euro an die Narren zu blechen. „So billich wie hejt kriechsch’s nimmer“. (L.M.)