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Räte machten sich vor Ort Bild von Gemeinde

Mudau. (ao) Einen ganzen Tag lang nahm sich der Gemeinderat Mudau am Samstag Zeit, um gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Hauptamtsleiter Herbert Knapp, Rechnungsamtsleiter Gerd Mayer sowie Harald Grimm und Christoph Müller vom Sachgebiet Bauwesen aktuelle Baustellen und Gemeindeeinrichtungen zu besichtigen.

Die Kommunalpolitiker sollten gemeinsam und vor Ort sehen, worüber sie in nächster Zeit zu beschließen haben.
Start der Gemeinderundfahrt war am Rathaus Mudau. Erster Halt war am St. Vincentius Haus, wo derzeit noch das Tageszentrum für Demenzerkrankte untergebracht ist und die Gemeinde nach desen Umzug ins „Krone“-Areal eine Kleinkinderbetreuung für Kinder bis zwei Jahre einrichten will. Im Vorbeifahren konnte man einen kurzen Blick auf das „Krone“-Areal werfen, das sich schon fast im neuen Gewand präsentiert. Man hoffe, so Bürgermeister Dr. Rippberger, dass die Arbeiten in zwei Monaten abgeschlossen sind.
Die Planung für die Kleinkinderbetreuungsstätte mit künftig zwei Personalstellen stellte Christoph Müller vor. Die Gemeinde investiert für den Umbau 106<TH>000 Euro. Die Kirchengemeinde beteiligt sich mit 10<TH>000 Euro, und nach Abzug eines Zuschusses in Höhe von 70<TH>000 Euro verbleiben 26<TH>000 Euro, die die Gemeinde finanzieren muss.
Bevor man wieder den Bus bestieg, erläuterten Harald Grimm und Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger anhand eines Planes den vorgesehenen Rückbau der Langenelzer Straße. Dann nahm man die Erweiterungsfläche für das Industriegebiet, „Stöckig II“, in Augenschein. Die erforderlichen Flächen hat die Gemeinde zum großen Teil bereits erworben.
Der Mudauer Bauhof war das nächste Ziel. Bauhofsleiter Manfred Galm stellte den Fuhrpark vor und berichtet über die Probleme mit der fahrbaren Feuerwehrleiter, die vom TÜV nicht mehr abgenomen wurde. Auf dem Friedhof formulierte Ortsvorsteher Klaus Schork die Wünsche des Ortschaftsrates: Mit geringem finanziellem Aufwand dürfte die Anschaffung von Tranportkarren zu realisieren sein. Die schon seit Jahren beantragte Befestigung der Hauptwege wird da schon etwas teurer. Beides bat Schork in den Haushalt aufzunehmen.
In Langenelz stand das Rathaus, dessen Dach saniert worden war, im Blickpunkt. Es sei auch wieder ein Jugendraum im Gespräch, der sich vielleicht im Keller unterbringen ließe, informierte Ortsvorsteher Hans Slama. Eine früher wichtige Verbindung von Langenelz nach Buchen – heute gerne als Radweg genutzt – ist die „Alte Straße“, die gemacht werden sollte, so Slama.
Bei einem Abstecher in den Ortsteil Scheidental war natürlich die Flurbereinigung, von der etwa 200 Eigentümer betroffen sind, das Thema. Peter Haas informierte über die letzte Sitzung der Teilnehmergemeinschaft, die als erste Maßnahme den Ausbau aller Schotterwege vorgeschlagen habe. Davon hätten alle etwas. 110<TH>000 Euro kämen da als Kosten auf die Gemeinde zu.
Eine weitere dringende Maßnahme ist die Einrichtung eines Buswendeplatzes für den Schulbus an der Gemeindeverbindungsstraße nach Langenelz in Höhe des Kriegerdenkmals. Auf die Umsetzung des Baugebietes „Neuer Garten II“ verzichte der Ortschaftsrat, stattdessen wolle man Baulücken in den Bestandsflächen erschließen, informierte der Bürgermeister.
In Reisenbach, der höchst gelegenen Ortschaft im Odenwald, erinnerte Dr. Norbert Rippberger u.a. an die in Eigenregie gepflasterten Wege im Friedhof und den Ausbau der Kirchstraße. Von den Bürgern gewünscht werde noch die Sanierung der Kohlhofstraße. „Nicht im besten Zustand“ sei die K 3921 von Reisenbach nach Gaimühle, sagte Dr. Rippberger, auf der Fahrt zum tiefsten Punkt der Mudauer Gemarkung, den Reisenbacher Grund. Allerdings sei ein Ausbau der Straße aus finanziellen Gründen in den nächsten Jahren nicht in Sicht.
Dagegen könnte die Gemeinde die Straße „Im Grund“ bauen, der Plan sei bereits festgestellt, Anlieger verhinderten bislang die Realisierung.
Nach der Mittagspause in der Gaststätte „Zum Grund“ stand der Ortsteil Schloßau auf dem Programm. Hier besichtigten die Räte die Heizungszentrale der Schule, eine Pelletsheizungsanlage mit Blockheizkraftwerk, sowie die im Rahmen des Konjunkturprogramms erneuerte Beleuchtung der Klassenzimmer. Auch auf die aktuelle Baustelle für das Regenüberlaufbecken für den Anschluss an die Kläranlage Mudau warf man einen Blick.
In Mörschenhardt nahm man die Ortsdurchfahrt im Verlauf der Kreisstraße 3918 ins Visier. Der Gemeinderat war der Meinung, dass entgegen der Planung des Fachdienstes Straßen ein einseitiger Gehweg genügen sollte. In Donebach konnten sich die Räte schließlich davon überzeugen, dass die Pflasterrinne im Bereich der Ortsdurchfahrt Altersschwächen zeigt und erneuerungsbedürftig ist.
Letzte Station war die Kläranlage Mudau, wo über die im Zuge des Anschlusses von Schloßau erforderliche Maschinentechnik informiert wurde, ehe Gerd Mayer zum Abschluss der Gemeinderundfahrt im Mudauer Feuerwehrgerätehaus das Feuerwehrkonzept vorstellte und die für den Austausch vorgesehenen Feuerwehrfahrzeuge vorstellte.