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"Interkommunale" Feuerwehrübung in Steinbach

Steinbach. Gemeinsam mit den Abteilungswehren von Stürzenhardt und Hettigenbeuern führte die Freiwillige Feuerwehr von Steinbach ihre traditionelle Herbstübung durch.

Als kritische Beobachter fungierten dabei neben den Feuerwehrspezialisten Andreas Hollerbach und Gerd Mayer die Ortsvorsteher Georg Moser (Steinbach), Günter Müller (Hettigenbeuern) und Manfred Moe-Ballweg (Stürzenhardt). Unter der Leitung von Abteilungskommandant Volker Banschbach und seinem Funktionspersonal Charly Müller, Christoph Helter, Bernd Förtig und Alexander von Wedel sollte ein Szenario geübt werden, das sich an den Großbrand ,,Scheunenbrand Haas“ im August 2009 in Scheidental anlehnt. Als Schwerpunkte galten dabei die Brandbekämpfung mit entsprechender Wasserversorgung an entfernt liegenden landwirtschaftlichen Anwesen. Als Übungsobjekt stellte Daniel Stich sein Anwesen in der Steinbacher Langen Gasse zur Verfügung. Angenommen wurde bei dieser Übung eine durchziehende Gewitterfront mit starken Sturmböen und Blitzeinschlägen im Bereich von Mudau und Steinbach. Weiter im Übungsplan beinhaltet war die Tatsache, dass man im Funkverkehr während des gesamten Übungseinsatzes im direkten Kontakt mit der Leitstelle in Mosbach von sehr vielen Einsätzen wegen umgestürzter Bäume und einigen vollgelaufenen Kellern im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis hörte. Nachdem auch in das Übungsobjekt ein Blitz eingeschlagen hatte, die Steinbacher Abteilungswehr am Einsatzort eingetroffen war, ging es um die Suche nach Personen mittels Einsatz von Atemschutzgeräteträgern und erste Löschmaßnahmen. Erschwerend kam hinzu, dass Hilfe durch weitere Abteilungswehren durch Straßensperrungen wegen umgefallener Bäume erst mal nicht zu erwarten war und zudem in der brennenden Scheune eine Explosion gemeldet wurde. Zudem fiel ein Angriffstrupp aus und so hieß es für die Steinbacher Wehr trotzdem die nötigsten Brandbekämpfungsmaßnehmen durchzuführen bis schließlich die Abteilungswehren aus Stürzenhardt und Hettigenbeuern unter Leitung von Clemens Schilling und Norbert Meixner am Einsatzort eintrafen. Alles in allem eine Feuerwehrübung, die sich eng an der Realität orientierte und den hohen technischen sowie personellen Ausbildungs- und Einsatzstand der Freiwilligen Feuerwehren von Steinbach, Stürzenhardt und Hettigenbeuern dokumentierte, wodurch sich die Verantwortlichen und Beobachter mit dem gesamten Übungsverlauf sehr zufrieden zeigten. Der Herbstübung schloss sich eine Sitzung mit Manöverkritik und Verbesserungsmerkmalen an. Als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes betonte Andreas Hollerbach, dass solche Gemeinde- und teilweise auch Länderübergreifende Übungen immer häufiger werden müssten, besonders an entsprechend brisanten Orten. Denn der Anfahrtsweg mit Einsatzbereitschaft dürfe max. 10 Minuten betragen, und da sei der außergemeindliche Nachbar oft näher als ein anderer Ortsteil. Ansonsten sei die Übung außerordentlich aufschluss- und damit lehrreich verlaufen. Sowohl die Beobachter als auch das Leitungsteam zogen den Schluss, dass zum einen die Kommunikation bei einem so großen Einsatz über mehrere Kanäle laufen müsse, um Verzögerungen und Irreführung zu vermeiden. Außerdem sei es unmöglich, so Volker Banschbach, dass die Koordination so vieler Abteilungen von nur einer Person gemanagt wird. Dazu bedürfe es eines eingespielten Teams, was es noch zu trainieren gelte. (L.M.)