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Radrennen für Jedermann im Ortskern von Mudau

Mudau. Enttäuschend für die Organisatoren des mittlerweile 5. „Renner im Odenwald“ unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Dr. Nobert Rippberger dürfte am vergangenen Sonntag das stark rückläufige Publikumsinteresse sein.

In den ersten beiden Jahren galt diese Veranstaltung als echter Publikumsmagnet. Obwohl die ausgeschriebenen Geld- und Sachpreise sich durchaus sehen lassen konnten, der Wettergott schon im Laufe des Vormittags Einsehen gezeigt hatte und die Organisatoren vom Donebacher Radfahrverein „Wodan“ und dem Heimat- und Verkehrsverein Mudau mit Hubert Sämann und Hans Slama an der Spitze alles menschenmögliche im Vorfeld auf die Beine gestellt und auch einiges an Rennleitungserfahrung hinzugewonnen haben, wurden ihre Mühen hauptsächlich von den 90 Bike-Freaks honoriert, die teilweise keine Entfernung gescheut hatten, um sich der Amateursportkonkurrenz, die auf durchaus hohem Niveau agierte, zu stellen. Gestartet wurde in sieben verschiedenen Kategorien bzw. Altersklassen. Leider mussten die jugendlichen Teilnehmer am Vormittag in nahezu menschenleeren Strassen ihre Runden drehen. Was ihrem Ehrgeiz jedoch keine Abbruch tat. Der ca. 1,9 km lange Rundkurs um das Alte Rathaus mit Start am Gasthaus „Zur Pfalz“ führte durch den Ortskern von Mudau und musste je nach Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Rennklassen mehrmals durchfahren werden. In Rennen I (Jahrgang 1994 bis 1999) siegte Jonas Hofmann aus Bad Mergentheim nach 3 Runden mit ca. 5,7 km vor Christian Breitenbach aus Rüdenau auf dem 2. Platz und Yannitz Reinl aus Röllbach auf dem 3. Platz. Vierter wurde Christian Wissln aus Alzenau und Fünfter Alexander Reinhold aus Erbach-Steinbach. Rennen II betraf die Jahrgänge 1990 bis 1993. Hier holte sich nach 8 Runden mit ca. 15,2 km Jonas Wein aus Mömbries den Siegerpokal vor Thomas Ticz aus Igersheim auf dem 2. und Lorenzo Seiler aus Wörth auf dem 3. Platz. Auf den weiteren Plätzen folgen Lukas Hofmann aus Bad Mergentheim, Moritz Klub aus Elsenfeld, Jakob Michael aus Aschaffenburg und Nils Heners aus Mudau. Die Plätze 1 und 2 der Sprintrunde dieses Rennens entsprachen der Gesamtwertung, auf dem 3. Platz landete Lukas Hofmann aus Bad Mergentheim. Siegerin im offenen Damenrennen wurde nach 5 Runden und ca. 9,5 km Nadina Steigleder aus Elztal-Auerbach, die auch die Sprintrunde für sich entschieden hatte. Platz 2 gewann Christine Bickert aus Mömmlingen (3. im Sprint) und den 3. Platz erreichte Anna Schäfer aus Weikersheim (2. im Sprint). Auf den weiteren Plätzen folgten Christine Mattis aus Lindenfels, Marianne Förderer-Münch aus Mannheim und Meike Stille aus Eberbach. Das Offene Rennen (IV) endete nach 10 Runden und ca. 19 Kilometern mit Jan Rösel aus Reichelsheim auf dem Siegertreppchen, auch in der Sprintwertung, und Willi Binnig aus Schefflenz auf dem 2. Platz (Gesamt und Sprint). Platz 3 holte sich Marcel Knecht aus Waldbrunn in der Gesamtwertung und Jochen Kaufmann aus Elztal-Auerbach im Sprint. Auf dem 4. Platz folgte Christoph Polster aus Leimen vom Rainer Sommerfeld aus Bammental und Jochen Kaufmann aus Elztal-Auerbach. Wie fit die heutigen Senioren sich halten zeigte sich in Rennen V nach 8 Runden und ca. 15,3 km. Helmut Rummel aus Meckesheim stand ganz oben auf dem Siegertreppchen, dicht gefolgt von Willi Binnig, der auch im offenen Rennen Vizesieger und in dieser Sprintwertung sogar auf Platz 1 war. Platz drei gesamt holte sich der Vize im Sprint, Peter Jelitta aus Groß-Strehlitz. Auf den weiteren Plätzen Wolfgang Grob aus Bammental, Dietmar Münch aus Mannheim (3. im Sprint) und Rainer Sommerfeld aus Bammental. Ab dem Hauptrennen, das mit 20 Runden und ca. 38 km angekündigt war, konnte man dann auch ein größeres Publikumsinteresse verzeichnen und das Anspornen der 19 durchtrainierten Radsportler brachte schlagartig „Tour de Mudagne-Stimmung“ auf. Es gab in diesem Rennen zwei Sprintrunden und beide gewann souverän der Gesamtsieger Jürgen Bock aus Brühl. Den 2. Platz auf dem Treppchen nahm Andreas Schuck aus Mömlingen ein vor Jürgen Schafranietz aus Mannheim auf dem 3. Platz. Sebastian Weiß aus Waldbrunn holte sich nicht nur den 4. Platz in der Gesamtwertung, sondern auch Platz 2 in der 1. und Platz 3 in der 2. Sprintrunde. Daniel Unger aus Mannheim, 5. in der Gesamtwertung, war dagegen 3. in der 1. und 2. in der 2. Sprintrunde. Olaf Heinz aus Riedstadt holte sich noch den 6. Platz des Hauptrennens. Als echte Gaudi entpuppte sich schließlich Rennen Nr. VII, obwohl nur drei Vereine Solidarität mit den Organisatoren bewiesen. Doch diese drei gaben wirklich alles. Vor allem die Jugendfeuerwehr Steinbach bewies als teilnehmerstärkste Mannschaft mit dem Olympia-Slogan „Dabei sein ist alles“ und zwar mit den teils ältesten Zweirädern, die sie auftreiben konnten Humor und Sportsgeist. Und Hubert Sämann sparte nicht mit Lob. Doch in Fragen der Kameradschaft standen den Steinbacher Kids der Schützenverein Mudau und der Radfahrverein Wodan Donebach in nichts nach. Den nagelneuen Gemeindewanderpokal holte sich als schnellste Gruppe der Radfahrverein Wodan vor den Schützen und der Jugendfeuerwehr. In der Teilnehmerstärke war die Reihenfolge gerade anders herum. (L.M.)