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Geopark Aktionstage 2008 waren ein voller Erfolg

Mit einer ganzen Reihe von besonderen Veranstaltungen wurden im Erlebnisbereich "Hoher Odenwald und Odenwaldlimes" die Geopark Aktionstage 2008 ausgerichtet. Mit dabei war natürlich auch die Gemeinde Mudau mit ihren verschiedenen Einrichtungen.

Fahrenbach. Die Auftaktveranstaltung im Bürgerzentrum Am Limes war geprägt von einer bunten Mischung aus Unterhaltung, Information und Schauspiel. Moderator Stefan Bugert vom SWR 4 führte in gekonnter Manier durch das umfangreiche Programm, das vor allem durch die Beiträge von Frau Dr. Britta Rabold vom Regierungspräsidium Karlsruhe -Archäologische Denkmalpflege- zur Geschichte des Odenwaldlimes, aber auch durch die wunderschönen Darbietungen der Schulen des Erlebnisbereiches geprägt war. Von seiten der Gemeinde Mudau war die GHWRS Mudau mit einem schaurig schönen "Feuermännleins Tanz" vertreten. Das Schlusshighlight war der Auftritt der Theatergruppe Schlossau, die das selbstverfasste Stück „Die spinnen die Römer" zeigte. Die talentierten Amateurmimen bekundeten mit viel Wortwitz, dass die römischen Männer bei einer Amphore Wein gern über die liebe Not mit den Frauen sprachen und römischen Frauen die Motivatoren ihrer tapferen Recken sein mussten. Zudem schafften es die Schlossauer alle Themen der heutigen Zeit ( GPS, Feinstaub. Walking usw. ) mit viel Humor ins römische Reich zurück zu versetzen.

Mudau. Der Samstag, 31.05. wurde von der Grund- u. Haupt- mit Werkrealschule Mudau hervorragend gestaltet. Unter dem Motto "Sagenhaftes Mudau" wurden den zahlreichen Besuchern alte Sagen und Legenden in Wort und Bild vorgestellt. Natürlich durfte dabei das "Feuermännlein" nicht fehlen. Die Kinder und natürlich die Lehrkräfte waren mit großem Eifer dabei und gestalteten damit auf ihre ganz besondere Weise ein Stück Geopark mit der Schilderung dieser Heimatgeschichten.

Schloßau. In Schloßau lud die Grundschule zu Römerspielen ein. Im Verbund mit dem Verein örtliche Geschichte wurde aber auch das Leben zur römischen Zeit nachgestellt. Anhand einer selbstgebauten "antiken" Töpferscheibe wurde das Töpfern praktisch dargestellt und erläutert. Diese Einrichtung war die Attraktion für die zahlreichen Kinder, die mit viel Eifer und Kreativität ihr eigenes Tonprodukt gestalteten.
Herr Peter Bussemer vom Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis führte anschließend eine kleine Gruppe Interessierter Pflanzenfreunde in das Naturschutzgebiet "Seeheumatte" zu Schwertlilie und Orchideen.
Die derzeit laufenden Konservierungsarbeiten an den Wachtposten auf dem Gebiet der Gemeinde Mudau wurden vom Bauleiter Herrn Schlick von der Fa. Walz, Sensbachtal vorgestellt und erläutert.

Steinbach. Von mittlerweile 30 sogenannten „Geopunkten“ im Neckar-Odenwald-Kreis kann die Gemeinde Mudau seit dem vergangenen Wochenende auf zwei dieser geschichtsträchtigen „Wegweiser“ stolz sein. Im Beisein zahlreicher interessierter Gäste übergab Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger als Vorstandsmitglied des Geoparks Odenwald den Geopunkt „Martinskapelle Steinbach“ offiziell seiner Bestimmung. Er zeigte sich stolz, dass nach dem Geopunkt „Streifenhaus Schloßau“, welcher auf die Bedeutung der Römer im Odenwald aufmerksam macht, auch die geschichtsträchtige Martinskapelle ins rechte Licht gerückt wird. Die Kapelle selbst zählt mit ihrem Altar aus der Riemenschneider-Schule schon gute 500 Jahre, doch ist sie inzwischen auch „Hüterin“ des 1.000 Jahre alten Sandsteinsarges und des 2.000 Jahre alten Motivsteins. Also „Geschichte genug“ in sehr kompakter Form. Für den guten Zustand von Kirche und Kapelle trügen die Steinbacher mit Ortsvorsteher Georg Moser selbst Sorge, wofür der Dorfgemeinschaft respektvoller Dank gebühre. Wie nach ihm Ortsvorsteher Moser, dankte er dem Geopark-Verantwortlichen der Gemeinde, Christoph Müller, der diesen „Geopunkt“ organisiert hatte. Georg Moser dankte den Verantwortlichen des Geopark, dass „dieses Kleinod“ endlich den Stellenwert bekommt, der ihm zusteht. Er lud zu einem kleinen Stehimbiss mit anschließender Führung in die Kapelle ein. (L.M.)