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Gesangverein Mudau Werbeträger in Repertoire und Kameradschaft

Mudau. Eine hervorragend besuchte Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zur Pfalz“ rundete das unvergeßliche Berichtsjahr 2007 des Gesangverein „Frohsinn 1842“ Mudau harmonisch ab. Das Jubiläumsjahr spiegelte in jeder Beziehung die überdurchschnittliche Kameradschaft, aber auch das überaus hohe musikalische Niveau des Klangkörpers wider.

„Der Verein, der uns das nachmacht, muß erst noch geboren werden“, so der stolze Kommentar des 1. Vorsitzenden Christoph Müller zum Mammut-Event „Piazza Italiana“ anläßlich des 165jährigen Jubiläums des Vereins, gepaart mit den beiden sehr erfolgreichen Volksliederwertungssingen in Edingen und Sensbachtal sowie den großen Schritten in Richtung Realisierung Sängerheim. Doch zunächst gaben die Sänger unter Dirigent Bernold Ballweg mit dem „Badischen Sängerspruch“ eine kleine Kostprobe ihres Könnens und eröffneten den Abend musikalisch. In seinem Rückblick, der bereichert wurde durch eine Powerpoint-Präsentation von Manfred Müller, ging Christoph Müller zunächst auf seine eigenen Visionen ein, mit denen er vor acht Jahren den Vorsitz des „Frohsinn“ übernommen hatte. Das meiste davon habe man Dank des Engagements aller Sängerkameraden mit ihrem Eifer und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen, verwirklichen können. Dabei erinnerte er an die großartigen Themenkonzerte auf hohem Niveau wie Gospelkonzert, Italienische Nacht oder Gemeinschaftskonzert mit dem Musikverein „Harmonie 1872“ Mudau. Als weitere Highlights seien die beiden erfolgreich verlaufenen Volksliederwertungssingen zu nennen. Und natürlich sei es nicht selbstverständlich, dass trotz des chormusikalisch voll gepackten Jahres mit tatkräftigen Arbeitseinsätzen im „Traum vom eigenen Sängerheim“ bereits ein eigenes Domizil mit der Infrastruktur für kleinere wirtschaftliche Veranstaltungen geschaffen werden konnte. Man habe alles mögliche versucht, die Einahmesituation zu verbessern, und dabei auch Lehrgeld zahlen müssen. Doch man sei lernfähig und habe den diesjährigen Veranstaltungskalender den Gegebenheiten auf die immer schlechter besuchten Tanz- und Konzertveranstaltungen mit bestimmten Fremdgruppen angepasst. Stolz war der 1. Vorsitzende auf Helferzahlen von über 40 Personen pro Tag beim Auf- und Abbau der Piazza Italiana als sichtbares Zeichen einer großartigen Gemeinschaft. „Eine Gemeinschaft, die solches zu leisten vermag, hält das Vereinsschiff auf richtigem Kurs in voller Fahrt“. Und damit könne man zu neuen Taten aufbrechen. Z. B. sei im Mai eine kulinarische Weinprobe im Sängerzelt angesetzt, bei der man sich auf die eigenen Stärken konzentrieren könne. Mit einem Dank an alle Mitglieder, Sponsoren und Funktionäre für die geleistete Arbeit und Rückdeckung gab er das Mikrofon an Schriftführer Uwe Lenz weiter, der seinen an sich schon kurzweiligen Jahresrückblick mit einer Auswahl der von ihm „geknipsten“ 1.700 Bilder noch beleben konnte. Uwe Lenz informierte über die kirchlichen und weltlichen Auftritte, die Ständchen zu Geburtstagen, Ehejubiläen und Beerdigungen, aber auch über das Stimmbildungsseminar, Vorplanung und Duchführung des Kreissängerfestes auf der Piazza, die Entwicklung des dazugehörigen Projektchores unter Regie von Bernold Ballweg, Repräsentationen außerhalb des Vereins, die Wertungssingen, Laurentiusmarkt und andere vereinseigene Veranstaltungen. Alles in allem könne er als Chronist auf ein überaus ereignisreiches Jahr 2007 zurückblicken „Dank unserem Zusammenhalt haben wir Großes innerhalb der kulturellen Tradition und der Sangessache geleistet“, resümierte er das Berichtsjahr mit einem besonderen Dank an Webmaster Manfred Müller und stv. Schriftführer Gerhard Engelhard. Chorleiter Bernold Ballweg bedauerte, dass der begabte Projektchor keine Dauereinrichtung geworden ist. Weiter hielt er separate Proben für den „Kleene Bus“ momentan für überflüssig, da nicht genügend junge Sänger derzeit diese Mehrbelastung tragen können. Überrascht sei er selbst von den so positiven Ergebnissen der beiden Wertungssingen gewesen und meinte – auch aufgrund des gut besuchten Stimmbildungsseminars – „da geht noch mehr bei diesem Chor“. Sein eigenes Engagement in der musikalischen Leitung machte Bernold Ballweg abhängig vom künftigen Probeneifer der Sänger, den er auch als Wertung für die Akzeptanz seiner Arbeit betrachte. Einen durchaus zufriedenstellenden Kassenabschluß gab – trotz hoher Ausgaben im Jubiläumsjahr – Kassier Andreas Müller bekannt, der seit 20 Jahren über die Finanzen des Klangkörpers wacht. Ihm bescheinigten die Kassenprüfer Karl-Josef Schäfer und Rolf Link eine einwandfreie Kassenführung, die keinerlei Beanstandung aufweise. Die einstimmige Entlastung von Vorstandschaft und Kasse durch die Mitglieder wertete die Vorstandschaft als großen Vertrauensbeweis und Anerkennung ihrer Bemühungen. Ehrungen langjähriger aktiver Sänger rundeten das harmonische Bild der Berichte ab. So war es dem 1. Vorsitzenden Christoph Müller eine besondere Freude, seine „Onkels“ Willi und Bernhard Müller für 60jährige Sängertätigkeit mit dem neu kreierten Ehrenteller des Vereins zu würdigen. Beiden Sängern lag die Pflege des deutschen Liedgutes sehr am Herzen. Willi Müller hatte darüber hinaus Verantwortung als 1. und 2. Vorsitzender des Klangkörpers sowie für 33 Jahre als stv. Vorsitzender des Sängerkreises übernommen. In seinen Dankesworten betonte Willi Müller, dass die Aktivitäten für den Gesangverein ihrer beider Leben maßgeblich und positiv geprägt hätten. Weiter würdigte Christoph Müller die Verdienste der Sänger Raimund Friedel und Günter Rögner während der letzten 25 Jahren. Beide präge neben ihrer Freude am Gesang und der Geselligkeit das jeweilige Fachwissen, das sie zugunsten des Vereins einsetzen. Die Ehrung der 27 eifrigsten Sänger bei 47 Veranstaltungen mit dem entsprechenden Sängerglas übernahm der 2. Vorsitzende Stefan Schäfer. Demnach haben Erwin Müller, Kurt Schäfer und Erich Zimmermann keinen einzigen Auftritt versäumt. Bis zu zweimal haben Alfons Blaut, Artur Galm, Markus Burkardt, Karl-Heinz Keller, Stefan Galm, Kurt Müller, Harald Grimm, Willi Müller, Rudolf Noe, Alois Schnorr, Horst Ruef und Christoph Müller gefehlt und drei- bis viermal haben Alois Friedel, Raimung Friedel, Alfred Hohn, Uwe Lenz, Karl Link sen., Rolf Link, Oskar Püchner, Hubert Blaut, Bernhard Schäfer, Thomas Galm, Günther Baumbusch und Christoph Fabrig einen Auftritt versäumt. Eine besondere Würdigung erfuhren die „Wiederholungstäter“ in der tatkräftigen Organisation großer Feste Helmut Maier und Kurt Habedank sowie Freddy Plattek, Karlheinz Gräber und Roland Grimm. In ihren Grußworten verdeutlichten Bürgermeisterstellvertreter Walter Herkert und Ortsvorsteher Kurt Müller, dass der Gesangverein „Frohsinn 1842“ Mudau mit seiner rührigen und einfallsreichen Vorstandschaft nicht nur als einmaliger Werbeträger der Gemeinde und als Bereicherung des kulturellen Lebens zu sehen sei, sondern ganz einfach beeindruckend in der Anzahl der Sänger, des Stimmvolumens, in Repertoire und kameradschaftlicher Harmonie. (L.M.)