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Lichterklänge IV mit "Wünschen und Schenken"

Mudau. ,,Ausgelesen von Gernot Hauk, vorgelesen von Harald Grimm und aufgelesen von der Gärtnerei Breunig“. Mit dieser gelungenen Symbiose präsentierten sich die ,,Lichterklänge“ auch im vierten Jahr ihrer Aufführung ihrem begeisterten Publikum unter der Organisation des Heimat- und Verkehrsverein Mudau und der Grund- und Haupt- mit Werkrealschule sowie deren Förderverein im ganz besonderen Ambiente des vorweihnachtlich geschmückten Gewächshauses der Gärtnerei Breunig.

Als roter Faden zog sich dabei die Einstimmung von Gernot Hauk unter dem Motto ,,Wünschen und Schenken“ durch den mit riesigen Kugellampen – ähnlich überdimensionalen Schneebällen – sowie Blumenschmuck in Form von künstlerischen Exponaten stimmungsvoll geschmückten Raum. Geschmückt auch mit Weihnachtspäckchen, bis hin zu vorweihnachtlich erwartungsvollen Herzen. Eingebettet in die vorweihnachtliche Lesung von Harald Grimm, den ,,Wünschen und Geschenken“ in Form von sinnlichen und nachdenklich stimmenden Texten, präsentierten sich die Kinderstimmen des Kinderchors der Grund- und Hauptschule Mudau unter der Leitung und mit den Solovorträgen von Birthe Braun als eine Erlebnisreise für Geist und Sinne. Laut einer Statistik, so Gernot Hauk, hätten im letzten Jahr in Deutschland Eltern durchschnittlich 357 Euro für Geschenke pro Kind ausgegeben. Dass richtiges Schenken dabei eine Kunst sein kann, würden auch Sprichwörter wie z.B. ,,Schenken tut niemand kränken“, ,,Geschenkt ist geschenkt und wieder holen ist gestohlen“, „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ oder „Wer ein Rind zum Geschenk erhält, muss ein Pferd zurückgeben“, bekunden. Unterstrichen wurden diese Aussagen auch durch die textlichen Inhalte der Lesungen wie ,,Winters Einzug“ – gleichzeitig Harald Grimms Einzug als Eismann oder ,,Lektro als Wegmann“ und dessen Begegnung mit dem Eiskönig. „Der Schlitten“ zeigte, wie sehr das schlechte Gewissen einen kleinen Jungen drücken und ihm die Freude an einem lang ersehnten Spielzeug verderben kann. „Der verschwundene Mantel“ war eine Fortsetzung aus Cornelia Funkes Phantasieerzählung „Hinter verzauberten Fenstern“ vom letzten Jahr. Und bei ,,Mitgefühl für Männer“ lief Lektor „Boli“ so richtig zur Höchstform auf. Ganz offensichtlich kannte er den eher mickrigen Part seiner Geschlechtsgenossen bei dem hundertprozent weiblichen Weihnachtsfest nur zu gut. So ganz nach dem Motto „Überstehen ist alles“. ,,Wir sind das Krippenspiel“ nach einer Erzählung von Robert Fulghum zeigte, wie sehr man doch an Traditionen hängt, auch wenn deren Durchführung eher mangelhaft und mit Katastrophen bestückt ablaufen. Mit dabei auch das Gedicht ,,Die Engelreise“ und die Erzählung ,,Der besondere Nikolausabend“ von der Mudauer Lyrikerin Margot Peterhänsel, bei der das Publikum in der bis auf den letzten der 230 Stühle besetzten Gärtnerei Breunig mehr als nur schmunzeln konnten. ,,Kinderbriefe“ aus den örtlichen Tageszeitungen und aus „Lieber Weihnachtsmann“ zeigten – teils sehr humorvoll - wie groß die Herzen von Kindern sein können. Zum Schmunzeln waren such die Gebrauchsanweisungen für Deutschland von Maxim Gorski bezüglich dem „Erbarmungslos gemütlich“en Weihnachtsfest und der deutschen Vorstellung einer „Weißen Weihnacht“. Lachen konnte man auch herzhaft bei der Präsentation von Harald Grimm’s „Oma! schreit der Frieder“.Als gelungenen Abschluss der 4. Lichterklänge und Überleitung auf den anschließenden Weihnachtsmarkt präsentierten die Kinder der Grund- und Hauptschule das Lied ,,Es sahen drei Eulen den Weihnachtsstern“. Den restlos begeisterten zahlreichen Zuhörern jedenfalls schenkten die Verantwortlichen durch Rezitator Harald Grimm mit seiner unvergleichlichen und mitreisenden Vortragsweise vergnügliche Stunden mit bleibender Erinnerung. Rektor Roman Andres und Hans Slama als Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins waren mit dem Publikum einer Meinung: „Die Lichterklänge sind zu einem Selbstläufer geworden, weil hier von Anfang an alle Komponenten stimmten“ und sie funktionieren nur in der Gärnterei Breunig mit Auswahlspezialist und Organisator Gernot Hauk und Vortragskünstler Harald Grimm. (L.M.)