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KaGeMuWa feiert fröhliches Jubiläum und Ordensfest

Mudi. Die Kampagne 2007/08 ist extrem kurz, da gilt es, mit den Terminen Haus zu halten. Dieser Tatsache waren sich die Verantwortlichen der Karnevalsgesellschaft Mudemer Wassersucher – im folgenden kurz KaGeMuWa genannt – mit der 1. Vorsitzenden Ulrike Schäfer an der Spitze durchaus bewußt.

Darum legten sie Ordensfest und Geburtstagsfeier zum 55jährigen Bestehen kurzerhand zusammen und machten auch gleich noch eine „Vorschuß-Prunksitzung“ daraus. Und offensichtlich war auch dem närrischen Publikum die Kürze der Kampagne durchaus bewußt, denn schon einen Tag vor dem Startschuß zur fünften Jahreszeit gab es in der feierlich geschmückten Odenwaldhalle stimmungsmäßig fast kein Halten. Schon die Begrüßung durch Präsident Ralf Lorenz gestaltete sich zur anspruchsvollen Büttenrede für Insider, wobei der traditionelle Ablauf der Mudemer Faschenaacht ab dem 11.11. um 11 Uhr 11 erläutert und gleichzeitig die Arbeit der Verdienstordenträger und Ehrenmitglieder – teils unter Benennung ihrer Spitznamen - geschickt gewürdigt wurde. Dabei hob Präsident Lorenz hervor, dass man sich der traditionsreichen Vergangenheit des Jubelvereins ebenso bewußt sei wie der verantwortungsvollen Zukunft. Nahtlos übernahm in schon gewohnt schwungvoller und kurzweiliger Manie Sitzungsleiter Uwe Lenz das Wort und erläuterte unter lautstarkem Applaus, dass aufgrund der 4.735 durchzuführenden Ehrungen das Programm zügig ablaufen werde und Raucherzonen vom Verein am Grillplatz und am Galgen eingerichtet worden seien. Mit dem größten Vergnügen lüftete er anschließend das best gehütetste Geheimnis der KaGeMuWa: „Zuerscht seid ihr emol alle gspannt, wer hält das närrische Zepter in der Hand“. Und die Wahl löste im Saal das erste „Spitze“ des Abends aus. Denn zu dem erfolgreichen Präsidenten-Dreiergespann gibt es im Jahr „Drei nach E-Maier“ gleich „Zwee-Maier“ als Prinzenpaar dazu. Auch wenn Ihre Lieblichkeit „Prinzessin Edith II.“ mit Seiner Tollität „Prinz Erich II.“ noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Schließlich hat er 25 Jahre lang während der Faschenaacht zuhause durch Abwesenheit geglänzt. Doch sie hat eine große Schwäche für „halbe Herrn“ und steht auch auf Faschenaacht, darum „mir könne jetzt feiern und in Mudi heisst des bis Aschermittwoch maiern“. Und wie ihr Prinz noch hervor hob, spielt das Alter für sie keine Rolle. Schließlich sei man für die Mudemer Faschenaacht niemals zu alt. Das bestätigten in ihren Glückwünschen dann auch die Grußwortredner. Während Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger zu dem obligatorischen Geldpräsent auch weiterhin gerne das jeweilige Jahresmotto liefert und der KaGeMuWa für ihre positiven Werbedienste bis weit über die Gemeindegrenzen hinaus dankte, übermittelte Gerhard Sammet im Namen der Mudauer Vereine deren Anerkennung für die freundschaftliche und harmonische Kooperation mit dem Jubelverein. Landrat Dr. Achim Brötel.würdigte humorvoll und kurzweilig die Verdienste der Gründungsväter und der daraus entstandenen Narren-Dynastien, um nur den Namen „Korger“ zu nennen. „...hervorragende Tanzgruppen, musikalische Highlights mit zahlreichen eigenen Schlagern und einer anerkannt guten Odenwälder Trachtenkapelle, die „Maulaffe“ als legendäre Garanten für Stimmung und gute Laune ein omnipräsenter Wassersucher, den den Narrengruß „Hajo“ bis in die entlegendsten Winkel des Narrenrings hinaus getragen hat und natürlich ein jahrzehntelang amtierender Präsident, der aufgrund seines nicht unbedingt hünenhaften Wuchses zwar nirgends zu sehen, dafür aber überall zu hören war – E-Maier, die Stimme aus dem Nichts“. Und das tolle sei, dass hier gute Nachwuchsarbeit gefruchtet habe, denn auch die Wassersucherfamilie unter Führung von Ulrike Schäfer biete saubere Fastnacht der Extraklasse. Wie qualitativ hochwertig bewiesen die Aktiven in ihrem Rahmenprogramm zur Geburtstagsfeier, die ansonsten die Ordensverleihung an die Ehrenmitglieder, Aktiven und ehemaligen Prinzenpaare sowie Ehrungen langjähriger und aktiver Mitglieder durch den Verein selbst und den Narrenring Main-Neckar zum Mittelpunkt hatte. So lieferte „Ritschy“ Korger einen überaus gekonnten Rückblick auf die Büttenreden seines Vaters, der sich unter den Pseudonymen „Locka“ oder „Odenwälder Bär“ in Fastnachtskreisen über Jahrzehnte einen Namen gemacht hatte. Als „Depp von Mudi“, „Schütze A....“, Schüler, Schifahrer, kartenbesessener Feuerwehrler, turnierreifer Gemeindearbeiter oder Blumenpeter („De schlauscht bin i net, babbel oft Mischd“), „Ritschy“ kopierte die unvergleichliche Art seines Vaters wie es wohl nur ein Sohn mit dessen Genen vermag. Und der Beifall war entsprechend. Dennoch zeigten die stehenden Ovationen von 400 Gästen mit der gemeinsam gesungenen Laudatio „Een Korger’s Locka, es gibt nur een Korger’s Locka“ nach dessen Rückblick auf 55 Jahre KaGeMuWa, dass der „Odenwälder Bär“ auch heute noch unerreicht ist. Er sprach sprach und sang von der Gründung dieses nicht zu übertreffenden „wunderbaren Vereins“ und erinnerte sich: „... in de Bütt war i a e paar Mol. Mir hots Spass gmacht un eich vielleicht a bissle gfreit“. Doch auch die heutige KaGeMuWa mache ihm mit ihren jungen und einfallsreichen Aktiven noch Spass und es bleibe dabei „Scheij is die Faschnacht in Mudi...“. Die „Nachtkrabbe“ verrieten noch einmal die delikaten Ortsgeheimnisse vergangener Zeiten, ergänzt durch das Wackel-Dackel-Syndrom des Mudauer Gemeinderats unter dem neuen Bürgermeister, die „Maulaffe“ glänzten mit „Happy Birthday“, einem Gratulanten aus USA mit speziell geschultem Dolmetscher und einem Störenfried, der dann doch noch nervös gratulierte: „Schlorri grüßt Mudi, Horridoo“ bekräftigt durch die Spezialrakete „Klatschen, Schrrauen un Hiirrn uf de Disch“. Die „Mudemer Krachkapelle“ bewies, dass sie nicht nur Krach macht und die vereinseigene Schautanzgruppe präsentierte die Premiere ihres Hit-verdächtigen Jubiläumstanzes. Musikalisch beschlossen wurde der Abend durch die „Singende Spitzdutte“ Richard Korger, der fast nicht mehr von der Bühne durfte. Einen würdigeren Rahmen konnten die Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder wirklich nicht finden. Im Beisein befreundeter närrischer Abordnungen aus Buchen, Hainstadt, Hettingen, Höpfingen, Krautheim, Osterburken, Rosenberg, Heidersbach und Walldürn zeichneten Bernhard Pfeiffer als Vizepräsident sowie Jörg Fritsch als Geschäftsführer und Eugen Link als Schatzmeister des Narrenringpräsidiums Main-Neckar Wassersucher Norbert Münch mit dem Verdienst-Orden des Narrenrings in Silber und Josef Friedel, Ernst Hauk, Karl Alfred Linz, Erich Maier und Arthur Stuhl mit dem NR-Verdienst-Orden in Gold aus. Und NR-Schatzmeister Eugen Link überreichte den „Wappenteller des NR“ zum Jubiläum an die 1. Vorsitzende Ulrike Schäfer. Der Verein würdigte Irmgard Blaut, Sieglinde Bruckert, Annegret Dippert, Hubert Dippert, Thomas Dippert, Elvira Dobrick, Karl Dobrick, Hans Egenberger jr., Danny Galm, Natalie Grimm, Johanna Link, Karl Link jr., Rebecca Mackert, Ulrich Müller, Alexandra Münch, Reinhard Münch, Herbert Scharmann, Katharina Scharmann und Meinrad Scheuermann für 11jährige Treue zur KaGeMuWa. Die Auszeichnung für 22 Jahre treue Verbundenheit erhielten Reiner Kistner, Edith Maier, Rolf Mechler und Willi Schwing. Seit 33 Jahren gehören Helga Grimm, Jutta Henk, Kurt Hirschner, Helmut Hört, Wolfgang Mai, Gerhard Röckel, Petra Scharmann, Manfred Schell und Arthur Stuhl zur Wassersucher-Familie und wurden für ihr verdienstvolles Wirken geehrt. Ein besonderes Dankeschön erreichte mittels der öffentlichen Würdigung Gertrud Konrad, Willi Strohmer und Fritz Vogel für 44 Jahre engagiertes Narrentreiben und als „Männer der ersten Stunde“ wurden Walter Lorenz, Bernhard Müller, Erich Pasour und Walter Schröpfer öffentlicher Dank zuteil. (L.M.)

Die Aktiven der KaGeMuWa in der Jubiläumskampagne
Tanzmariechen: Melissa Schell (Trainerin Maria Bangert, Betreuerin Sonja Schell), Minigarde: Marie Benig, Sophie Benig, Alina Bianco, Samantha Bianco, Melanie Breunig, Anna Dambach, Pia Dambach, Kim Hiller, Larissa Kistner, Magdalena Link, Svenja Lorenz, Romina Oeden, Aileen Schäfer, Alisia Scheuermann, Laura Stolz, Ronja Straub (trainiert und betreut durch Lena Kistner, Saskia Benig, Malka Hemberger). Prinzengarde: Luisa Burkardt, Jasmin Ebert, Leah Ehemann, Johanna Fertig, Nadine Gimbert, Maren Hauk, Paula Hauk, Tamara Hefner, Greta Hirsch, Anika Juszczak, Adrienne Lenz, Theresa Matz, Madlen Reichert, Lirien Sammet, Nadine Schäfer, Patricia Scharmann (trainiert und betreut durch Carina Kistner und Julia Wasner). Gemischte Schautanzgruppe: Lena Böhm, Carina Breunig, Sigrid Engelhard, Martina Fertig, Martin Fleischer, Sonja Förtig, Jürgen Friedel, Nadine Geier, Tobias Geiger, Yvonne Gentile, Verena Häfner, Christina Laub, Ingo Link, Pierre Mechler, Simone Meixner, Holger Münch, Elke Schäfer, Stefanie Throm, Sabine Villhauer, Tina Windenberger (Trainerteam: Jasmin Mechler, Stefanie Grimm und Nicole Schnorr) Wassersuchergarde: Christina Baumann, Saskia Benig, Sabrina Bönig, Elisa Bruckner, Anna DiLenarda, Sabrina Esposito, Sarah Geier, Sina Hauk, Lorena Herkert, Carina Kistner, Lena Kistner, Sabrina Schultis, Julia Wasner (Trainer-Duo Alexandra Meixner und Melanie Schork, Betreuerin Diana Reichert). Wassersucher: Norbert Münch. Wassersucher jun.: Daniel Schäfer. Wassersucherrat: Rudolf Bierl, Alfred Breunig, Bernhard Breunig, Bernhard Dambach, Christian Dambach, Klaus Dambach, Tobias Dambach, Patrick Fischer, Josef Friedel, Mario Gaibler, Edgar Galm, Peter Hofmann, Markus Hohn, Jürgen Kieser, Helmut Korger jr., Richard Korger, Alexander Link, Rolf Link, Alexander Linz, Harald Lorenz, Ralf Lorenz, Erich Maier, Rolf Mechler, Norbert Münch, Eberhard Noz, Gregor Schäfer, Stephan Schäfer, Ulrike Schäfer, Werner Schäfer, Marco Scheiwein, Paul Scheuermann, Edgar Späth jr. Iris Späth, Ralf Späth, Arthur Stuhl. (L.M.)
Die Würdenträger der KaGeMuWa in der Jubiläumskampagne
Ehrenmitglieder: Max Bösl, Josef Friedel, Roland Grimm, Gernot Hauk, Ernst Hauk, Gerhard Kistner, Helmut Korger sen., Rolf Link, Karl Alfred Linz, Walter Lorenz, Bernhard Müller, Erich Pasour, Walter Schröpfer, Arthur Stuhl. Ehrenvorsitzender: Karl-Otto Müller. Ehrenpräsident: Erich Maier. Verdienstordensträger: Gerhard Kistner, Helmut Korger sen., Walter Lorenz, Gernot Hauk, Fritz Leier, Karl Otto Müller, Rolf Link, Ernst Hauk, Josef Friedel, Wilfried Henk, Erich Banschbach, Klaus Gossenberger, Dieter Gräber, Erich Maier, Heidi Lorenz, Karl Alfred Linz, Arthur Stuhl, Maria Bangert, Lieselotte Schell, Hans Breunig, Walter Gimbert, Alfred Breunig, Richard Korger, Klaus Dambach, Natalie Scheuermann, Edgar Galm, Alexander Link, Rolf Mechler, Norbert Münch, Christa Scheuermann, Marco Scheiwein, Walter Thier, Werner Schäfer und Bernhard Dambach. (L.M.)