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"Engelsgedanken" in der Mudauer Pfarrkirche

Mudau. Engel sind für uns Menschen etwas, auf das wir nicht verzichten wollen. Bei aller Mystik sind sie doch auch real. Wie oft hört man : „Da hat mein Schutzengel Überstunden gemacht“ oder „Dank meines Schutzengels ist es noch mal gut abgegeangen“. Gerade der Schutzengel ist uns Vertrauter, Freund und Begleiter.

Von seinen „Kollegen“ las am vergangenen Sonntag in eindrücklicher Weise in der Mudauer Pankratiuskirche die Schauspielerin Sigrid Seigel, indem sie die „Engelsgedanken“ von Pater Anselm Grün zu Gehör brachte und damit deutlich machte, wie wichtig die verschiedenen Engel für uns Menschen sind. So hilft uns der „Engel der Einsamkeit“, diese positiv zu betrachten, um uns selbst darin begegnen zu können. Der „Engel der Wahrhaftigkeit“ lehrt uns, dass wir uns in der Nähe wahrhaftiger Menschen nicht verstecken brauchen. Das ist nicht notwendig, weil wir zur Wahrheit befreit sind. Als nächstes erzählte Sigrid Seigel vom „Engel der Verwandlung“, welcher als naher Mensch, als Arzt, Therapeut, Priester oder vielleicht als Kind in Erscheinung treten kann. „Diese Engel sind wahre Künstler der Verwandlung, die uns unsere eigenen Möglichkeiten, uns zu verwandeln, klar machen wollen.“ Denn dies sei notwendig für unsere Entwicklung. Wobei verwandeln nicht mit verändern verwechselt werden darf, denn „alles, was in dir ist, hat seinen Sinn“. Damit kam die Rezitatorin zu Pater Anselm Grüns „Engel der Tapferkeit“. Jeder von uns braucht diesen Engel, um das eigene Leben authentisch führen zu können. Um den Mut aufzubringen, das was man als richtig erkannt hat, konsequent zu befolgen. Denn der Tapfere steht zu sich. Das hat nichts mit Mut zu tun. Denn Mut hat man. Tapferkeit erwirbt man, und zwar jeden Tag aufs Neue, um der Feigheit entgegen zu wirken. Und schließlich sieht der Pater noch den „Engel der Ausgelassenheit“ an unserer Seite. Dieser hilft vor allem den all zu Besonnenen, ihre innere Lebendigkeit nach aussen zu transportieren und ihr zu trauen. Für das große Publikum in der Pankratiuskirche hatte sich eine Stunde lang eine wunderbare Welt der Emotionen und Hilfestellungen offenbart, die man nur als Genuss pur werten konnte. Inmitten der „Engelsgedanken“ erzählte Janina Frey das schwedische Märchen „Was ist eigentlich das Leben“ fragte der Buchfink in dem schwedischen Märchen. Und die Anworten waren vielfältig. Während die Rose darin Entwicklung sah, war es für den Schmetterling Freunde und Sonnenschein, für die Ameise Mühe und Arbeit, für die Biene der Wechsel zwischen Arbeit und Vergnügen. Der Maulwurf sah im Leben den Kampf im Dunkel, der Regen Tränen und die Wellen das Ringen nach Freiheit. Und für die Morgenröte bedeutet das Leben den Anbruch der Ewigkeit. Alle diese Erläuterungen schreien geradezu nach mehr Weitsicht, welche man mit Hilfe der zuerst genannten Engel erreichen könnte. Zudem wurden die „Engelsgedanken“ bereichert durch die musikalische Rahmengestaltung von Birthe Braun (Querflöte und Sopran) und Marco Schirk (Keyboard), die neben einem eher bewegten Stück Mozarts für Flöte und Klavier auch „An Irish blessing“ sowie die Filmmusiken „In Dreams“, „Jenseits der Stille“,, „Fly with me“ und „Wie im Himmel“ zu Gehör brachten. Initiiert hatte das ganze der Förderverein der Grund- und Haupt- mit Werkrealschule Mudau unter Leitung des 1. Vorsitzenden Gerhard Engelhard im Team mit Pfarrer Andreas Rapp, der in seiner Begrüßung betont hatte: „Ich wünsche uns allen eine Stunde, die uns zur Ruhe kommen lässt, die uns zu uns selbst kommen lässt, die uns gut tut.“ Und dem begeisterten Schlußapplaus zufolge, hatten Sigrid Seigel und ihre Mitstreiter diese Zielsetzung mit Bravour gemeistert. (L.M.)