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Pflegestützpunkt unterstützt Betroffene sehr gut

Mudau. (lm) Die Pflege von älteren Angehörigen ist seit jeher ein sehr sensibles Thema. Es gilt, die Wünsche der zu pflegenden Angehörigen und die eigenen zeitlichen Möglichkeiten irgendwie in Einklang zu bringen – und diese Balance muss dann auch noch finanziert werden können. Um Informationen für die Lösung dieser Mammutaufgabe bereitzustellen hatte der Arbeitskreis „Leben in Mudau“ (vormals Arbeitskreis Demografie) die Mitarbeiterin des Pflegestützpunkts in Buchen, Jutta Baumgartner-Kniel nach Mudau ins Restaurant „Engel“ eingeladen. Und die Referentin konnte die Erwartungen bei den Anwesenden weit übertreffen – umso enttäuschender für die Veranstalter um Hans Slama, dass die Anzahl der Besucher sehr gering war. Neben den allgemeinen Informationen zu den Leistungen der Pflegeversicherung und der Krankenkasse gab Jutta Baumgartner-Kniel ganz konkrete Hinweise. Besonders am Herzen lag ihr zum Beispiel, dass betroffene Familien sich Kostenvoranschläge besorgen. Diese bringen zwar oft keine besseren Kosten in einem geregelten Markt, aber sie erlauben eine ganz konkrete finanzielle Planung und verhindern damit folgenschwere Fehlentscheidungen. Sie wies auch mehrfach darauf hin, dass die Organisation häuslicher Pflege immer individuell und damit eine Einzelplanung sei. Generelle Annahmen scheitern oft an sehr spezifischen Details, wie z.B. der zeitlichen Notwendigkeit der Aktivitäten. Betreuung zu bestimmten Tageszeiten kann ein Pflegedienst übernehmen, bei Aktivitäten zu wechselnden Zeiten in der Nacht wird es schwierig. In diesem Zusammenhang umriss die Referentin Rahmenbedingungen der Beschäftigung ausländischer Pflegekräfte. Sie machte deutlich, dass bei allen Beschäftigungsmodellen, selbst wenn sie auf dem Papier legal sind, die einzuhaltenden arbeitsrechtlichen Vorschriften eine 24-Stunden-Betreuung nicht erlauben. Auch für diese Arbeitskräfte gelten 8-Stunden-Arbeitstage mit entsprechenden arbeitsfreien Zeiten und der Urlaubsanspruch lässt sich auch nicht „wegkaufen“. In seinem Schlusswort brachte es Hans Slama auf den Punkt: „Die wichtigste Erkenntnis des Abends ist, dass wir mit dem Pflegestützpunkt in Buchen eine Anlaufstelle haben, die uns im Bereich „Pflege“ zu allen Fragen konkrete Antworten geben kann.“