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Floristik-Ammoniten-Ausstellung in Mudau

Mudau. (lm) Wer weiß schon auf Anhieb, dass Ammoniten die inzwischen ausgestorbene, sehr formenreiche Gruppe der Kopffüßer mit gekammerten, meist spiralig eingerollten Schalen aus der Silur- bis Kreidezeit beinhalten. Und wer kommt schon auf Anhieb auf die Idee, diese künstlerisch zu verwerten.

Einen dieser eher seltenen Spezies, den Mannheimer Hendrik H. Hackl, stellte die Mudauer Gärtnerei Breunig am vergangenen Sonntag in einer harmonischen Floristik-Ammoniten-Ausstellung der breiten Öffentlichkeit vor. Hackl beschäftigt sich seit 1989 mit mineralischen und fossilen Funden. Nach seiner Ausbildung zum Zahntechniker schlossen sich Praktika in Bronzeguss, Goldschmiedekunst und Steinmetzgewerbe an. Zusätzlich besuchte er die Europäische Akademie für Bildende Kunst in Trier, um sich in Metalldesign weiter zu bilden. Eindrucksvoll liest sich die Liste seiner Ausstellungen in Kanada, Frankfurt, Wien, Hamburg, Berlin, USA, Marokko und München. Logischerweise passt Mudau im Odenwald hundertprozentig in diese elitäre Riege. Inspiriert von der Ästhetik der spiralförmigen, Jahrmillionen alten Versteinerungen, die ihm zum ersten Mal in der Marokkanischen Sahara begegneten, entstehen die ersten Schmuckarbeiten mit Gold und Silber. Hendrik H. Hackl nennt seine Idee, echte fossile und später auch mineralische Informationsträger in Skulpturen, Wand- und Schmuckobjekte einzuarbeiten „Design am Stein“. So will die Ammoniten künstlerisch aufwerten und dem Betrachter näher bringen. Selbstverständlich bildet diese Art der Kunst in den floristischen Kunstwerken der Gärtnerei Breunig eine perfekte und ansprechende Harmonie und kam zwischen Blüten und Blättern erst so richtig zur Geltung. Unser Bild zeigt den Künstler (links) mit zwei seiner Arbeiten und dem Team der Gärtnerei Breunig. (L.M./Foto: Merkle)