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Langenelz wurde zu "Buffalo City"

Langenelz. (lm) „Wenn wir hier unser Lager wieder abschlagen, soll man nicht sehen, dass wir hier zwei Wochen mit rd. 240 Personen gelebt haben“, so Camp-Pastor und Theaterverantwortlicher Werner Wolf sowie die Camp-Leiter Martin und Julia Weese von den Royal Rangers. Die Royal Ranger sind christlich orientierte Pfadfinder und die drei Stämme aus Ludwigsburg, Rutesheim und Freudenthal haben sich für ihr diesjähriges Lager für eine große Wiese am oberen Waldrand von Langenelz entschieden, die sie sehr pfleglich behandelten. „So wie wir es den Kindern vorleben, so verinnerlichen sie die Werte auch. Und das Prinzip von vorleben und Verantwortung übernehmen scheint wirklich gut zu funktionieren, denn auch ohne Besuchsanmeldung konnte man das große Lager mit den vielen schwarzen Jurten als Schlafzelte für die Teams, mit den – ebenfalls schwarz überdachten – Tischbereichen, den vorbildlichen Feuertischen zum Kochen, und den kleineren Zelten für die Mitarbeiter als richtig schmuckes Zeltdorf bezeichnen. Die sogenannten Kundschafter im Alter von 9 bis 12 Jahre und die Pfadfinder von 12 – 15 Jahre müssen einiges erlernen und bewältigen bis sie ihre Bereiche zum Schlafen, Kochen und Essen mit den rd. 700 bis 800 Holzstangen, die mit Seilen verbunden werden, korrekt aufgebaut haben. Denn diese Bereiche liegen komplett in ihrer eigenen Verantwortung. Und die nehmen die Jugendlichen offensichtlich ernst, denn Dank ihre Kreativität war sogar ein richtiger Pizzaofen aus Lehm entstanden und erfolgreich eingesetzt worden. Die Ebenfalls aus Holzstangen, Seilen und Zeltplanen gebauten Sanitäranlagen werden von den Erwachsenen aufgebaut ebenso wie das eindrucksvolle Theater im Zentrum des Lagers, wo man sich in diesem Jahr „Buffalo City“ zum Thema gewählt hat, oder die tollen Spielgeräte wie z. B. ein Riesenrad, Volleyballfeld und vieles mehr. Normalerweise treffen sich die Stämme einmal wöchentlich, doch dieses zweiwöchige Zeltlager gilt als Highlight des Jahres und dafür opfern die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter auch eine ganze Menge Urlaubstage. Das beginnt im März mit der Holzbeschaffung und ca. eine Woche vor dem Lagerbetrieb mit dem Aufbau und dasselbe nach der Lagerzeit für den sorgfältigen Abbau. Doch wie Pastor Wolf sind sich auch seine Mitarbeiter einig: „Es macht unheimlich Freude, die Entwicklung der Kinder in den Workshops, beim Theater oder den alltäglichen Arbeiten zu sehen. Und das ist jede Mühe wert“.