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Neuer Dorfplatz in Schloßau gedenkt Bruno Trunk

Schloßau. (lm) Gleich zweifachen Grund hatten die Schloßauer und der „Verein örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach“, ordentlich und vor allem würdig und in gewohnt perfekt-harmonischem Rahmen zu feiern. Entsprechend zahlreich waren die Schloßauer und Ehrengäste, darunter auch Horst Rieß vom Ing.-Büro Sack und Partner, VoBa-Prokurist Willi Müller, Bürgermeisterstellvertreter Gernot Grimm und stv. Ortsvorsteherin Tanja Schneider zum neuen und toll gestalteten Dorfplatz in der Mörschenhardter Straße gepilgert. Wie Dr. Edmund Link als Vorsitzender dieses regen Heimatvereins an diesem 1. Festanlass erläuterte, könne man außerdem auch auf den 15. Geburtstag des VöG stolz sein und diesen darum mit einer besonderen Würdigung für den Gründungsvorsitzenden Bruno Trunk verbinden. Der Verein hatte keine Kosten und Mühen gescheut, um dem leider schon 2013 verstorbenen verdienten Heimatforscher mittels eines wunderschönen und sehr passenden Gedenksteins am neuen Dorfplatz im Beisein von Gerlinde Trunk und Familie ein würdiges Andenken zu wahren. Rd. 100 ehrenamtliche oder gespendete Arbeitsstunden stecken in dem tollen Dorfplatz, für den sich neben der Vorstandschaft des VöG auch Landschaftsgärtnerin Tanja Schneider, „Erdbeweger“ Michael Nicola und als ständiger „Pfleger“ Paul Haas eingebracht haben. Im bewegenden und perfekten musikalischen Rahmen der „Fürst Pless-Bläser“ des Odenwälder Parforcehorn-Ensembles enthüllten Marianne Mechler und Walter Herkert den Gedenkstein, den Thomas Müller erläuterte als „... älter als er aussieht, gut gebraucht von Otto Trunk geschenkt, von Ralf Drolshagen gereinigt, umgearbeitet und aufgearbeitet, aus Odenwälder Sandstein. Er zeigt an der Seite ein Blatt mit Rosen am Fuß und stellt so den Bezug von Bruno und der Natur her. Trägt oben drauf ein Buch, als Zeichen für den Schriftsteller Bruno Trunk mit dem Vereinslogo des VÖG als Zeichen unserer Verbundenheit zu seiner Arbeit und als bleibendes Andenken für unseren Gründungsvorsitzenden. Er zeigt vorne drauf ein Pergament. Papiere, Dokumente und Bücher, das waren sein Leben, seine Intension und seine Berufung. Und im Pergament das Schloßauer Wappen, als Zeichen für die Verbundenheit von ihm zu seinem Heimatdorf Schloßau! Und schließlich beginnt der Text darauf mit den Worten seines Lieblingsgedichtes, geschrieben von dem Odenwälder Dichter Wilhelm Trunk, übrigens das Einführungsgedicht des Heimatbuches von Bruno Trunk!“ Er folgte der ausführliche Lebenslauf von Bruno Trunk, der vor 80 Jahre im Schloßauer Dorfteil „Schellberg“ geboren wurde. Nach der Volksschulzeit ging er ins Konfikt nach TBB und folgte dem angestrebten Lehrerberuf, in dem er sich stets weiterbildete. Seine Zulassungsarbeit zum Volksschullehrer hatte das prägende Thema „Mein Heimatdorf Schloßau in Vergangenheit und Gegenwart“ und gilt als erstes ausgearbeitetes Heimatbuch über Schloßau, erstellt in Teamarbeit mit Ehefrau Gerlinde. Und die Forschungen zu dieser Arbeit ließen den Heimatforscher nicht mehr los. Letztlich hinterließ Bruno Trunk nach knapp 50 Jahren Forschung insgesamt 34 Akten voller Geschichte, Geschichten und Geschichtchen, alle wohlbehütet im Archiv des VöG als Denkmal ihrer selbst. Für diesen historischen Nachlass dankte Archivar Müller der Familie Trunk nochmals explizit. Nachdem Bruno Trunk und Dr. Edmund Link als heutiger Vorsitzender 2002 den VöG mit damals 100 Interessierten (heute 140) ins Leben gerufen hatten wurden seitens des Vereins zunächst Bildstöcke saniert, Wanderungen durchgeführt, die Grabungen im Burggewann betreut und an markanten Stellen Informationstafeln aufgestellt. Bruno hat hierzu jeweils die historischen Grundlagen beigesteuert. Im Jahr 2007 schrieb der Heimatforscher das beliebte Buch „Auf Römerspuren in Schloßau und Umgebung!“ 2012 folgte dann endlich sein lang ersehntes Heimatbuch. Beide Projekte wurden vom VöG finanziert und nach Kräften unterstützt. Wie stolz die Schloßauer auf das Geleistete sein können, war den Dankesworten von Gerlinde Trunk ebenso zu entnehmen wie den lobenden Ausführungen der Grußwortredner für diesen passen Ort des Gedenkens, Verweilens, Innehaltens und Genießens. Dank galt den vielen ehrenamtlichen Helfern sowie den Sponsoren und vor allem den Verantwortlichen im Verein örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach für diesen toll gestalteten Dorfplatz.