Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Steinbacher Kriegerdenkmal würdevoll saniert

Steinbach. Fast unsichtbar, von einer hohen und in die Jahre gekommenen Hecke umgeben, fristete die Anlage des Steinbacher Ehrenmals in den vergangenen Jahrzehnten ein eher bescheidenes Dasein. Manch einer, obwohl er regelmäßig in Steinbach weilte, wusste nicht, dass sich ein Ehrenmal bzw. Kriegerdenkmal in unmittelbarer Nähe der Kirche befindet.

Um diesen ,,Zustand“ zu beheben hatten sich die Mitglieder des Ortschaftsrates sowie einige fleißige Helfer zusammengetan um in Eigenleistung die Anlage wieder in einen ansehnlichen und ihrem Zweck entsprechenden Zustand zu versetzen. Nachdem die Hecke samt Wurzeln beseitigt war, wurden die Gedenksteine sowie die Treppe vom Moos befreit, wobei die Steinbacher Feuerwehr mit ihrer Gerätschaft wertvolle Hilfe leisten konnte. Die Oberfläche des umliegenden Bodens wurde neu modelliert, eingesät und im hinteren Bereich neu bepflanzt. Die beiden Blumenbeete mit Rabatten sowie die Pflasterung des Treppenaufganges samt Unterbau sind so inzwischen neu entstanden. Die Neubeschriftung der eingemeißelten Namen der gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege mit echtem Blattgold stellte den Ortschaftsrat aber dennoch vor einige Probleme. Fast jede Familie war nach den beiden Kriegen mit einem oder mehreren Angehörigen direkt betroffen. Eine Wiederbeschriftung mit Blattgold der fast 1.400 Schriftzeichen scheiterte an den enorm hohen Kosten und so probierte man zusammen mit dem Künstler und Bildhauer Ralf Drolshagen verschiedene Farben aus. Gemeinsam entschied man sich letztendlich dann für eine witterungsbeständige Sandsteinfarbe die zwar dezent wirkt, aber dennoch den interessierten Besucher einlädt, das Denkmal über den Stufenaufgang aus der Nähe zu betrachten, betonte Ortsvorsteher Georg Moser. Wie Moser weiter berichtete, wurde die Anlage im Jahre 1933 installiert und auch der mittlere Stein mit den Namen sowie den Todesdaten der gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges aufgestellt. Die Abbildung im oberen Teil zeigt, ganz im Stil der damaligen Zeit, St. Georg im Kampf mit dem Drachen. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg kamen dann die beiderseitigen Gedenksteine für die gefallenen und vermissten Soldaten dieses Krieges hinzu. ,,Es macht einen schon betroffen, wenn man die bekannten Namen liest und die hohe Zahl auf den kleinen Ort umrechnet. Wir haben dieses Denkmal nicht hergerichtet um den Krieg an sich zu verherrlichen sondern als Mahnung und Erinnerung an schreckliche Zeiten“, betonte Ortsvorsteher Georg Moser. Er bedankte sich bei allen Helfern für diese Gemeinschaftsarbeit und besonders auch bei der Kolpingfamilie Steinbach, privaten Spendern, welche die Beschriftung ermöglicht hatten, bei der Gemeinde Mudau für die Übernahme der Materialkosten, der Gärtnerei Breunig und dem Bildhauer und Künstler Ralf Drolshagen für die tatkräftige Unterstützung im Dienste einer guten Sache. (L.M.)