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Echte "Dorfwirtschaft" feierte 100jähriges Bestehen

Schloßau. „Es darf nicht sein, dass es in Schloßau einmal keinen Hirschwirt mehr gibt“, diesem Herzensanliegen von Bruno Elser nachzukommen, ist seiner Witwe Thekla sowie Tochter Marianne Mechler mit Familie noch heute wichtig und man will ihr so lange wie möglich nachkommen.

Das war den Ausführungen von Marianne Mechler im Rahmen der Festlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Gasthauses „Zum Hirsch“ deutlich zu entnehmen. Namens ihrer Mutter Thekla, der „Hirsch-Wirtin“ begrüßte sie neben Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Ortsvorsteher Herbert Münkel sowie Andreas Keller und Stefan Reinhart von der Distelhäuser Brauerei und Jens Kühne von der Brauerei Eichbaum vor allem die zahlreich erschienenen Gäste neben den Schloßauer Musikanten, die unter Leitung von Cornel Eck für den richtigen musikalischen Rahmen sorgten. Offiziell eröffneten Karl und Anna Büchler am 13. September 1906 das jetzige Gasthaus „Zum Hirsch“, das über Tochter Amanda und deren Ehemann Valentin Elser an deren Sohn Bruno und Ehefrau Thekla dann im Jahr 1982 weiter gegeben wurde. Mit Hilfe von Tochter Marianne und deren Familie konnte Thekla Elser den „Hirsch“ als Treff- und Kommunikationszentrum von Schloßau bis heute weiter führen. Doch eigentlich begann die Geschichte des Traditionsgasthauses schon 1851, als der Bäckermeister Johann Adam Mechler schräg gegenüber vom heutigen „Hirsch“ ein Wohngebäude errichtet und zusammen mit seiner zweiten Ehefrau Josefine 1865 hier einen Schankraum eingerichtet hat. Als „Riesenleistung“ bezeichnete Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger den Erhalt der „echten Dorfwirtschaft“ über fünf Generationen einer Familie in einhundert Jahren. „Es ist wichtig für einen Ort, einen solchen Treffpunkt für die Bürger und die Vereine zu haben“, erläuterte das Gemeindeoberhaupt und dankte Thekla Elser, aber auch den treuen Gästen, die alle dazu beigetragen hätten, das Gasthaus „Zum Hirsch“ zu erhalten. Die Schloßauer könnten stolz sein, noch eine so einladende Wirtschaft im Dorf zu haben. Als äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreicht Dr. Rippberger den Wappenteller der Gemeinde Mudau an „Hirsch-Wirtin“ Thekla Elser. Ortsvorsteher Herbert Münkel schloss sich dieser Laudatio nahtlos an und dankte Thekla Elser und deren Familie dafür, dass sie die „Dienstleistung Wirtschaft“, deren lange Arbeitszeiten nicht immer ein Honigschlecken sind, schon so lange in Schloßau erhalten. „ Der Hirsch ist genau das, was man unter einer guten Wirtschaft versteht“ und man hoffe, dass die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit dieses Gasthaus den Schloßauern noch sehr lange offen bleiben. Diese Lob unterstrich Herbert Münkel mit der Überreichung der örtlichen Römerplakette, bevor Dr. Rippberger zusammen mit Andreas Keller und Stefan Reinhart von der Distelhäuser Brauerei die zweitägige Geburtstagsfeier des Gasthaus „Zum Hirsch“ mit dem Anstich des Festbieres offiziell eröffneten. (L.M.)