Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Pfarrer Andreas Rapp feiert Silbernes Priesterjubiläum

Mudau. „Fürchte Dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du bist mein“, dieser Vers aus Jes. 43, 1b wurde Pfarrer Andreas Rapp vor 25 Jahren zur Priesterweihe „verliehen“. Nicht ohne Grund, denn er beschreibt auch ein gutes Stück weit die Einstellung des Jubilars zu seinem Glauben, zu seinem Gott.

Es war schwierig, in der Mudauer Pfarrkirche St. Pankratius am vergangenen Sonntag noch einen Platz zu ergattern, denn die große katholische Kirchengemeinde zeigte „ihrem Geistlichen“ ihre Hochachtung und Wertschätzung auf sehr persönliche Art. In Begleitung zahlreicher Fahnenabordnungen und zu den Klängen des Mudauer Musikvereins unter Dirigent Ralph Müller zog Pfarrer Rapp zusammen mit den Ministranten und seinen Mitzelebranten in die Kirche ein. „Eucharistie heißt Dank sagen, und dafür habe ich Grund genug an meinem 25. Priesterjubiläum. Allein für Gottes Präsenz, die so spürbar meinen bisherigen Weg bestimmt hat. Aber auch für unsere Gemeinschaft, die ich in Mudau seit nunmehr 14 Jahren begleiten darf“, begrüßte Pfarrer Rapp die Gemeindeglieder und die befreundeten Priester, darunter Pfarrer Rudolf Bschirrer, Pfarrer Stanislaus Zylinski und als Festredner Kaplan Arul Lourdu, der seiner Predigt den entschuldigenden Ausspruch eines Gläubigen ohne Priesterambitionen „das Leben lockt“ zugrunde legte. Nach seinen Ausführungen hat Andreas Rapp gerade dieses Leben gelockt. Ein Leben in Gottes Händen, voll Lebensfreude und Stabilität. Wie sein Namensvetter, der Hl. Andreas, sei auch der Jubilar durch Jesu überzeugt worden, noch bevor er ihn kannte. Er wurde vom Suchenden zum Pilgernden, ganz nach dem Motto: „Er kam, sah und blieb“. Er selbst, habe, so Arul Lourdu weiter in seinen Ausführungen, habe Mudau im Jahr 2000 als erste deutsche Gemeinde kennen und Andreas Rapp ob seiner freundlichen Präsenz schätzen gelernt. Der Jubilar war zwei Jahre nach seiner Priesterweihe für zehn Jahre als Pfarrer in Obersäckingen, bevor er vor 14 Jahren nach Mudau kam. Andreas Rapp bringe die besten Voraussetzungen für das Priestersein mit, denn er trage alles, was er habe zu Jesu und genieße nicht nur das „Zuckerschlecken“ seines Berufs, sondern trage auch die anstrengenden und mühsamen Seiten der Berufung ohne zu klagen mit großer Lebensfreude. Das grandiose und kurzweilige Rahmenprogramm des Festgottesdienstes war ein Ausdruck der Wertschätzung für den Jubilar. Neben dem Musikverein, sorgten die Kirchenchöre der Gesamtgemeinde Mudau ebenso für einen würdigen musikalischen Rahmen wie die junge Band mit so moderneren Klängen wie „Jesus Christ you are my life“ oder „I will follow him“, sowie die Kindergartengruppen mit „Wünsche schicken wir wie Sterne“. Doch als dann die unglaubliche Stimme von Jutta Hauk, begleitet von ihrem Mann Clemens, mit dem Stück „Von guten Mächten“ erklang, hatten nicht wenige und ganz besonders der Jubilar Tränen der Rührung in den Augen. Und diese versiegten auch bei der anschließenden Feier in der voll besetzten Odenwaldhalle nicht so schnell. Denn die Zahl der Grußwortredner und ihre „Laudatien“ stellten Andreas Rapp vor die große Prüfung: „Wie viel Lob kann ein Mensch ertragen“. Als Vertreter der Gemeinde beschrieb Gemeinderat und Ortsvorsteher Georg Moser den Jubilar als einen Hirten, der nicht unbedingt seinen Kopf durchsetzten müsse, aber doch seine festen Prinzipien habe. Als einen Seelsorger, der seit 14 Jahren in vier Kirchen Gottesdienst hält und mit Mudau, Langenelz, Donebach, Mörschenhardt und Ernsttal, Steinbach, Rumpfen und Stürzenhardt sieben Ortsteile betreue und dabei Wert auf ein gutes und entspanntes Verhältnis sowohl zur politischen Gemeinde als auch zu den Bürgern lege. Diesen lobenden Worten schlossen sich Ulli Schäfer für die Vereine, Andrea Thier für die Frauengemeinschaft, die neue evangelische Pfarrerin sowie die Ministranten und die Kommunionskinder nahtlos an. Schwung und Stimmung brachte dann Pfarrer Schoisengeyer aus Hettingen in die Grußrednerrunde, denn auf seine humorvolle Art gab er so einige „Anekdötchen“ um seinen Studienkollegen Rapp zum besten. Für ein unterhaltsames Rahmenprogramm sorgten neben der Mudauer Trachtenkapelle, teilweise dirigiert durch Kaplan Arul Lourdu, die Kindergartenkinder mit ihrem Auftritt und mit ihren Luftballons, von denen jeder für einen guten Wunsch zugunsten ihres Pfarrers stand. Und diesen Riesenpulk an guten Wünschen ließen die Kids zusammen mit dem Jubilar vor der Halle in den Himmel steigen. (L.M.)