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VfR-Sportheim wurde zum "Pub"

Scheidental. (lm) Der Erfolg der zweiten Scheidentaler Irish Folk—Nacht überwältigte vor allem die Organisatoren aus dem Förderverein des VfR. Es gab kaum mehr einen Stehplatz in dem zum Irish Pub umfunktionierten Sportheim und die Stimmung war schlichtweg bombastisch. In dem eigens kreierten irischen Ambiente mit gemütlichen Sofaecken, aber auch unterhaltsamer Steh-Bier-Atmosphäre bei guten Zigarren, echtem Guinness und anderen irischen Bieren vom Fass oder traditionellem Whisky und vor allem bei dem akustischen Genuss, den die „Heebie-Jeebies“ gestalteten, hatten die Gäste kein Problem, die Sperrstunde eines normalen irischen Pubs um einiges zu überschreiten. Wie dem Background der Band mit Martin „Mike“ Müller, Michael „Mikel“ Pascuzzi, Tina Czemmel-Zink und Franz Lechner zu entnehmen war, bedeutet “It gives me the heebie-jeebies” in etwa “Dabei bekomme ich eine Gänsehaut” und beschreibt ein Grundgefühl der vier Musiker wenn sie ihre Musik machen. Denn die irischen Songs, Chantys, Balladen, Jigs, Reels und Polkas gehen unter die Haut und so manches Lied sorgt für jede Menge Gänsehaut. So entstand der Name „Heebie-Jeebies“. Obwohl die drei erst Genannten bereits seit vielen Jahren befreundet sind und auch zusammen Musik machen, entstand die Idee, sich intensiv mit Irish Folk zu beschäftigen, erst Anfang 2011 und war ursprünglich wohl als einmaliges Event gedacht. Doch glücklicherweise kam es anders, denn schon während den Proben entdeckten die drei ihre Leidenschaft für diese Musikrichtung und beschlossen weiterzumachen. Um das Programm auszubauen und abzurunden suchten sie dann nach einem Melodieinstrument. Franz Lechner, der seit Mai 2014 bei den Heebie-Jeebies spielt, ist somit das "jüngste" Mitglied und verleiht der Musik mit seiner Geige das gewisse Etwas. Als studierter Musiker schafft er es, zu jedem Stück die passenden Töne zu finden, und so begeisterte das quirlige Quartett auch dieses Mal wieder sein Scheidentaler Publikum, das überwiegend den jeweiligen Takt mit dem Fuß mitwippte, und zwar gleichmaßen im Stehen wie im Sitzen. Mit Gesang, Gitarren, Mundharmonika, Bodhran, Cajon, Tambourin, Shake-Ei und Geige präsentierten die vier Musiker ein ebenso mitreißendes wie abwechslungsreiches Programm mit Gesangsstücken wie "Whiskey in the jar", „Black is the color“, "Johnny I hardly knew ye", „Back home in Derry“, „Lord of the dance“, „Siul a ruin” (ein Lied in gälischer Sprache) und natürlich dem für Irland typische „Molly Malone“. Aber auch die Instrumentals kamen in einer gelungenen Mischung wie versprochen, nicht zu kurz: ob langsam, schwungvoll und mitreißend oder einer Mischung aus beidem – das Gänsehautfeeling war immer garantiert.