Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Radfahrevent und Räubertheater in Mudau

Mudau. Mudau wäre nicht Mudau, und Hans Slama wäre nicht Vorsitzender des dortigen Heimat- und Verkehrsvereins, würde man sich mit einer „einfachen“ Stern-Radfahrt in die Odenwaldgemeinde zufrieden geben. Denn hier ist es Usus, den Gästen ein Rahmenprogramm zu bieten, bei dem für wirklich jeden Geschmack etwas zu finden ist.

Also suchte und fand man Partner, die diesen Ansprüchen für die Radfahrer aus dem Bayerischen Odenwald, aus dem Madonnenländchen (Buchen und Walldürn) sowie aus dem Bauland (Mosbach) genügten. So waren neben einem Infostand der Gemeinde auch die TGO und der Geopark mit auskunftsfreudigen Mitarbeitern vertreten. Darüber hinaus stand ein Team des Steinbacher Hochseilgartens „eventure park“ mit dem sogenannten Marterkamin parat, um kletterfreudige Gäste sicher in die Lüfte und zurück zu bringen. Albert Ullrich von der Verkehrswacht Buchen sowie die Polizeibeamten Volker Hermeth und Fridolin Schulz zeigten sich überaus zufrieden mit der Resonanz auf ihr Fahrradturnier. Und die Auswertung der Beurteilungsbögen brachten folgende Sieger zutage. In der Gruppe 6 bis 8 Jahre belegte Antonia Schölch den 3. Platz hinter Tom Gericke auf Platz 2 und Rosa Frankhauser auf dem Siegerpodest. In der Gruppe von 9 bis 15 Jahren holte sich Frank Ensmann den Siegertitel vor Arjend Hoti auf dem 2. und Nico Schell auf dem 3. Platz. Das DRK informierte, war aber auch jederzeit abrufbar bei eventuellen Crashs, und die AOK fungierte an diesem Sonntag einmal als Apfelspender. Fürs Auge umrahmte eine Skulpturen-Ausstellung mit Holz-Exponaten von Georg Ott und Stein-Exponaten von Bernd Scheiwein das Gelände um den Mudauer Bahnhof und für eine zügige Bewirtung sorgte das Team vom HVV. Doch damit nicht genug, präsentierte der vereinseigene Tanzkreis unter Leitung von Walter Krey einige sehenswerte Volkstänze und die Gruppe der Spinnfrauen bereicherte das Event mit ihrem kompletten Programm vom Kämmen der Wolle über das Spinnen bis hin zum Endprodukt. Und um Rüdiger v. Bergmann hatte sich Theatergruppe gebildet, die das authentische „Ende der Hölzerlips“ überzeugend darstellte. Bei so viel Attraktionen konnte noch nicht einmal der Wettergott die Veranstaltung sprengen. Und so fand sich doch eine beachtliche Zahl an Radlern sowie eine große Wandergruppe aus Eberbach um die Mittagspause am Mudauer Bahnhof ein, wo sie durch Landrat Dr. Achim Brötel höchst persönlich begrüßt wurden. Dieser lobte das Durchhaltevermögen der Radfahrer ebenso wie den rührigen Heimat- und Verkehrsverein mit Hans Slama an der Spitze und die ideenreiche Gemeindeverwaltung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger. Größte Hochachtung hatte der Landrat vor der kleinen Lena Trabold, die mit ihren fünf Jahren als jüngste Teilnehmerin den ganzen Weg von Walldürn und auch wieder zurück bewältigt und damit eine ganz beachtliche Leistung vollbracht hatte. (L.M.)