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Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann im Amt

Mudau. „Ab heute sind wir gemeinsam unterwegs in dem großen Abenteuer mit Gott. Ich bin gespannt darauf“, so die neue evangelische Pfarrerin in Mudau, Renate Seraphin-Hohmann am Ende ihres Einführungsgottesdienstes, der unter der musikalischen Rahmengestaltung des Schefflenzer Posaunenchors und des Organisten Thomas Schneider als durchaus gelungen bezeichnet werden konnte.

Es ist wohl auch eine Besonderheit von Mudau, dass die evangelischen Geistlichen in der wunderschönen katholischen Pfarrkirche eingeführt werden, und so war die Begrüßung durch die katholische Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andrea Thier und den evangelischen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Andreas Sigmund als bestes Beispiel für funktionierende Ökumene zu werten. Letzterer betonte die große Freude der evangelischen Christen über das unerwartet schnelle Ende der Vakanz und über die schon jetzt harmonische Zusammenarbeit mit der neuen Pfarrerin. „Sie werden hier gebraucht, denn es warten sehr viele Aufgaben auf sie!“ Gleichzeitig gab Sigmund seiner Hoffnung Ausdruck, dass Renate Seraphin-Hohmann bereits in den vergangenen fünf Wochen gespürt hat, wie gern man sie und ihre Familie in Mudau aufgenommen habe. „Zur Pfarrerin in Mudau wurde Renate Seraphin-Hohmann mit Wirkung zum 16. April durch den Landesbischof berufen, auf dass sie dem Herrn die Wege bereite im Vertrauen darauf, dass sie im Dienste Jesu Christi steht“, verlas Dekan Dirk Keller aus der Einführungsurkunde. Er betrachtete als Hauptaufgabe der neuen Pfarrerin, den Menschen Mut zu machen, ihren Weg zu finden. Ihr 1. Beruf als Sozialarbeiterin, wo sie bereits gelernt habe, zuzuhören, dürfte dabei eine große Hilfe sein. Gleichzeitig verglich Keller sie mit dem Playmo-Bauarbeiter mit den zwei Schaufeln. Die erste Schaufel, um dem Herrn die Wege zu den Menschen zu bereiten, die zweite für den Wegebau zu den Quellen unseres christlichen Glaubens. Dabei müsse sie in Mudau keine Vorreiter-Rolle einnehmen, denn hier sei die Baustelle schon lange eingerichtet und tatkräftige Hilfskräfte vor Ort. Unterstützung sei außerdem in der 2. christlichen Baustelle, der katholischen Kirchengemeinde, zu finden. Das habe die Vergangenheit gezeigt. „Doch die wichtigste Hilfe kommt von Jesu Christi und aus ihrem Glauben. In diesem Vertrauen wird Renate Seraphin-Hohmann im Rahmen dieses Gottesdienstes als Pfarrerin eingeführt“. Gleichzeitig wurde sie in ihrem neuen Amt durch Dekan Dirk Keller und alle Pfarrgemeinderatsmitglieder eingesegnet. „Ich bin ganz erschlagen von so viel Zuwendung und Segen, die mir zuteil wurden“ bedankte sich die neue Pfarrerin für den schönen Gottesdienst. Mudau sei ihre erste Pfarrstelle. Daher sei wirklich alles neu für sie, und sie wisse noch nicht, welche Gaben ihr mitgegeben wurden, welche Türen sich öffnen werden. Doch es sei ihr eine besondere Freude, dass als erstes die Tür von St. Pankratius für sie geöffnet worden sei. Und in diesem Sinne wolle sie die gelungene Arbeit der Ökumene fortsetzen. „Es ist etwas ganz Besonderes, wenn eine evangelische Pfarrerin in einer katholischen Kirche eingeführt wird und dann auch noch im katholischen Pfarrsaal ihre Gäste begrüßen darf“. Das erfordere ein besonderes Dankeschön an den katholischen Kollegen. Die Predigt von Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann handelte von Glaubenskrisen, die sich immer wieder einstellen können, und von der Kraft der Gebete, die unsere Tür zu Gott seien. „Gott geht mit ohne sein Geheimnis zu lüften“, doch er lasse sich nicht zwingen. Er werde auf unsere Fürbitten dann antworten, wenn er es will. Davon zeigte sich Renate Seraphin-Hohmann überzeugt, und das scheint ihr „Abenteuer mit Gott“ zu sein, zu dem sie ihre Gemeindeglieder einlud. Beim anschließenden Empfang im katholischen Pfarrsaal wurde noch einmal deutlich, wie sehr sich die Mudauer auf die neue evangelische Gemeindeführung gefreut hatten. Hier brachten auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, zahlreiche Pfarrkollegen aus der Umgebung sowie Christen beider Konfessionen bei Kaffee und Kuchen der neuen Pfarrerin die offiziellen Willkommensgrüsse entgegen. (L.M.)