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"Der Holzmarkt hat sich total verändert"

Scheidental. (lm) Zur Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Limes Odenwald konnte sich der 1. Vorsitzende Frank Meixner über ein „volles Haus“ im Sportheim des VfR Scheidental, und damit über das Interesse der Mitglieder und von Ortsvorsteher Klaus Schork freuen. Nachdem man des kürzlich verstorbenen Reisenbacher Ortssprechers Alfons Münch gedacht hatte, wurde im Bericht von Frank Meixner die besorgniserregende Situation im Wald durch Trockenheit und Käferbefall und zur Zeit wieder fallende Holzpreise deutlich. „Es ist erschreckend, wie sich der Holzmarkt anhand der Weltwirtschaft entwickelt.“ Aufgrund der Pandemie konnten nur 5 Vorstandssitzungen in den vergangenen drei Jahren durchgeführt werden, alles Weitere wurde seit 2019 telefonisch oder online geklärt. Das bestätigte auch Geschäftsführer Mario Brenneis, der trotz aller Schwierigkeiten drei positive Geschäftsberichte ablieferte, die ebenfalls Pandemiebedingt 2019/2020 von Frank Meixner, Mario Brenneis und Friedbert Schäfer, 2020/2021 und 2021/2022 von Stefan Schölch und Klaus Benig vorgenommen und jedes Mal auch für einwandfrei befunden worden waren. Entsprechend einstimmig fiel auch die Entlastung seitens der Mitglieder auf Antrag von Markus Link aus. Auf allgemeinen Wunsch wurde der Punkt „Verschiedenes“ vorgezogen, in dem der Vorsitzende erläuterte, das Forstschutzmaterialbedarf bei Revierleiter Michael Schwarz bestellt werden könne und Sammelanträge bei Mario Brenneis eingehen können, der sich auch über Wünsche, Anträge und Verbesserungsvorschläge freuen würde. Weiter erfuhren die Mitglieder, dass das Angebot der Bundeswaldprämie von über 80 Prozent der FBG Limes Odenwald-Mitglieder beansprucht worden sei. Frank Meixner und Friedbert Schäfer berichteten von der Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaften in Hettingen, dass vor allem die mangelhafte Holzabfuhr das große Thema gewesen sei, worauf Herr Desiere angeboten habe, dass Reklamationsmails unter Angabe der Holzlistennummer und innerhalb von drei Tagen beantwortet würden. Ein dringender Wunsch der Mitglieder war Preissicherheit für den Waldbesitzer durch Verkauf wieder frei Wald und Gefahrenübergang 14 Tage nach Einweisung auf Vertrag. Die darauf folgende Diskussion endete mit dem Fazit, sollte sich das pro cedere der Holzabfuhr bzgl. Koppelung Holzauszahlungspreis mit Werksvermessung, verspäteter Geldeingang, liegenbleibende Restmengen im Wald - nicht ändern, müsse man zusehen, dass das Holz anderweitig verkauft wird. Friedbert Schäfer erklärte sich bereit, diesen Punkt bei Jörg Puchta als Leiter der unteren Forstbehörde zu besprechen. Bei einer Rückkehr zur Vermarktung durch den Kreis wäre ein Zusammenschluss von Main-Tauber-Kreis, Rhein-Neckar-Kreis und Neckar-Odenwald-Kreis von Vorteil für die Marktfähigkeit. Nach einer Satzungsänderung, die von Michael Schwarz vorgestellt und vor Durchführung der Neuwahlen beschlossen wurde, weil Frank Meixner aus beruflichen Gründen nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stand und man ein Dreigestirn zur Führungsspitze wählen wollte, wurde unter Wahlleitung von Klaus Schork folgende Vorstandschaft einstimmig gewählt. Gleichberechtigtes Vorstandsteam Michael Haas, Markus Link und Michael Schwarz, Geschäftsführer Mario Brenneis, Beiräte Thomas Banschbach und Friedbert Schäfer. Mit einem passenden FBG-Präsent verabschiedete Michael Schwarz nach fast 13 Jahren Frank Meixner aus dem Vorstandsamt, der allen Wegbegleitern – vor allem Friedbert Schäfer dankte. In seinem Grußwort bestätigte auch Ortsvorsteher Schork, dass sowohl Gemeinde- als auch die Ortschaftsverwaltungen großes Interesse an einem gut funktionierenden Verkaufssystem hätten. Außerdem sprach er noch einmal die Holzabfuhr und die damit verbundene Verschmutzung beim Abholen von Holz an Verkehrsstraßen an sowie die Schäden, die nicht ortskundige Fahrer durch nicht Berücksichtigung von Verkehrsführungen anrichten. Aufgenommen wurde auch die Werbung von Albrecht Trunk zur Erhöhung der Aufwandsentschädigung der Vorstandsmitglieder, die sich überdurchschnittlich für alle Waldbesitzer einsetzen. Auf Fragen nach Holzpreisen und derzeit gesuchte Holzsorten und -längen konnte Michael Schwarz zufriedenstellend antworten und Markus Link konnte die sehr informative Versammlung nach zweieinhalb Stunden schließen.