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Besucher bestaunten "Norwegische Rettung" in Schloßau

Schloßau. (lm) „Das war absolut professionell und perfekt“, so Eckhard Schwäch von der Opel-Werkfeuerwehr als einer der es wissen muss nach der Schauübung „Rettung auf norwegische Art“ im Rahmen der Feierlichkeiten zur Fahrzeugweihe in Schloßau. Dieses dicke Lob galt den Freiwilligen Feuerwehren von Schloßau/Waldauerbach und Kirchzell, die in kooperativem Zusammenspiel mit zwei Kollegen von der Opel-Werkfeuerwehr in Rüsselsheim und dem Ausbildungsleiter der Berufsfeuerwehr Stuttgart demonstrierten, was sie bei einer Schulung auf Initiative ihres ehemaligen Mitbürgers und jetzt in Norwegen beheimateten Norbert Ziegeler gelernt haben. Norbert Ziegeler gehört in Norwegen den Flightnurses an und weiß daher wie wichtig schnelle Bergung Schwerstverletzter ist. Wie Brandinspektor Patrick Förgg von der Werkfeuerwehr der Adam Opel AG als Moderator der Übung erläuterte, war die Entwicklung der schnellen Bergung – durchschnittlich 7 Minuten - gerade für das großflächige Norwegen besonders wichtig. Denn hier benötigen die Rettungskräfte aufgrund der Entfernungen mehr Zeit bis zum Unfallort als in Deutschland, außerdem ist die Feuerwehr nicht so dicht vertreten. Bei dem in Schloßau angenommenen Unfall war es zu einer heftigen Kollision zwischen einem Fahrzeug und der großen Egge eines noch größeren Traktors gekommen. Zwei Personen waren im vorderen Bereich des Fahrzeugs eingeklemmt. Zwei Sanitäter in Schutzkleidung waren zuerst vor Ort, verschafften sich über den hinteren Bereich des Wagens Zutritt, um die Verletzten zum einen im Fahrzeug so gut wie möglich zu stabilisieren und mit Folie vor Glassplittern zu schützen und mit im Fahrzeug zu bleiben. Daraufhin wurde der Unfallwagen mit einem Feuerwehrfahrzeug auf die Straße bzw. einen gut zugänglichen freien Platz gezogen. Von beiden Seiten wurden Spezialketten zu Feuerwehrfahrzeugen angebracht und daraufhin mit hydraulischen Scheren die sogenannt Fahrraumschutzzone zerstört, worauf beide Feuerwehrfahrzeuge ihre Seilwinden aktivierten und so den Fahrgastraum regelrecht „aufklappten“. Die Bergung der Verletzten war nun ein Leichtes. Die ganze Aktion von der Alarmierung bis zum Abtransport der „Verletzten“ dauerte knapp zehn Minuten, die Bergung selbst lag sogar unter dem Durchschnitt und wurde mit großem Beifall der unzähligen Beobachter – unter anderem von zahlreichen interessierten Feuerwehrleuten der Region – belohnt.