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Schloßau. Es ist ein guter Brauch im Odenwald, besondere Veranstaltungen – und im Odenwald sind alle Veranstaltungen besonders – stehend mit der badischen Nationalhymne zu beschließen.

Diesen Brauch pflegt man auch beim Schloßauer Männergesangverein, der unter Mitwirkung von vier Gastchören zu seinem traditionellen Liederabend am Vorabend des 1. Advent eingeladen hatte. Schriftführer Joachim Gornik, der in gewohnt versierter Weise durch das Programm geführt hatte, bedauerte zwar, dass auch dieser 33. Liederabend im 88jährigen Bestehen des MGV Schloßau wieder einmal hauptsächlich eine Konzertveranstaltung von Chören für Chöre geworden war, doch so wenige „unbedarfte“ Zuhörer waren es gar nicht, die den Schloßauer Chorgesang würdigten. Unter ihnen begrüßte der 1. Vorsitzende Alfred Roos besonders Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Herbert Münkel, Rektor Ernst Hauk, Egbert Fischer als Vorsitzenden des Sängerkreises sowie eine große Abordnung des Gesangvereins Mudau in der Schlossauer Turnhalle. Als Mitwirkende konnte Alfred Roos den Gesangverein „Eintracht“ Götzingen mit seinem gemischten Chor und den „GetSingers“ unter Leitung von Regina Rein willkommen heißen, außerdem den Gesangverein „Cäcilia“ Lützel-Wiebelsbach unter Stabführung von Ina Traube, den „Jazz-Chor Schloßau“ als ganz besonders treuen örtlichen Klangkörper unter Dirigent Werner Scheuermann sowie seines Sangeskollegen vom MGV „Harmonie 1921“ Schloßau unter musikalischer Leitung von Ina Traube. Zusammen flochten diese Chöre einen Adventskranz, bei dem die getragene traditionelle Weihnachts- und Chormusik das grüne Gerüst bildete, mit den modernen Christmas-Tönen die Kerzen angingen und durch die flotten Lieder des 2. Programmteils die Glitzerdeko angegangen wurde. Alles in allem ein Abend, der so rund war wie der Adventskranz. Während der gastgebende Männergesangverein Schloßau seine Vielseitigkeit mit leisen getragenen Stücken wie „Weihnachtszauber“, „Über den Sternen“, „Von fern klingt leise eine Melodie“ bzw. „Agnus Die“ oder den langjährigen Hits „Butterfly“ oder „Ihr von Morgen“ unter Beweis stellte, brachte der Gemischte Chor von Götzingen eine beachtliche Klangfülle mit den Stücken „Wieder naht der heil’ge Stern“, „Wieder ist Weihnachtszeit“, „Musika, die ganz lieblich Kunst“ oder „Möge die Straße uns zusammenführen“. Am Klavier begleitet wurden sie dabei von Jürgen Lehn. Der Gesangverein „Cäcilia“ Lützel-Wiebelsbach brachten neben dem bekannten „Trommellied“, „In nächtlicher Stille“ und der rufenden Abendglocken, die „Freude am Leben“ und den „Zauber der Musik“ zu Gehör. Der Jazz-Chor Schloßau brillierte mit „Meine Zeit steht in deinen Händen“ und „Somebody’s Knocking“ ebenso wie mit „Mexico“ oder den „Top of the world“. Instrumental unterstützt wurde er dabei von Katrin Fleischmann an der Flöte, Victor Reindl und Lena Baier an den Gitarren sowie Nadine Link am Keyboard. Ebenso peppig präsentierten sich die „GetSingers“ mit den Liedern „Wir freuen uns, es ist Advent“, „Lord of the dance“, „I don’t know how to love him“ und dem pfiffigen „Kriminal-Tango“. Als musikalischer Schlusspunkt fügten sich der MGV „Harmonie“ 1921 Schloßau und der GV „Cäcilia“ Lützel-Wiebelsbach zum sogenannten „Ina-Traube-Chor“ zusammen, der bereits in Lützelbach seine Feuertaufe bestanden hatte. Unter der gewährten Leitung der gemeinsamen Dirigentin, die in Schloßau bereits seit 10 Jahren den Taktstock schwingt, brachte diese besondere Klang-Konstellation „Grünet die Hoffnung“, „Agnus Dei“ und schließlich „Oh wie schön ist deine Welt“ in dem Chor „Im Abendrot“ zu Gehör. Bürgermeister Dr. Rippberger gab in seinen Grußworten seiner Freude über die hörbare „Freude am Gesang“ Ausdruck, Ortsvorsteher Herbert Münkel dankte den Verantwortlichen für die Ausrichtung dieser traditionellen Veranstaltung und Egbert Fischer sprach sich in seiner Funktion als Sängerkreisvorsitzender für die Vorzüge des Chorgesangs aus: „Singen kennt keine Grenzen, es macht Spaß, ist gesund und fördert den Gemeinsinn“. Das alles habe man an diesem Liederabend in Schloßau erleben können, darum richtete sich auch sein Dank an Organisatoren und Ausrichter der Veranstaltung. (L.M.)