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Interessante Zeitreise in die Mühlenidylle

Mudau. Bereits zum 10. Mal beteiligte sich die Müller-Familie Scharmann aus dem Ünglertsgrund mit ihrer noch gängigen „Riesenmühle“ am Deutschen Mühlentag, der seit 14 Jahren am Pfingstmontag stattfindet. Der Dauerregen wie in diesem Jahr machte allerdings eine Premiere aus der beliebten Veranstaltung.

Doch wie meinten die Scharmanns so treffend: „Bei Sonnenschein kann jeder feiern“. Nach diesem Motto liefen die Vorbereitungen am Forellen-Räucherstand, in der Küche sowie beim „Getränke-Depot“. Man war für den Ansturm – auch aus dem Mudauer Sommerprogramm unter dem Motto „Es klappert die Mühle am Mudbach“ gerüstet. Und das war gut so. Denn Geopark-Experte Christoph Müller brachte auf einer zünftigen Wanderung mit immerhin rund 30 Teilnehmern die Gruppe von Mudau aus zunächst über den Golfplatz, dann durch das Waldgebiet Neuhof, durch den Ortsteil Donebach bis zum Ünglert in den Riesenmühlenhof. Hier erwartete die Gäste zunächst eine exklusive Führung mit dem Geopark Vorort-Begleiter Herbert Scharmann durch die Riesenmühle. Ein trockener Platz im Zelt und alles, was der Magen so begehren könnte, erfreute anschließend die vornehmlich aus dem Rhein-Neckar-Raum stammenden Gäste. Und nach den kulinarischen Köstlichkeiten sorgte Herbert Scharmann bei den Besuchern für informative Mühlen-Kost. Sein Wissen über das Mühlenwesen im Odenwald wurde durch die praktischen Erfahrungswerte in Sachen „vom Korn zum Brot“ seiner Eltern Franz und Magdalena Scharmann kurzweilig ergänzt.
Ganz sicher endete an diesem Tag keiner der Besucher wie die Lausbuben Max und Moritz. Da passte trotz Regenwetter eher das idyllische Bild von der klappernden „ Mühle am rauschenden Bach“. Selbst wenn es auf die Riesenmühle derzeit nicht so ganz zugeschnitten ist. Doch das wird sich hoffentlich bald ändern. Denn ganz im Sinne der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung, die es sich mit dem Deutschen Mühlentag zur Aufgabe gemacht hat, das technische Kulturgut „Mühle“ zu erhalten und zu bewahren, hat die Familie Scharmann die Einnahmen aus den bisher zehn Mühlenfesten in die Rücklagen zum Kauf eines neuen Mühlrades fließen lassen. Und dann heißt es wieder ganz zu recht: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“. (L.M.)