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Kapelle Oberscheidental liebevoll restauriert

Scheidental. Nach der Instandsetzung der Kapelle mit dem Kriegerdenkmal Unterscheidental hatte sich der Ortschaftsrat Scheidental für das Jahr 2006 zum Ziel gesetzt , an der Kapelle Oberscheidental in der Reisenbacher Straße verschiedene Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen.

Es ging dabei insbesondere um die Erneuerung der Dacheindeckung sowie um Malerarbeiten im Inneren und Äußeren der Kapelle. Nachdem die Maßnahme bis auf „Kleinigkeiten“ abgeschlossen ist, konnte Ortsvorsteher Klaus Schork in der letzten Sitzung des Ortschaftsrates von einer insgesamt gelungenen Maßnahme berichten. Sie wurde in enger Abstimmung mit der Gemeinde und zahlreichen Eigenleistungen von Scheidentalern Bürgern durchgeführt. Der Erhalt der Kapelle war dem Ortschaftsrat ein wichtiges Anliegen, ist sie doch ein Bestandteil des Ortes, die zu verschiedenen kirchlichen Anlässen immer wieder aufgesucht wird. So wird an der Kapelle jedes Jahr mindestens eine Maiandacht abgehalten. Ferner ist sie immer ein Station bei der Fronleichnamprozession, zu der dann auch jährlich ein schöner Blumenteppich durch die Frauengemeinschaft Scheidetal hergerichtet wird.

Kapellen haben aber auch nicht nur neuzeitlich ihren Sinn und ihre Bedeutung , sondern insbesondere zu dem Zeitpunkt als sie errichtet worden sind. Sehr deutlich zu erkennen und gut lesbar steht über dem Kappelleneingang im Sandstein sowie auf der Vorderseite des Altars im Inneren des Gebäudes die Jahreszahl 1765. Weitere Angaben und Daten über den Grund der Errichtung findet man im Inneren der Kapelle. Dort ist auf der Vorderseite des Altars ein Text vorhanden, von dem man die Entstehungsgeschichte ableiten kann. „Gott zu Lob hat ANTONIUS LENTZ zu O-SCH=(Oberscheidental) und A(vermutlich Anna) M(Maria) S(seine) Ehefrau dieses machen lassen“. Die Familie Lentz wohnte auf dem in der Nähe der Kapelle befindlichen Anwesen, das jetzt im Besitz der Familie Erna Schäfer ist. Die Nachkommen der Familie Lentz haben sich auch immer um den Erhalt der Kapelle bemüht.

Erzählt wird zur Entstehungsgeschichte der Kapelle, dass an diesem Ort mit einem Fuhrwerk ein Unfall passiert ist und es dabei zu keinen größeren Verletzungen und einem Todesfall gekommen ist. Aus Dankbarkeit dafür(„Gott zum Lob“)haben dann Antonius Lentz und seine Ehefrau Anna Maria diese Kapelle errichtet. Die für die Errichtung der Kapelle benötigten Steine stammen vermutlich vom früheren Dorf Galmbach. Am hinteren Giebel steht in einer Nische die Heiligenfigur vom St. Antonius. Der Hl. Antonius ist einer der bekanntesten und beliebtesten Heiligen der Welt. Er ist der Patronat für verlorene Sachen. Vermutlich besteht aber zwischen der Heiligenfigur an der Kapelle und dem Erbauer der Kapelle Antonius Lentz durch den gleichen Namen ein Zusammenhang.

Mit den durchgeführten Instandsetzungs-Maßnahmen ist es gelungen den Erhalt der Kapelle zu sichern und sie für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Diese vorbildliche Gemeinschaftsleistung wurde von Ortsvorsteher Klaus Schork in der Sitzung des Ortschaftsrates am Montag, dem 27. November 2006 lobend erwähnt. Gedankt wurde den an der Maßnahme beteiligten Scheidentalern Bürgern, besonders Herrn Hubert Böhle für die durchgeführten Malerarbeiten im Inneren und Äußeren der Kapelle und die mit viel Mühe gelungene Restaurierung des HL. Antonius. Ferner Herrn Jagdpächter Jessel und seinen Helfern Michael Lang und Johannes Kreis für die Arbeiten zur Dacheindeckung und Ortschaftsrat Manfred Galm für Arbeiten am Äußeren der Kapelle.