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Fertigstellung Sanierung Mariensäule in Mudau

Mudau. Als echten Bürgersinn bezeichnete Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger die Sanierung der Mariensäule, die den Mudauer Ortsmittelpunkt nun deutlich aufwerte. Im Rahmen einer Feierstunde dankte er allen Beteiligten, besonders aber der Mudauer Bürgerstiftung und Ortsvorsteher Kurt Müller als Triebfeder dieser Aktion.

Ein besonderer Willkommensgruß bei der Feierstunde galt den Bürgerinnen und Bürgern, Roland Grimm und Klaus Schork von der Bürgerstiftung, Gerhard Köhler von der Kolpingfamilie, den einheimischen Künstlern Willy Kraft und Karl-Heinz Gräber und den externen Künstlern Markus Schmidtgall, Tatjana Issing und Ralf Drolshagen. Als wesentlichen Anteil am Gelingen der Restauration nannte der Bürgermeister neben den Künstlern auch das Regierungspräsidium Karlsruhe mit Frau Dr. Baer-Schneider von der Denkmalspflege für die Unterstützung und Beratung bei der Vorbereitung der Sanierungsarbeiten. Ortsvorsteher Kurt Müller und Roland Grimm für die Bürgerstiftung betonten, dass die Mariensäule oder wie im Volksmund als ,,Bild“ bezeichnet, im Bewusstsein der Bevölkerung sehr hoch angesiedelt sei und die Marienverehrung Bestandteil des Kulturlebens in der heimischen Region sei. Im abgelaufenen September fand die Restaurierung der Mariensäule in Mudau statt. Das Kleinod kirchlicher Architektonik in der Ortsmitte von Mudau erstrahlt seitdem wieder in neuem Glanz. Bereits im letzten Jahr war es Ortsvorsteher Kurt Müller, der für die Sanierung der Mariensäule eine Finanzierungsmöglichkeit suchte. Groß war die Freude, als die Bürgerstiftung Mudau, mit Roland Grimm an der Spitze, die Zusage zur Übernahme der entstehenden Kosten gab. Eigens dazu wurde im Frühjahr ein Schlachtfest organisiert, dessen Erlös für die Sanierungsarbeiten eingesetzt werden sollte. Nach Rücksprache mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat Denkmalpflege, wurde der Umfang und die Vorgehensweise der Sanierungsarbeiten festgelegt. Dabei war es gelungen, mit den Künstlern Ralf Drolshagen (Sandsteinarbeiten) und Markus Schmidgall (Kirchenmaler & Restaurator) fachkundige Mitstreiter zu finden. Auf deren Vorschläge hin, wurden die Arbeiten definiert und umgesetzt. Im Vorfeld hatte die Kolpingfamilie Mudau unter Regie von Günter Hört und Gerhard Köhler die Reinigungsarbeiten an der Sandsteinsäule und der Sandsteinmauer im Umfeld der Mariensäule vorgenommen. Anfang September konnte dann das Baugerüst von der Fa. Roland Schäfer, Mudau aufgestellt werden. Nach einem Abstimmungsgespräch aller Beteiligten aus Gemeinde, Ortschaftsrat, Bürgerstiftung und der Künstler konnten die Arbeiten ausgeführt werden. Dabei entschied man sich aus kunsthistorischen Überlegungen auf eine künftig geänderte Farbgebung, vor allem des Mantels der Madonna. Die vorhandenen Goldtöne sollten nicht mehr im Vordergrund stehen. Der heimische Malermeister Willy Kraft begrüßte diese Entscheidung sehr und brachte sein handwerkliches Können im Namen des Ortschaftsrates und der Bürgerstiftung Mudau als Eigenleistung mit ein. Nach Abschluss der Arbeiten erstrahlt die Mariensäule und die Madonna nun in neuem Glanz. Wenn der Heimatforscher Dr. Theodor Humpert im Heimatbuch von 1954 feststellt, dass „das Bild sich in seiner ganzen Komposition als ein heimatliches Kunstdenkmal darstellt, dessen Wert für das Ortsbild viel zu wenig erkannt wird“, so kann man heute mit großem Stolz sagen, dass die Verantwortlichen aller Beteiligten und hier stellvertretend die Bürgerstiftung Mudau mit der durchgeführten Sanierung eindrucksvoll bewiesen haben, dass der Wert des „Bildes“ in Mudau sehr hoch angesehen wird. Die Grundlage für die Finanzierung der Restaurierungsarbeiten mit Aufwendungen in Höhe von ca. 3.200 € wurden von der Bürgerstiftung Mudau durch das Schlachtfest im Frühjahr gelegt, dennoch würde man sich über eingehende Spenden sehr freuen. Mit der kleinen Feierstunde wollte die Gemeinde Mudau allen Beteiligten den Dank für die Unterstützung und Mithilfe aussprechen. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger freute sich, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr ausgeführt werden konnten und damit erneut ein Zeichen echten Bürgersinns gesetzt werden konnte. Die Inschrift auf dem Sockel der Mariensäule lautet: ,,Auß Andächtiger an Rathung unßereß pfarrherrnß P. Honorius Schmiegd Und verwaltung valentin Ziegler dess Gerichtß dahier, ist diese Saul auf Zuthunung sambtlicher pfarrkinder auffgerichtet worden. ANNO 1736.“ Weitere Informationen über Historie und Entstehung bei: Christoph Müller (Gemeindeverwaltung Mudau. Tel. 78 27) und Roland Grimm (Bürgerstiftung Mudau, Tel. 4 89).
(L.M.)