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Laurentiusmarkt 2005

Mudau. Mit heimischem Charakter und überregionalem Flair lockte der Laurentiusmarkt auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher aus nah und fern an. Die inzwischen im kulturellen Leben der Gemeinde Mudau nicht mehr wegzudenkende Veranstaltung knüpfte an die große Tradition der Mudauer Märkte zu früheren Zeiten an.

Diese reicht nachweislich über 300 Jahre zurück. Bereits 1668 besaß Mudau zwei privilegierte Jahrmärkte am Laurentiusmarkt mit dem 10. August und einen an Dreikönig am 6. Januar. Dieser Historie bewusst, präsentierten die Vereine, Organisationen und Aussteller ihre reichhaltigen Angebote. Mit dem Läuten des ,,Lumpenglöckle“ am Samstagmorgen um 11 Uhr und dem ebenfalls schon traditionellen Anstich des von der Distelhäuser Brauerei gespendeten Fasses durch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger wurde der 17. Laurentiusmarkt in Mudau im Beisein der örtlichen Trachtengruppe eröffnet. Für eine zünftige musikalische Umrahmung sorgte die Mudauer Trachtenkapelle unter der Stabführung von Ralph Müller mit einem gewohnt schmissigen Platzkonzert. Willi Müller in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des BdS Mudau begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter neben dem Bürgermeister auch Kreisrat Herbert Münkel, Ortsvorsteher Kurt Müller, Rektor Roman Andres und Konrektor Walter Herkert, Andreas Keller von der Distelhäuser Brauerei sowie Klaus Holderbach als Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Franken und Regionaldirektor Horst Wannik von der Sparkasse Neckartal-Odenwald. Als besonders treuer Besucher der Markteröffnung galt in den 17 Jahren ohne Unterbrechung MdL Gerd Teßmer, allerdings zum letzten Mal im Amt des Abgeordneten. Ein besonderer Dank des Vorsitzenden galt vor allem den Mitarbeitern von Verwaltung und Gemeindebauhof für die Unterstützung bei den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten, den teilnehmenden Firmen, Vereinen und Ausstellern sowie seinen Vereins- und Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement. Nicht mehr weg zu denken sei auch Helmut Maier, genannt „Helm“ als Allround-Handwerker und Organisator, das Unmögliche möglich zu machen. Das große Spektakel in den Straßen und Gassen von Mudau habe sich nach dem großen Anfangserfolg im Jahre 1989 inzwischen zu einem Top-Event im Mudauer Veranstaltungskalender entwickelt, was der große Besucheransturm auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll untermauerte, betonten Bürgermeister Rippberger und Ortsvorsteher Kurt Müller. Die gute Qualität der über 70 verschiedensten Marktstände wurde unterstützt durch ein unterhaltsames und kurzweiliges Rahmenprogramm, was auch die überregionale Bedeutung des Laurentiusmarktes dokumentierte. MdL Gerd Teßmer dankte den Verantwortlichen für dieses innovative Spektakel, das aus der Bevölkerung gekommen sei. Der Laurentiusmarkt dokumentiere, dass die Odenwälder gar nicht so weit draußen, sondern vielmehr ganz im pulsierenden Leben stehen. Er habe die grandiose Entwicklung des Laurentiusmarktes hautnah miterlebt und teile die Meinung der Besucher: „In Mudau fühlt man sich wohl“. Um diesem Anspruch zu genügen, haben sich auch in diesem Jahr sehr viele Neuerungen eingefunden. So z. B. viele neue Teilnehmer wie der VdK mit einem Informationsstand über den größten Sozialverband Deutschlands. Oder der Männergesangverein Mudau mit seinem neuen Weinlauben-Ambiente, das Karlheinz Gräber in gewohnt bewundernswerter Weise vor die Zeltwände gezaubert hat. Ein teilweise vollkommen verändertes Warenangebot bereicherte neben Gewürzen, Holzartikeln, Kleidung und natürlich den neuesten Fahrzeugen das Marktgeschehen ebenso wie die kulinarischen Angebote der Vereine. Ebenso bekannt wie beliebt waren die große Hüpfburg und der Luftballonkünstler, Vorführungen der Schloßauer Selbstverteidigungsschule, des HVV-Tanzkreises waren ebenso beliebt wie die „Mini-Schnupperkurse“ von Golfclub und Schützenverein. Die „Götz’sche Schuhtenne“ hatte ebenso ihre Pforten geöffnet wie der Kunstmarkt im Kroneareal. Doch fast unschlagbar waren die Kinder mit ihrem selbst kreierten Flohmarkt, der sich über den ganzen Ortskern verteilte. Schätzspiele verschiedener Vereine wurden gerne angenommen und der doch schon kühle Abend lockte in die beheizten Unterkünfte von TSV, Coktailbar, Heimat- und Verkehrsverein, Metzgerein Clemens Hauck oder Sängerlaube, wo es sich bei bester Stimmung, teils Gesang, teils Tanz, in gemütlicher Runde gut aushalten ließ.
(L.M.)