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Der Renner im Odenwald 2005

Mudau. Am Start/Ziel beim Gasthof „Zur Pfalz“ war die Hölle los. Kein Regenguss konnte die unzähligen begeisterten Zuschauer davon abhalten, die mutigen „Radrennfahrer“ mit Pfeifen, Rufen, Rassel und Applaus noch mehr anzuspornen. Gleichzeitig war erkennbar, dass sich der Mudauer „Renner im Odenwald“ sehr schnell zu einem sportlichen Highlight im Neckar-Odenwald-Kreis entwickelt.

Knapp 230 Radbegeisterte aus Nah und Fern hatten sich auf die insgesamt sieben Rennkategorien verteilt. Im Rahmen des Mudauer Sommerprogramms hatte die Gemeinde Mudau in enger Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Verkehrsverein Mudau und dem Radfahrerverein Wodan bereits zum zweiten Mal zu diesem Radrennen für Jedermann alle Radbegeisterte eingeladen, auf einem interessanten Rundkurs durch die Straßen und Gassen von Mudau, bei den verschiedensten Starterklassen in unterschiedlichen Kategorien, ihre Fitness unter Beweis zu stellen. Schirmherr Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger eröffnete das Spektakel und betonte noch einmal: ,,Ob Kinder und Jugendliche, Damen, Herren oder Senioren, für jeden ist das richtige Rennen dabei.“ Weiter erläuterten Hubert Sämann als Vorsitzender des Radfahrervereins „Wodan“ und Hans Slama als Vorsitzender des HVV, dass den Teilnehmern neben den obligatorischen Pokalen auch wertvolle Geld- und Sachpreise winken. Als besonderen sportlichen Reiz könnten die „Profis“ die im laufe der Rennen ausgefahrenen ,,Sprintprämien“ sehen, bei denen auch die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Informationen und eine Ausstellung über den Radsport, Verpflegung und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm bereicherten den Event entlang der 1,9 Kilometer langen Rennstrecke. Als ältester Lokalmatador wurde der 78jährige Ernst Heinisch, für seine Teilnahme am Seniorenrennen ausgezeichnet. Als Sieger bei diesem Rennen ging unter 26 Teilnehmern Rudolf Mitsche (Großeicholzheim) hervor. Dicht gefolgt von Willi Binnig (Schefflenz) und Arnold Jung (Mannheim). Immerhin 13 Damen stellten sich der weiblichen Konkurrenz, wobei die höchste Stufe des Siegertreppchens von Melanie Rupp (Eberbach) erklommen wurde. Auf Platz 2 landete Carolin Kreuzer (Neckarsulm) und auf Platz 3 Regine Tolkdorf (Neckarsulm).Erstaunliche 26 Kids der Altergruppe 1991-95 wetteiferten auf der für sie 5,7 km langen Strecke. Den Sieg konnte sich Marius Kern (Weilbach) sichern, auf dem 2. Platz folgte Patrick Marveille (Weikersheim) und auf dem 3. Tim Baumgartner (Bad Friedrichshall). 22 Konkurrenten wies die Altersklasse 1987 – 90 auf 15,2 km auf. Hierbei wurde Marius Steinleitner (Mannheim) dritter seiner Kategorie, hinter Mario Henkel (Großheubach) auf dem 2. und Florian Schenk (Großheubach) auf dem 1. Platz. Das sogenannte „Offene Rennen“ mit 5,7 km Länge zog 51 Radfahrer in seinen Bann. Den Sieg sicherte sich Sebastian Siegismund (Herrenberg) vor Rainer Maisch (Abbgmünd) und Sebastian Weiß (Waldbrunn). Die „Hits des Tages“ hatte man sich für den „güldenen Schluss“ aufgehoben. Das sogenannte Hauptrennen ging über immerhin 38 Kilometer. Die hierfür erforderlich Kondition trauten sich 54 Teilnehmer zu. Doch spätestens in Runde 14 trennte sich endgültig die sportliche Spreu vom Weizen. Und die vier Sprintrunden gaben den weniger Trainierten den Rest. Hart erkämpft hatte sich diesen Siegerpokal Marc Leischner aus Eberbach, nicht weniger lobenswert waren die Leistungen des Zweitplatzierten Harald Lipp aus Heidelberg oder des Dritten, Felix Schuld aus Neuenstadt/Kocher. Nach diesem härtesten Parcour des Tages war beim „Cup der Mudauer Vereine“ nur noch Spaß an der Freud angesagt. Acht Teams mit 37 Startern stellten sich der Herausforderung. Besonders ins Auge stach dabei ein Tandem mit zwei Damen, deren gute Laune durch nichts zu erschüttern war. Kein Wunder, dass ihnen permanenter Rundenapplaus sicher war. In der Einzelwertung entschied Rolf Brenneis vom VfR Scheidental den Sieg für sich. Platz 2 holte Karlheinz Heckler vom Musikverein Harmonie und Platz 3 Kevin Hauck vom TSV Mudau. Die Mannschaftswertung ergab zwei erste Plätze, belegt vom Musikverein „Harmonie 1872“ und vom Tennisclub Rot-Weiß. Siegerehrungen und Gratulationen kamen von Schirmherr Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Kurt Müller sowie den Vorsitzenden der organisierenden Vereine, Hubert Sämann und Hans Slama. (L.M.)