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"Kunst am Bau" strahlt jetzt auch in Hainstadt

Mudau/Hainstadt. (lm) Jarmila Manko stammt aus Böhmen, der „Heimat der europäischen Glaskunst“, wo sie auch ihren Abschluss an der Glasfachschule in Zelezny Brod (Tschechische Republik) abgelegt und sich seither dem kreativen Wirken verschrieben hat. Mittelpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit ist „Kunst am Bau“- genauer Auftragsarbeiten für Architektur und Interieur, vor allem Glasfassaden und -portale, Trennwände, Fenster, Türen, exklusive Glastische und Lampen, Lichtobjekte, Skulpturen, Wandgestaltung, Glasbilder, Auftragsmalerei in verschiedenen Techniken auf Holz oder Leinwand. Seit mittlerweile 30 Jahren ist die begnadete Glaskünstlerin in der Bundesrepublik bekannt und kreativ mit zahlreichen Auftragsarbeiten sowie Ausstellungen im In- und Ausland. Seit 1992 arbeitet Jamila Manko in ihrem großzügigen Atelier in der Odenwaldgemeinde Mudau, manchmal auch in Kooperation mit anderen Glasstudios. Seither hat sie sich natürlich künstlerisch entwickelt und sich intensiv auch mit interessanten weiteren Kunstrichtungen beschäftigt, vor allem mit einer sehr aufwändigen, dafür aber wirklich zauberhaften und vielschichtigen Spachteltechnik. Und diese hat sie vor einigen Wochen – entsprechend ihrem Aufgabenmittelpunkt „Kunst am Bau“ – auf Wunsch von Ingeborg und Ernst Fronc auch an deren Scheunenwand angewendet. Genauer an einem zugemauerten Fenster. Man muss es ein wenig suchen in Hainstadt, doch es ist für jeden zugänglich und ein echtes Schmuckstück nicht weit vom Rathaus. Ihr Motto: „In meinen Werken möchte ich durch Farbe, Form und Licht harmonische Kompositionen schaffen, inspirieren, Emotionen wecken und das ästhetische Empfinden möglichst vieler Menschen ansprechen“. Sie macht sich also schon bei ihren Entwürfen sehr viele Gedanken. Nachdem die Wandgröße bestimmt und der Wunsch nach einem herbstlichen Ambiente ausgesprochen war, ging die Künstlerin in die Details von „Herbst im Odenwald“. Anläßlich des 70. Geburtstags von Ernst Fronc bekam die alles überstrahlende Sonne sieben Strahlen für die Jahrzehnte, die den Rotsandstein des Odenwaldes durchsetzen. Ein Weg zeigt das Ziel durch die „Ackerfurchen“ des Lebens und den herbstlich gefärbten Odenwald mit einem verschmitzt blickenden Vogel im Vordergrund, der deshalb von Ehepaar Fronc den Namen „Herr Schmitz“ erhielt. Nach diesem detaillierten Entwurf ging es an die Praxis. Knochenarbeit war es, die schwere Trägerplatte an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen und die Spachtelmasse aufzutragen. Der kreative Part folgte mit Formgebung in die Spachtelmasse, Schleifen, Strukturieren, Colorieren und schließlich Patinieren. Alles in allem rund vier Wochen inklusive der Trockenzeiten. Dafür haben die Froncs jetzt einen wunderschönen Ausblick aus ihrem Wohnzimmerfenster und die Hainstadter sind in ihrem Ort um ein Kulturgut reicher. Wer die gastfreundliche und sympathische Künstler persönlich kennenlernen und sich mit ihr und Freunden unterhalten möchte, ist gerne am kommenden Sonntag in ihr Mudauer Atelier in die Industriestrasse 9 eingeladen, das dann von 11 bis 16 Uhr zu ihrem monatlich stattfindenden „Sonntag der kreativen Begegnungen“ geöffnet ist.