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Die AWN informiert: Diese Pflanzen nicht mehr zum Grüngut!

  • (Bilder: AWN / Wikimedia) Nicht mehr zum Grüngut dürfen Jakobskreuzkraut, aufgrund der Gesundheitsgefahr für Nutztiere, Ambrosia aufgrund der Allergie-Gefahr für den Menschen und mit Feuerbrand befallene Äste aufgrund der Ausbreitungsgefahr auf andere Obstbäume.

Neckar-Odenwald-Kreis. Bei der Verwertung von Grüngut arbeitet die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises mbH (AWN) eng mit den Landwirten der Maschinenringe zusammen. Um in Zukunft Probleme bei der Grüngutverwertung zu vermeiden, dürfen bestimmte Pflanzenarten nicht mehr über den Grüngutplatz oder über die Grüngutsammlung entsorgt werden. Es soll verhindert werden, dass sich die Pflanzen oder Pflanzenkrankheiten über die Ausbringung des Grüngutes auf Feldern verbreiten können. Dieser Tage werden sämtliche Grüngutplätze im NOK mit bebilderten Hinweistafeln ausgestattet. Schwierigkeiten bereiten folgende Pflanzen (siehe Fotos AWN / Wikime-dia):

Jakobskreuzkraut
Die bis zu 1 m hohe gelbblühende Pflanze (Blütezeit von Juni bis Oktober) wächst bevorzugt an Weg-, Wald- und Wiesenrändern. Sie kann starke Leberschäden bei Kühen und Pferden hervorrufen. Die Pflanzen sollten möglichst vor der Samenbildung komplett mit Wurzel ausgerissen und über den Hausmüll entsorgt werden.

Ambrosia
Die bis zu 1,80 m hohe Pflanze (Blütezeit ab Juni) wächst häufig auf Brachflächen, Randstreifen und Vogelfutterplätzen, weil Vogelfuttermischungen häufig damit vermischt sind. Sie gehört zu den stärks-ten Allergie-Auslösern beim Menschen. Der Stängel ist behaart, die filigranen Blätter sind tief einge-schnitten. Die Blätter sind auf der Unterseite grün (im Gegensatz zum ähnlichen und ungefährlichen gemeinen Beifuß, dessen Blattunterseiten stark weißlich behaart, ähnlich einer Schicht aus Filz, sind). Die Pflanzen sollten möglichst vor der Blütezeit komplett mit Wurzel ausgerissen und über den Haus-müll entsorgt werden. Hierbei ist die Verwendung von Gartenhandschuhen, Arbeitsgerät und eventuell sogar Staubschutzmasken zu empfehlen.

Mit Feuerbrand befallene Pflanzen
Feuerbrand ist eine durch Bakterien verursachte Pflanzenkrankheit, die zum Welken und Absterben ganzer Bäume führen kann. Anfällig im Haus- und Erwerbsgarten sind Kernobstbäume wie Äpfel- und Birnbäume. Stein- und Beerenobst, Nussbäume, Laub- und Nadelgehölze werden nicht befallen. Die Blätter, Blüten, Früchte und Äste erkrankter Bäume verfärben sich beim Welken schwarz, dadurch erscheinen sie verdorrt oder verbrannt. Größere Bäume können durch rechtzeitigen, fachgerechten Rückschnitt von mindestens 30 cm bis in das gesunde Holz gerettet werden.
Feuerbrand ist hochinfektiös für Kernobst-Bäume - die Bakterien können sogar durch Arbeitsgerät wie Schnittwerkzeuge und Handschuhe übertragen werden! Kleine Mengen befallener Pflanzenteile können über die Hausmülltonne entsorgt werden. Größere Mengen sind nach vorheriger Information der Gemeinde als Ortspolizeibehörde im Außenbereich auf dem Grundstück, wo sie anfallen, zu verbren-nen. Dabei sind Mindestabstände von 200 m zu Autobahnen, 100 m zu Bundes-, Landes- und Kreis-straßen und von 50 m zu Gebäuden und Baumbeständen einzuhalten.
Die genannten Pflanzen dürfen nicht auf den Kompost im Hausgarten gegeben werden, denn diese Art der Kompostierung tötet die Samen nicht zuverlässig ab.

Weitere Fragen zur Entsorgung von Grüngut beantwortet gerne das Beratungsteam der AWN unter Telefon 0 62 81/9 06-13.