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Erlebnispädagogische Theaterausflüge auf die Wildenburg

Beim Pädagogischen Projekt „BildungsTheater auf der Wildenburg“, einer Kooperation zwischen dem KulturHaus Neckargerach, dem Fürstenhaus zu Leiningen, der Joachim und Susanne Schulz Stiftung sowie der Gemeinde Mudau können die Schulklassen der Gemeinde Mudau vom 10. Juni bis zu den Sommerferien die Wildenburg erobern.
Kreativ und künstlerisch verwandelt sich dabei die ehrwürdige Burgruine.
Hier wird jetzt Theater gespielt. Den Anfang machten die 4. Klassen mit ihren Klassenlehrern Frau Engelhard und Herrn Wellm sowie die Klasse 2 mit ihren Lehrerinnen Frau Link und Frau Kunzelmann.
Nach einer Wanderung vom Watterbacher Haus aus konnten die Schülerinnen und Schüler das alte Gemäuer ganz neu erleben.
Das TheaterMobil des KulturHaus Neckargerach macht hier Station.
Unter fachkundiger Anleitung von Sonja Hilsenbek, Schauspielerin und Theaterpädagogin, erfahren die Kinder und Jugendlichen Tipps und Tricks der Schauspielkunst. Pädagogische Theaterformen und erfahrungsorientierte Methoden ermöglichen Jugendlichen ihre persönlichen Erlebnisse und ihre Medieneindrücke auf der Bühne zum Ausdruck zu bringen.

Dabei gibt es keine künstlichen Kulissen und kein fertiges Drehbuch – die Wildenburg ist Schauplatz und steckt voller Geschichten.
Im Rampenlicht steht vor allem die Heldenreise des Parzival auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Nicht zufällig – denn ein Teil des Parzival-Mythos soll Wolfram von Eschenbach genau hier auf der Wildenburg geschrieben haben.
So wundert es nicht, wenn die Kinder und Jugendlichen auf Ihrer Reise durchs Burggelände Spuren, Tagebucheinträge von Parzival und den Heiligen Gral selbst entdecken.

Auf insgesamt 5 Bühnen wird geprobt und gespielt: Turmbühne, Zeltbühne, Verliesbühne, Burgsaal-Bühne und Grals-Bühne.
Passend zur jeweiligen Burgkulisse werden Märchen, Krimis, Science Fiction,
Comedy-Szenen, Burg- und Schlossgeschichten oder Love-Stories inszeniert.
Die Natur und das Burggelände locken die Phantasie und schon sprudeln die Ideen. Wer kommt da aus dem Burgverlies?
Das Burggespenst, Parzival persönlich, Sherlock Holmes, Superman, Harry Potter, eine orientalische Bautänzerin oder die tapferen Ritter der Tafelrunde?
Alle spielen mit, jeder Schüler schlüpft in eine Rolle. Die Burg wird wieder lebendig. Am Ende steht ein vergnügliches kleines Theaterstück.
Und ab 16 Uhr heißt es dann: Bühne frei für das WildenburgTheater.
Im Publikum sitzen Eltern, Geschwister, Großeltern und Lehrer. Auch Konrektor Walter Herkert ließ es sich nicht nehmen, gleich am ersten Tag zusammen mit seiner Frau die Burg aufzusuchen und die Viertklässler bei ihren Proben und Aufführungen zu beobachten.
Begeistert zogen die Zuschauer von Bühne zu Bühne und applaudieren den Improvisations-Geschichten der Kinder.
Aber auch die Eltern persönlich kommen beim Projekt „BildungsTheater auf der Wildenburg“ zum Zug.
Ein besonderer Schwerpunkt ist die Kooperation zwischen Elternhaus und Schule. Beim passenden Abendvortrag „Gute Erziehung für die Kinder der modernen Medienzeit – zwischen Steckdosen, virtuellen Bildern und lebendiger Natur“ von Iréne Greiner (Pädagogische Psychologin, Leiterin Elternschulen FPA) bekamen die Eltern in der Aula der GHS Mudau Antworten auf ihre Fragen.
Ziel des Projektes ist es, für die heutige Jugend einen verantwortlichen Beitrag zu leisten, so dass sie eine gesunde Balance zwischen der Realität und den digitalen Welten finden können.