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"Kochduell" bei der Bürgerstiftung Mudau

Mudau. (lm) „Aaldi Mudemer Rezepte“ auf dem Prüfstand. Vorstandschaft und Kuratorium der Bürgerstiftung wollten es genau wissen. Ist das Buch, von dem die zweite Auflage mit nahezu 500 Stück schon weitgehend verkauft ist, tatsächlich auch eine gute Anleitung für völlige Küchenlaien? Kurzentschlossen fragte Wilhelm Schwender als Vorstandvorsitzender der Bürgerstiftung Mudau bei Walter Herkert als kommissarischen Rektor der Grund- und Hauptschule Mudau nach, ob denn die Schulküche für so einen Test zur Verfügung stehen könnte. Das war dem eine selbstverständlich Freude und der zuständigen Lehrkraft Karin Lindegger bereitete es sichtlich Vergnügen, einmal erwachsene Männer „im Unterricht“ zu haben. Unterstützt wurde sie dabei von Angelika Sacher und Gisela Scheuermann, die auch das Redaktionsteam des Mudauer Kochbuchs bereichert hatten. Doch Karin Lindegger hatte auch weitsichtig vorbereitet, damit die vier Küchenteams, die sich neben den genannten Damen aus Bürgermeister a.D. Wilhelm Schwender, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Klaus Erich Schork und als weitere Kuratoriums- oder Redaktionsmitglieder Manfred Grimm, Herbert Knapp, Stefan Galm und Reiner Kistner zusammensetzten. „An die Töpfe, fertig, los!“ Sie hatten – einschließlich Tisch decken – eine Stunde für ihr Menü, bestehend aus „Griienekernsupp mit Eierstich“, Sauerbraate mit Spätzli un Salaad“ sowie zweierlei Nachtisch mit „Apfelkiichli“ und Dampfnudeln mit Vanillesoße. Ganz schön anspruchsvoll für Anfänger, aber sie schafften es nach Anleitung des einfach gehaltenen Buches nahezu problemlos und mit jeder Menge Spaß. Manche wurden sogar ein wenig übermütig. So kam von Klaus Erich etwas vorlaut „ich weeß net, was ihr Frauen immer so lang in de Küch macht“. Seiner knitzen Art dürfte es zu verdanken sein, dass die angesprochenen Frauen über den Spruch lachen konnten. Tatsächlich war er schon stolz, als „seine“ Suppe mitsamt dem Eierstich, die er zusammen mit Herbert Knapp gezaubert hatte, nur lobende Anerkennung fand und nach dem Motto „Wenn‘d e g’scheite Suppe g’habt hasch, kann komme, was will“ nahezu leer geputzt wurde. Doch aller Unkerei zum Trotz, war nach einstimmiger Meinung der Testesser, das ganze Menü ein Gedicht und regte zu weiteren Aktionen dieser Art an, für deren handfeste Unterstützung sich Wilhelm Schwender mit einem Präsent bei Karin Lindegger und Walter Herkert bedankte.