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50jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer i. R. Norbert Merz

Mudau. Ein wohl einmaliges Geschenk erhielt Pfarrer i. R. Norbert Merz von Baden-Württembergs neu gewählten Landwirtschaftsminister Peter Hauk zu seinem 50jährigen Priesterjubiläum.

Sein Dankeschön für unvergessliche, ja legendäre Jugendzeltlager mit dem ehemaligen Seelsorger von Rippberg fiel in Form eines Ständchens zu Gitarrenklängen in der Mudauer Pfarrkirche St. Pankratius aus. Er dankte dem beliebten Jubilar damit im Namen aller, denen Norbert März von 1963 bis zu seiner Pensionierung Horizonte eröffnet hat, die er von Jugend an aufgebaut hat, denen er ermöglicht hat, Gemeinschaft zu erleben und Verantwortung zu übernehmen ohne dass er selbst Verantwortung abgegeben hat. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger betonte, der Jubilar habe eine Leistung vollbracht, zu der nicht viele fähig sind. Schon allein, indem er vor 50 Jahren eine Entscheidung getroffen habe, die damals nicht leichter war als sie heute für viele ist. Dies hätten schon viele Gemeinden zu spüren bekommen. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Erwin Brenneis schloß in seinen Dank die treu sorgende Haushälterin Fr. Pfaff ein und wünschte sich und den Mudauern insgesamt noch viele erfüllte und gesunde Jahre mit Pfarrer Merz. Für die Pfarreien Rippberg, Hornbach, Glashofen und die ganze Walldürner Höhe sprach Messner Alois Weismann dem Priester, der von 1963 bis zum Ruhestand frischen Wind in seine sieben zu betreuenden Kirchen gebracht hatte, den Dank aller ehemaligen Gemeindemitglieder aus. Vor allem der Jugend sei er sehr zugetan gewesen. Er habe die Verantwortung für 34 unvergessliche Jugendzeltlager übernommen, unzählige ebenso denkwürdige Ministrantenausflüge organisiert und sich unermüdlich um die Kindergärten bemüht. Dass bei seiner Pensionierung 87 Ministranten um den Altar standen, sagt eigentlich schon alles.“ Soviel zu den Laudatien, die der Eucharistiefeier zum Goldenen Priesterjubiläum von Norbert Merz, Pfarrer i. R. folgten. Seinen Beginn fand der Dankgottesdienst mit dem Einzug des Jubilars, der Priester, Diakone und Ministranten, begleitet von der Mudauer Trachtenkapelle unter Leitung von Dirigent Ralph Müller. Den weiteren musikalischen Rahmen gestalteten in ansprechender Weise die Kirchenchöre aus Mudau und Steinbach mit ihren Dirigenten Norbert Trunk und Gerhard Münch sowie Organist Ralf Breunig. Wie Pfarrer Andreas Rapp in seiner Begrüßung betonte, werde die Bedeutung des Festes unterstrichen durch die Präsenz von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Landwirtschaftsminister Peter Hauk sowie Stadtpfarrer Dekan Werner Bier, der gleichzeitig die Predigt hielt. Auch Pfarrer Merz zeigte sich erfreut über die große Resonanz anlässlich seines Priesterjubiläums. „50 Jahre lang durfte ich die Heilige Messe lesen, Trost und Segen spenden, davon 37 Jahre lang in meiner Heimat Walldürn“, dafür gelte sein vordringlicher Dank dem Herrn, den er um weitere Gnade bat. Dekan Bier gratulierte dem Jubilar und ging in seiner Predigt auf Abraham und Matheus ein, die beide dem Ruf Gottes ebenso gefolgt waren wie Norbert Merz. Dieser durfte bei einer Messe im Gefangenenlager des 2. Weltkrieges als Ministrant mitwirken und erfuhr so die Nähe und Menschlichkeit des „Feindes“. „Es war eine Begegnung, die ins Herz traf“, wie bei dem Zöllner Metheus, der Jesus folgte. Weiter führte Dekan Werner Bier aus, dass der Primizspruch von Norbert Merz diesen stets begleitet habe: „Alle Wege des Herrn sind Gnade und Treue“, und sie seien auch ein Geschenk, helfend und heilend. Pfarrer Merz sei auf all seinen Stationen ein engagierter Seelsorger – vor allem beispielgebend für die Jugend – gewesen. In Steinbach gelte es nun für den Pensionär, das „los lassen“ zu üben. Abschließend seiner Predigt verlas der Dekan das Glückwunschschreiben von Erzbischof Robert Solisch. (L.M.)