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Goldenes Priesterjubiläum von Pfarrer Norbert Merz

Steinbach. (lm) „Es gibt keinen schöneren und vielseitigern Beruf als Pfarrer“ schwärmt Pfarrer Norbert Merz, der am kommenden Sonntag sein Goldenes Priesterjubiläum feiert.

Die Aussage zeigt aber auch deutlich, dass er vor 50 Jahren eindeutig die richtige Wahl getroffen hat. Dabei hatte der junge Norbert Merz zunächst gar keine Ambitionen in diese Richtung. Geboren wurde er am 15. März 1928 in Sinsheim, wuchs während des Krieges in Hardheim auf und besuchte das Gymnasium in Buchen bis er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. „Als echter Hitlerjunge hatte ich einen unbeschreiblichen Hass auf Engländer und vor allem auf Amerikaner“. Und ausgerechnet die amerikanische Kriegsgefangenschaft, in die er im Alter von 17 Jahren kam, war richtungsweisend für sein späteres Leben. „Hier habe ich als Kriegsgefangener eine Menschlichkeit erfahren dürfen, die mich prägte“. Nach seiner Rückkehr im Jahre 1950 machte Norbert Merz in Tauberbischofsheim das Abitur und studierte anschließend in Freiburg und Walldürn Theologie bis er 1955 zum Priester geweiht wurde. Nach seiner Primizfeier in Hardheim war er als Kaplan in Hardheim, Mannheim, Pforzheim und Heidelberg tätig bis ihm 1963 die Pfarrei Rippberg als Pfarrverweser übertragen wurde. Dieses Amt belegte der engagierte Priester über zehn Jahre bis ihm nach der Versetzung von Pfarrer Heck nach Höpfingen die zusätzichen Betreuung der Gläubigen auf der Walldürner Höhe auferlegt wurde. Neben der Familienseelsorge beschäftigten ihn zahlreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen. So leitete er die Renovierung der Filialkirche in Hornbach und den Bau den Rippberger Kindergartens ein. Er konnte den Pfarrsaal seiner Gemeinde einweihen und zahlreiche Sanierungsmaßnahmen der Rippberger Kirche und ihrer Orgel durchsetzen und eine Leichenhalle anbauen. Gleichzeitig nahm er die Innenrenovation der Pfarrkirchen in Hornbach und Glashofen sowie der Gerolzahner Kirche in Angriff. Und egal, was er anpackte, seine Gemeinden standen hundertprozentig hinter ihm. Denn er galt immer als einer von ihnen. Kein Wunder, denn sein Name scheint untrennbar verbunden mit den Jugendzeltlagern, wo er ganze Generationen betreute und immer wieder auch Lebensfreundschaften schließen konnte. Nicht weniger engagiert setzte er sich für die Kirchenchöre, Frauengemeinschaften, Gesangs- und Musikkreise ein. Daneben hat der Geistliche zahlreiche Basare mit organisiert und geholfen, das Bildungswerk in Leben zu rufen und war über Jahrzehnte schon aus Überzeugung als Religionslehrer tätig. Im Jahre 2000 ging Pfarrer Norbert Merz in den sprichwörtlichen „Unruhestand“, das heißt er half weiter in den Dekanaten Buchen und Tauberbischofsheim aus. Als Pater Anthony 2003 zurück nach Indien ging, wurde das Pfarrhaus in Steinbach frei, das er schon lange im Sinn hatte. Seither hilft der rührige Priester in den Seelsorgeeinheiten Buchen und Mudau aus. In der kurzen Zeit hat sich Pfarrer Merz auch in Donebach, Steinbach und Mudau sowie Hettigenbeuern, Hettingen und Hainstadt einen hervorragenden Ruf als Seelsorger und einen großen Freundeskreis erschaffen können. Zu seinem Goldenen Priesterjubiläum am kommenden Sonntag, 5. Juni, wird Dekan Werner Bier ab 10 Uhr die Predigt in der Pfarrkirche „St. Pankratius“ in Mudau halten. Die Kollekte wird auf Wunsch des Jubilars der Ausstattung der Pfarrkirche in Steinbach zugute kommen. Ab 12 Uhr findet ein gemeinsames Mittagessen in der Festhalle Donebach, wie das dortige Sportheim gern genannt wird, statt. „Persönliche Geschenke wünsche ich nicht“, so Pfarrer Norbert Merz. Wer sich nicht zurückhalten könne, dürfe gerne einen entsprechenden Obolus in die Kollekte geben.