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Wertvolle Erhaltungsmaßnahmen an historischen Bildstöcken

Mudau. (lm) Die Restaurierung von 21 Flurdenkmalen auf der Gesamtgemarkung Mudau hatte sich von der Aufnahme über die Förderantragsstellung und deren Genehmigung und schließlich der Durchführung über vier Jahr hingezogen. Ein Mammutprojekt für den Heimat- und Verkehrsverein mit Gesamtkosten in Höhe von 20.000 Euro, das dieser nur schultern konnte mit der großzügigen Unterstützung der Joachim und Susanne Schulz-Stiftung (JSSS) sowie Fördermitteln der Bürgerstiftung Mudau, der Volksbank Franken, der Gemeinde Mudau und nicht zuletzt durch einen Zuschuss vom Landesdenkmalamt als Genehmigungsbehörde. Als maßgeblicher Restaurator hatte man den Bildhauer Ralf Drolshagen gewinnen können, der auf einer die Maßnahme abschließenden Rundfahrt mit der Vorstandschaft des HVV und Hans Slama an der Spitze sowie Franz Brenneis als Bürgermeisterstellvertreter und Sophie Klopsch als Vertreterin der JSSS die teilweise sehr umfangreichen Sanierungsmaßnahmen erläuterte. Von der fachmännischen Ausführung der Restaurierungen waren die Teilnehmer der „Abnahme“-Rundfahrt ebenso begeistert wie von seinen Anregungen, die den jetzigen Ist-Zustand möglicherweise länger erhalten als die durchschnittlichen 12 bis 15 Jahre. So empfahl er z.B. in der Nähe einiger Denkmale Sitzstangen für Bussarde aufzustellen um die Verkotung zu verhindern. Angetan waren die Heimatkundler auch von den liebevollen Ausschmückungen der Statuen mit Blumen. Hans Slama gab als profunder Kenner der Historie Erläuterungen zu den verschiedenen Bildstocktypen und der Entwicklung vom Steinkreuz zum Holz- und dann Steinbildstock. Er wußte auch, dass sich um viele Denkmale oft Sagen ranken, sie manchmal bei Todesfällen und meist zur Ehre Gottes oder der Mutter Maria, und durchaus nicht selten auch zur Selbstdarstellung der Errichter errichtet wurden - meist an viel begangenen Wegen, wie Kirchenwegen und Pilgerwegen, auch zum Schutz von Haus und Hof und Flur. Aufgesucht werden die Bildstöcke sehr oft an Fronleichnam und Flurprozessionen. Von der Vielzahl und Vielfalt der vorhandenen Bildstöcke auf den Gemarkungen war die Gruppe überrascht, auch der Bandbreite der Aufstellung vom 17. Jh. bis in die heutige Zeit. Bei einem Zwischenstopp mit Imbiss in der Werkstatt des Bildhauers erfuhr die Gruppe weitere Details zur Arbeit und Arbeitsweise, auch konnte man die neue mehrere Tonnen schwere Skulptur des Franziskus am Watterbacher Haus bestaunen. Abschließend des interessanten Nachmittags besprach die fachkundige Gruppe noch die notwendige Sanierung der Mudauer Mariensäule „Bild“, denn hier liegt nach der Voruntersuchung nunmehr die Genehmigung zur Restaurierung vor. Denn über das weitere Vorgehen müsse noch entschieden werden. Hans Slama gab Erläuterungen zur Entstehung und Bedeutung, insbesondere als Symbol der Marienverehrung und des Widerstandes im 3. Reich.