Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Langenelz

Heute

Langenelz zählt mit 1021 ha Gemarkungsfläche zur mittleren Größengruppe. Es liegt in 430 bis 470 m Höhe, auf einer ausgesprochenen Hochfläche, in der sich der Elzbach kaum in den Oberen Buntsandstein eingegraben hat. Langenelz ist eine weit auseinander gezogene, lockere Streusiedlung mit weilerartigen Hofgruppen. Kindergarten, Schule, Ärzte und Geschäfte befinden sich im Hauptort Mudau (Link zu Mudau) in ca. 2 km Entfernung. Es gibt mehrere gesellschaftliche Vereinigungen. Im kirchlichen Bereich ist das Haus Lebensquell (Christliche Hilfe) zu erwähnen. Langenelz liegt direkt an der Wanderbahn (Link zur Wanderbahn), die auf der ehemaligen Trasse der Nebenstrecke Mosbach – Mudau eingerichtet wurde. Die Wanderbahn bietet zwischen Langenelz und Mudau einen „Ökologischen Lehrpfad“ des Naturparks Bergstraße-Odenwald. Neben zwei Kapellen und dem Kriegerdenkmal gibt es in Langenelz auch einen sagenumwobenen Bildstock an der alten Straße von Miltenberg über den Galgen nach Wimpfen.

weitere Informationen auch unter: www.langenelz.de

 

Historisches

Gesicherten Boden betreten wir, als das Kloster Amorbach um 1050 den Fronhof Mudau und neun Dörfer planmäßig als Rodungsinseln anlegte. Langenelz wurde damals als Waldhufendorf mit ca. 8 Hufen angelegt. Da Langenelz den Namen des Elzbaches trägt und nicht Scheidental, welches an der Quelle liegt, geht man davon aus, dass Langenelz älteren Ursprungs ist als Scheidental. Der Name „Elz“ ist keltischen Ursprungs und bedeutet „am erlenbestandenen Bach“. Die Klosterbrüder konnten ihren umfangreichen Besitz in der Folgezeit nicht selbständig verwalten und übertrugen dies weltlichen Adeligen. So stiegen die Herren von Dürn (Walldürn) als Schutzvögte des Klosters zur bestimmenden Kraft des Raumes auf. Ab 1271 bis 1318 verkauften die Edelherren von Dürn Mudau und die Ortschaften, sowie die Cent Mudau an das Erzstift Mainz. Im Jahr 1513, also kurz vor dem Bauernkrieg, gab es mit der Huldigung für den Abt Schwierigkeiten. Erst auf Befehl der mainzischen Beamten erklärten sich die Mudauer Ortschaften dazu bereit. Die zum „Wildenberger Hof“ Fronpflichtigen wurden vom Abt als die Haupttäter bei der Zerstörung von Wildenberg im Bauernkrieg genannt. Eine Beteiligung ist damit aber nicht belegt. Die Dörfer der Region litten alle an den Folgen des 30-jährigen Krieges. Die napoleonische Neuordnung ordnete die Ortschaften 1803 dem Fürstentum Leiningen und dann 1806 dem Großherzogtum Baden zu. Die Feudalrechte von Leiningen blieben weiter bestehen, so dass man unter einer Doppelherrschaft lebte. Im Jahre 1936 wurde Langenelz nach Mudau eingemeindet, wo es bis 1945 blieb. Zum 01.01.1974 fand dann die freiwillige Eingliederung in die Gemeinde Mudau statt.


Wappenbeschreibung

Die Gemeinde führte bereits im 19. Jahrhundert das Wappenbild im Siegel, wobei sich hinter dem mit dem Fisch belegten Wellenbalken schräg gekreuzt Rechen und Sense befanden. Das vereinfachte und in den Farben festgelegte Wappen wurde auf Vorschlag des Generallandesarchivs von der Gemeinde im Jahre 1909 angenommen. Eine genaue Erklärung liegt nicht vor, doch wird das Motiv sicher mit der Lage der Gemeinde an der Elz in Verbindung zu bringen sein.

 

Entwicklung der Bevölkerungszahlen

Jahr Anzahl Einwohner
1395 65
1500 85
1573 120
1668 42
1700 100
1750 145
1771 178
1847 317
1852 321
1865 297
1871 277
1883 317
1891 320
1895 329
1910 315
1925 336
1946 405
1950 368
1960 311
1985 264