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Antigone

Sophokles’ ANTIGONE ist 2500 Jahre alt, doch dieses Stück setzt sich mit Fragen und Themen auseinander, die gerade heute von höchster Brisanz sind. Darf der Staat in religiöse Belange eingreifen? Oder ist es richtig, dass ein Einzelner religiöse Gefühle und Traditionen über die Gesetzgebung stellt?

Unversöhnlich stehen sich Antigone und Kreon, Thebens neuer Regent, gegenüber: Kreon verbietet, dass Polyneikes, der bei einem Angriff auf die Stadt Theben gefallen ist, ein Begräbnis erhält. Kreon nimmt in Kauf, dass er mit diesem Exempel die religiösen Gefühle der Thebaner verletzt. Wichtiger ist ihm, den radikalen Bruch mit all jenen zu demonstrieren, die der Stadt und ihren Bewohnern feindlich gesinnt sind. Doch Antigone, die Schwester des Gefallenen, vertritt eine ganz andere Position: Was auch immer Polyneikes im Leben getan hat, die Stadt schuldet ihm – wie jedem anderen menschlichen Wesen – ein würdiges Begräbnis. Als nächste Familienangehörige hat sie persönlich die Pflicht, ihren Bruder zu begraben, denn die Seelenruhe ihres Bruders steht auf dem Spiel.
Antigone und Kreon verstricken sich in einen Kampf, bei dem es nur Verlierer geben kann. Regie führt Lutz Schäfer, die Ausstattung stammt von Tilo Schwarz. Es spielen Cornelia Heilmann, Evelyn Nagel, Nico Frankenberg, Hannes Höchsmann, Karsten Morschett und Milan Pešl.