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Eindrucksvolle Ausstellung "Retrospektive - Blick zurück und nach vorne"

Mudau. „Der Mittelpunkt, die Inspiration und Motivation meiner beruflichen Tätigkeit sind Sie. Gelingt es mir, gute Energie in ihre Lebensräume einfließen zu lassen und harmonisch zu gestalten, so habe ich meine Aufgabe erfüllt!“

Diese Lebens- und Arbeitsphilosophie von Jarmila Manko und die Künstlerin selbst haben den Landrat a.D. Rolf Gnadl aus dem hessischen Wetterau schon während seiner Amtszeit als Bürgermeister einer kleinen Gemeinde so beeindruckt, dass er sich nicht nur vom Kunstbanausen zum Kunstliebhaber entwickelt hat, sondern in Kooperation mit dem damaligen Pfarrer seiner Gemeinde auch das im Bau befindliche Gemeindehaus trotz knapper Mittel ästhetisch mit Kunst verschönern ließ. Das war wohl der Anfang einer bis heute währenden Freundschaft und Geschäftsbeziehung. Und nur zu gerne übernahm er es, nach langer Mudauer Auszeit der Künstlerin, in deren Ausstellung „Retrospektive – Blick zurück und nach vorne“, in der bekannten Industriestrasse 9 einzuführen. Im Beisein zahlreicher Freunde, zum Teil hunderte von Kilometern angereist, zitierte er Hermann Glaser: Kunst ist substanzielles Bürgerrecht, im ländlichen Raum ebenso wie in der Großstadt. Und Kunst beginne in der Landschaftspflege, setze sich fort in Architektur und spiegle sich in Veranstaltungen wider. Und genau diese Ader treffe Jarmila Manko mit ihrem Schaffen. Als gebürtige Böhmerin habe sie die Glaskunst sowieso im Blut, und ihre ganz eigene Methode der Glasbearbeitung eigne sich hervorragend für architektonische und innenarchitektonische Arbeiten. Doch darüber hinaus sei sie auch aktives Mitglied im Berufsverband für Feng-Shui und Geometrie. Ihre Arbeitsfelder sind öffentliche Gebäude, KiTas, Präsentationsräume ebenso wie Treppenhäuser, Kirchen, Maybach oder Daimler Benz und zwar in fast allen deutschen Städten. Ein Anliegen ihrer Glasgestaltung ist die Korrespondenz zwischen Innen und Außen, um fördernde Energien in die Räume dringen zu lassen. Sie möchte das ästhetische Empfinden der Menschen ansprechen, und das gelingt ihr auch, denn ihre Kunst ist nicht nur nachhaltig, sondern für alle Menschen relevant. Diese Aussage bestätigten die Erläuterungen von Jarmila Manko zu ihrer neuen Spachtelmethode, die sie durch Zufall (den es ja nicht gibt) entwickelte. Denn einer ihrer Auftraggeber konnte sich das Glasdesign nicht leisten. Aber weil er unbedingt sein Gebäude mit ihren Werken bestücken wollte, forderte er sie auf, sich eine andere Methode einfallen zu lassen. Nun ist sie mit dieser neuen Kunstrichtung so glücklich, dass sich die Strenge ihrer früheren Arbeiten nahezu alleine auflöst und dem Ausdruck ihres angeborenen Temperaments Platz macht. Musikalisch unterstrichen wurde die „Retrospektive“ von Jarmila Manko und ihrer künstlerischen wie persönlichen Entwicklung durch die ganz besondere Präsentation des innovativen Cellisten Manuel Manko (Musikpädagoge aus Berlin) und visuell bereichert durch den „Blue Moon Dancing“ mit der Internationalen Folklore Tanzgruppe Buchen unter Leitung von Ingeborg Fronc, die Jarmila Manko als ihre 2. Familie bezeichnet. Von der ungewöhnlichen Vernissage zeigte sich nicht nur Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger begeistert, der die Gäste aus nah und fern ebenso willkommen hieß wie die Kunst im ländlichen Raum. Vor allem so qualitativ hochwertige Kunst wie die von Jarmila Manko. „Wir sind stolz und dankbar, dass sie Mudau als Sitz ihres Ateliers gewählt haben“, meinte er bei der Überreichung des Glaswappens der Gemeinde Mudau. Die Ausstellung wird bis 24. September in der Mudauer Industriestrasse geöffnet sein und mit einer Finissage enden, zu der die Bevölkerung ebenfalls eingeladen ist. (L.M.)