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Musikverein Mudau und Euphoria bereiteten viel Freude

Mudau. Bis auf den letzten Platz besetzt war die Mudauer Pankratiuskirche schon eine ganze Weile vor Beginn des Konzerts der „Original Odenwälder Trachtenkapelle“ unter Leitung von Ralph Müller.

Das deutete schon auf eine große Erwartungshaltung hin. Dass die Erwartungen zur Zufriedenheit aller erfüllt wurden, dokumentierten stehende Ovationen, die nach dem kurzweiligen Zwei-Stunden-Programm kaum ein Ende nehmen wollten. Zu den Agierenden des Abends zählten neben den Musikerinnen und Musikern des Musikverein „Harmonie 1872“ Mudau mit den Dirigenten Ralph Müller und Mario Zettl auch der Gemischte Chor „Euphoria“ unter Stabführung von Ralf Breunig sowie die Solisten Siegfried Müller, Iris Farrenkopf, Silvia Eck, Nicole Galm, Ralf Breunig, Mario Zettl und Ralph Müller. Und als Moderator agierte Hilmar Rechner mit ebensoviel Fachwissen wie Humor. In seiner bewusst kurzen, verbalen Einleitung richtete 1. Vorsitzenden Norbert Banschbach besondere Willkommensgrüße an Pfarrer Werner Bier als Hausherrn, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Klaus-Erich Schork, Ehrenmitglied Reinhard Münch sowie Gerd Münch als Präsidenten des Blasmusikverbands Odenwald-Bauland mit seinem Stellvertreter Helmut Milly. Und dann überließ er das „Willkommen“ den hervorragenden Musikerinnen und Musikern, bei deren „Glory of Love (Gerd Köthe/Roland Heck, arr. Johan de Meij) die Pracht der Liebe unüberhörbar herausgearbeitet war. Nicht weniger beeindruckend präsentierten sie „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorak; der sich durch die Spirituals in Amerika hatte inspirieren lassen, den 2. Satz aus der Sinfonie in e-moll nach einem Arrangement von Norbert Studnitzky. Wer dabei noch nicht ins Träumen geraten war, wurde spätestens beim den „Pacific Dreams“ von Jacob de Haan ins Zauberland entführt und schießlich bei der Präsentation von „Nessun Dorma“ mit dem Tenor Siegfried Müller bezüglich der Stimmqualität deutlich an den ersten Auftritt von Paul Pott erinnert. Der Gemischte Chor „Eupohria“ hat sich unter Leitung von Ralf Breunig aus der ehemaligen Schola entwickelt, und zwar in Qualität und Quantität. Bei „Wir sind hier“ von Georg Linßen erklärte die klare, helle Stimme von Iris Farrenkopf, dass die Menschen voll Erwartung und Dankbarkeit sind, bevor der Chor mit Gospel ähnlichen „Father“ von Tore W. Aas Gänsehaut verursachte und die interessante „Jazz-Stimme“ von Silvia Eck das „Glory to God“ (Calvin Bridges) zum Strahlen brachte. Sehr lebhaft brachte Nicole Galm mit ihrer Darbietung von „Gabriellas Song“ eine Filmszene aus „Wie im Himmel“ von Stefan Nilsson in Erinnerung, bevor Ralf Breunig an der Orgel und Mario Zettl an der Trompete mit der Choralkantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach verzauberten und Ralph Müller am Saxophon sein Können bewies mit dem Stück „I dremed a Dream“ aus Claude-Michel Schönbergs „Les Miserables“ nach einem Arrangement von Michael Brown. „Candle in the Wind“ von Elton John bedurfte keiner großen Erklärung, doch die Mudauer Trachtenkapelle bewies mit diesem Stück ihre sanfte Seite, bevor sie mit „Euphoria“ zum wirklich grandiosen Finale ansetzte. Hatten die beiden Klangkörper sich mit „Joy to the World“, arr. Von Hrady Schneiders, und „A Clare Benediction“ von John Rutter, für diesen Abend arrangiert von Ralf Breunig, schon ihre harmonische Kooperation bewiesen, so setzten sie mit dem Siegeschor „Tochter Zion freue dich“ in einer Paraphrase über Händels „Judas Maccabeus (Félix-Alexandre Guilmant, arr. Albert Loritz) einen stimm- und klanggewaltigen Schlusspunkt unter ihr Kirchenkonzert, der stehende Ovationen nach sich rief. Mit einem Dank an alle, die sich für das Gelingen dieses Abends eingebracht hatten und einer besonderen Würdigung für Ralph Müller mit Urkunde und Präsent für seine bereits 15jährige verantwortungsbewusste Tätigkeit als musikalischer Leiter der Mudauer Trachtenkapelle, lud Norbert Banschbach das wirklich ergriffene Publikum zum traditionellen Schlußlied „Macht hoch die Tür“ ein. (L.M.)