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Landespolizeiorchester präsentierte sich in Höchstform

Mudau/Waldleiningen. Ein zauberhafter „Wasserfall“ in Regenbogenfarben erhellte die Schloßkulisse in Waldleiningen als prägnanter Abschluß eines musikalischen Genußabends in zauberhafter Kulisse samt kulinarischer Feinheiten aus der Schlossküche.

Unter dem Motto „Melodienzauber im Odenwald“ hatte das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz“ aus Mainz unter Stabführung des 1. Polizeihauptkommissars Hans-Georg Konrad sein Publikum in die Welt der Opern, Operetten, Musicals und des modernen Big-Band-Sounds entführt. Und die Klänge waren überwiegend alles andere als sanft, sondern eher schmissig, peppig, poppig und die meisten konnten ihre Beine auch im Sitzen nicht still halten. Überall im Schlosshof waren „wippende“ Fußspitzen und andere rhythmische Bewegungen zu sehen. Die „Grünen“ aus Mainz faszinierten ihre Zuhörer von der ersten Minute an mit dem „Eurovisionslied“, nachdem Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger die Gäste im Namen der Gemeinde und Seine Durchlaucht, Fürst Andreas zu Leiningen sowie Ihre königliche Hoheit, Fürstin Alexandra zu Leiningen als Gastgeber begrüßt hatten, darunter zahlreiche Bürgermeister aus dem Neckar-Odenwald- und den angrenzenden Landkreisen. Stehende Ovationen und der Ruf nach mindesten zwei Zugaben waren der verdiente Lohn für die Profi-Musiker mit ihrer enormen Bandbreite an Melodien. Bekannte Märsche wie „auf rauhen Pfaden zu den Sternen“, „Marsch von der Tann“ oder der Radezky-Marsch oder die Zugaben „Alte Kameraden“ und „Sternenbanner-Marsch“ waren dabei ebenso vertreten wie die schnelle Polka „Loslassen“ oder ein Medley der schönsten Gershwin-Melodien. Aufgelockert wurde der musikalische Genuss durch die pfiffige Eigenmoderation mit gereimten und lustigen Anekdötchen. So z. B. über die „Probenschlacht des Polizeiorchesters“ oder mit „siehste, siehste“ unter der Überschrift „zurück zur Natur“. Um bei George Gershwin zu bleiben, brachte das Orchester mit dem Saxophon-Solisten Peter Stockmann „Summertime“ aus „Porgy and Bess“ zu Gehör, nachdem es mit der Filmmusik von Klaus Doldinger für „Das Boot“ musikalisch die Sinnlosigkeit dieses Krieges beschrieben hatte, bei dem von 40.000 U-Boot-Matrosen 30.000 nicht zurück kamen. Die hervorragende Interpretation der Musik – düster, spannungsgeladen, tragisch und mit einem Hauch von Romantik - spiegelte wider, was die jungen Männer damals ertragen mußten in der gespenstigen Enge unter Wasser. Mit Edvard Griegs Stück „Anitras Tanz“ konnten die Musiker und Musikerinnen aus Rheinland-Pfalz ihre ganze Vielseitigkeit demonstrieren, denn hier waren klassische und Big-Band-Elemente harmonisch vereint. Solotrompeter Markus Privert und Martin Zörb als Solist am Saxophon waren mit einer James-Last-Intonation ein weiterer Beweis für die excellente Qualifikation jedes einzelnen Orchestermitglieds. Und mit einem Medley der schönsten Stücke von „King“ Elvis, der es bis heute auf 1,6 Milliarden verkaufte Tonträger gebracht hat, wurde der schwungvolle Abend harmonisch abgerundet. Selbstverständlich waren dabei Hits wie „Only you“ und „Love me tender“ das absolute MUSS. (L.M.)