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Erste Hilfe-Übungen können nicht früh genug beginnen

Mudau. (lm) Gleich zwei Ferienprogrammpunkte an einem Tage bot die Mudauer Bärenapotheke mit Chefin Susanne Vogel in Kooperation mit Fachkrankenpfleger Norbert Ziegeler, Krankenschwester Haas sowie Elena Spies und Cornelius Hamfler als Betreuer und hatten vormittags Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren und nachmittags Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren jede Menge Spaß bei einem lehrreichen XXL-Crashkurs in Erster Hilfe, Corona-konform in Gruppen und im Freien. Altersunabhängig waren dabei das Gipsen und der Malteser Großraum-Rettungswagen die Highlights! Während einige mit Norbert Ziegeler diesen Rettungswagen inspizierten, übten sich die anderen mit Verbänden an Hand, Kopf und Arm oder mit Kompressen, Binden und Dreieckstüchern, stellten jede Menge Fragen und hatten Spaß beim Blutdruckmessen mit automatischen und manuellen Geräten. Interessant war auch das Verbrennungen und die Erste Hilfe hierbei wobei nach der Kühlung mit Wasser auch ganz spezielle Verbandstoffe mit Aluminiumauflage zum Einsatz kamen, und hier konnten sich die Kinder wirklich als Ersthelfer hervortun. Als Energieschub diente zwischendurch das Abwiegen von Traubenzucker zum Selbstverzehr auf der antiken Apotheken-Balkenwaage. Aber den größten Spaß hatten alle beim professionellen Gipsen, wobei die Kleineren sehr fachgerecht einen Handgelenksbruch behandelten und die Älteren sich außerordentlich kreativ bei Armschienen austobten. Alle durften ihre Gipskreationen nach dem Aushärten sowie eine Urkunde als Lernnachweis mit nach Hause nehmen. Doch bei den Älteren waren die Anforderungen von Norbert Ziegeler etwas anspruchsvoller. Atemkontrolle und stabile Seitenlage nach einem Fahrradunfall mit Bewußtlosigkeit der Schulungspuppe Junior, genannt Günther, zeigten dem Ausbilder aber auch, dass die Kids schon einiges von Erster Hilfe bei Kreislaufversagen und in Sachen Herzmassage wussten. Und von Susanne Vogel und ihrem Torso mit herausnehmbaren Organen, erfuhr die wissensdurstige Gruppe, wo welches Organ im Körper liegt und welche Funktion es hat. Und dann sahen die Kids den Notfallrucksack im Rettungswagen gleich in einem anderen Licht. Denn nun war besonders interessant, für was welche Infusionen sind, wie man einen Infusionsbeutel mit einem Infusionsschlauch versieht und zum Infundieren anreicht. Und das alles in dem Großraum-Rettungswagen der Malteser aus Heidelberg, der 4 liegend Patienten aufnehmen kann und auch entsprechend ausgerüstet ist. Realistischer konnte das Ausbildungs-Ambiente für die individuelle Hilfeleistungen durch die Kinder nicht sein.