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Spontane Finanzhilfe für Hochwassergeschädigte

Mudau. (lm) Die Flut- und Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat eine unglaubliche Hilfsbereitschaft auch im Neckar-Odenwald-Kreis ins Rollen gebracht, die zeigt, wie betroffen die Menschen von dem Unglück der Menschen sind. Es erinnert viele an ähnliche Szenen bei uns vor einigen Jahren, als Wasser- und Schlammmassen in einigen Orten hier gewütet haben. Auch das war schlimm, aber in den jetzt betroffenen Orten haben „viele Menschen und Familien über Nacht Haus, Hab und Gut verloren, wurden verletzt oder ließen gar ihr Leben.“ In ein paar Stunden wurde dort der Alltag vollkommen umgekrempelt. Beruflich, privat, kulturell und sportlich. Auch Sportvereine wie der SV Schwarz-Weiß Nierfeld 1929 müssen ums Überleben kämpfen, weil die bis zu 2,50 Meter hohen Wellen aus Schlamm-, Unrat und Wassermassen über ihre beiden Sportplätze sowie durch das benachbarte Sportheim des Vereins geströmt waren und ein Bild der Zerstörung und Verwüstung hinterlassen haben. Der entstandene Schaden für den Verein wird auf bis zu 500.000 Euro geschätzt. Ralf Hauk als Vorsitzender und Reiner Kistner als Schatzmeister vom TSV Mudau sowie Frank Brenneis als Vorsitzender des VfR Scheidental hatten keine Mühe, ihre Vorstandskollegen und Mitglieder zur Hilfe zu überreden. Der TSV Mudau und der VfR Scheidental/SV Wagenschwend fackelten nicht lange und überlegten, wie man am schnellsten helfen könnte. Man besprach, die Eintrittsgelder aus dem Erstrundenspiel des Badischen Pokals zur Verfügung zu stellen und eine Spendenbox samt Infotafel aufzustellen. Inzwischen haben viele Zuschauer und Vereinsmitglieder ebenso wie die Seniorenmannschaften und die AH-Mannschaft auch noch beim Sportfest des TSV Mudau die Spendenbox frequentiert und so waren noch vor Ende des Sonntags über 2.300 Euro zusammengekommen, die man dem SV Schwarz-Weiß Nierfeld 1929 zukommen lassen wird.