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Kinderabenteuerland Scheidental ein voller Erfolg

Scheidental. Mit allerlei Höhepunkten, Kurzweil und Attraktionen wartete das Mudauer Sommerprogramm im Ortsteil Scheidental auf. Unterstützt durch ein attraktives Rahmenprogramm fand das Sommerfest unter dem Motto ,,Aktionstag für Kinder in Scheidental“ im Bereich der Kirche, der Sportanlage, des Kinderspielplatzes und im angrenzenden Wald statt.

Begonnen wurde mit einem Kindergottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, umrahmt durch den Kinderchor ,,Sing-Teenies“ mit Chorleiter Werner Scheuermann am Dirigentenstab. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Festzelt an der VfR-Sportanlage und der Begrüßung durch Ortsvorsteher Klaus Schork, präsentierten Elternbeiratsvorsitzende Petra Schwab und die Kindergartenleiterin Martina Meidlinger einen interessanten Rückblick auf den Kindergarten in Scheidental, der in einigen Tagen auf Beschluss des Mudauer Gemeinderates geschlossen und dem Kindergarten Schloßau zugeordnet werden soll. Der Kinderchor sorgte für eine gekonnte gesangliche Umrahmung des offiziellen Festaktes mit Liedbeiträgen und die Kinderturngruppe sowie die Kindergartenkinder/Kinderspielgruppe des VfR unterhielten mit kurzweiligen Einlagen. In einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Kinderschminken am Grillplatz, Abenteuerspiele im Wald, Kinderturn-Test am Sportplatz, Kinder-Quad am Schotterparkplatz, 4er-Kinderbungee-Trampolin auf dem Sportplatz, Familienfußballspiele mit Eltern und Kindern auf dem Trainingsplatz (Torwandschießen, Baskettballkorb-Köpfen, Fußball auf Kleintor, Fußball in Weidekörbe und Ball auf punkte unterteiltes Tor), Bogenschießen für Kinder im Wald, Wahrnehmungs-Parcour im Wald, Heustadl-Springen, Kontinental-Puzzle und Filzen, Mini-Marathon Lauf und Fotoausstellung ,,Kindergarten“ wurde nicht nur für die Kinder einiges geboten. Nach 55jährigem Bestehen des Scheidentaler Kindergartens ging Elternbeiratsvorsitzende Petra Schwab mit wehmütigen Worten auf die Chronik des Kindergartens ein, der mit der Zuteilung von Ordensschwestern und dem Baubeginn im Jahre 1951 seinen Anfang hatte. Nachdem die ersten Arbeiten von Scheidentalern Bürgern ausgeführt wurden und danach Firmen Hand anlegten, konnte im Herbst 1952 das Schwesternhaus im Obergeschoss und der Kindergarten im Untergeschoss eingerichtet werden und bereits im ersten Jahr besuchten 40 Kinder aus Ober- und Unterscheidental diese Einrichtung, die unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde stand. Ab 1971 kamen auch die Kinder aus Reisenbach dazu und nachdem zum 1. Mai 1974 die Schwestern- und Krankenstation aufgelöst wurde, fand eine wechselnde Besetzung in der Kinderbetreuung- und Leitung statt. Ein von den Eltern gebautes Kinderspielhaus im Außenbereich wurde 1983 eingeweiht, 1988 wurde eine neue Heizung und eine Kinderküche eingebaut und 1991 konnte der Außenbereich des Kindergartens grundlegend erneuert werden, betonte Petra Schwab. Weitere Umbaumaßnahmen folgten und ab März 2005 wurde das Betreuungsangebot erweitert um flexiblere Öffnungszeiten zu ermöglichen. ,,In all den zurückliegenden Jahren bestimmte das ehrenamtliche Engagement von Eltern und Bürgern das innere und äußere Ambiente des Kindergartens St. Peter und Paul“. Wenn die Türen des Kindergartens ab Anfang August diesen Jahres für immer geschlossen bleiben, wird der Ort um eine Einrichtung ärmer“, sagte die Elternbeiratsvorsitzende. Ortsvorsteher Klaus Schork galt Dank für seinen unermüdlichen Einsatz zum Erhalt der Einrichtung und den Erzieherinnen Martina Meidlinger, Silke Jaufmann-Dörsam und Franziska Scheibein für ihr pädagogisches Engagement. Persönliche Rückblicke und Grußworte von Kindergartenleiterin Martina Meidlinger, der Leiterin der VfR-Turn- und Spielgruppe Regina Kaysan, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Trudpert Scheuermann und Pfarrer Stanislaus Zylinski dokumentierten den hohen Stellenwert des Kindergartens für den Ort und die nähere Umgebung. Nach einer Vorführung der Kinderturngruppe des VfR unter der Leitung von Tatjana Schork, ging Bürgermeister Dr. Rippberger auf die Gründe der Schließung ein, die sich in der allgemeinen demographischen Entwicklung und den gestiegenen Anforderungen zu finden seien. Die Gemeinde Mudau reduziere wohl die Zahl der Kindergärten, rüste dafür aber im Bereich der Betreuungsangebote auf. In Zukunft werde Regelgruppen, Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten und auch eine Ganztagesbetreuung nach Bedarf geben. Da in Schloßau und Mudau auch Schulen ansässig seien, werde es künftig eine engere Zusammenarbeit auch mit den Kindergärten geben. Er sehe mit der Verlagerung des Scheidentaler Kindergartens nach Schloßau keine finanziellen Einsparungen sondern eine Erweiterung des Angebotes und bat alle Betroffene, mit Optimismus in die Zukunft zu blicken. (L.M.)