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Verein örtliche Geschichte Schloßau präsentiert "Römerspuren"

Mudau. Es war ein besonderer Moment für Schloßau, den Verein örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach und natürlich für Bruno Trunk selbst, als am vergangenen Sonntag das erste Expemplar seines Buches „Römerspuren in Schloßau und Umgebung“ offiziell beim Streifenhaus vor der Grundschule durch Edwin Henn an den Autor übergeben wurde.

Dies wurde deutlich in der Begrüßung durch Dr. Edmund Link in seiner Funktion als stv. Vorsitzender des Vereins örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach. Er erläuterte, dass Bruno Trunk - Gründungsvorsitzender des Vereins – mit diesem Werk ganz klar die Satzungsziele „Erstellung heimatkundlicher Schriften“ erfüllt habe. Das Buch sei ausgesprochen schlüssig und sehr ausgewogen. Es ziele auf den Odenwaldlimes hin, der ja bedauerlicherweise nicht ins Weltkulturerbe aufgenommen worden sei. Der Autor selbst erläuterte, dass er auf das Thema bereits vor über 40 Jahren bei seiner Examensarbeit gestoßen sei, doch vorher leider nicht die Zeit hatte, sich so detailliert damit zu beschäftigen. Dabei beherberge gerade Gemarkung Mudau, Schloßau, Scheidental die meisten Funde römischer Besiedlung. Allein Schloßau könne auf acht Wachttürme, ein Kastell, ein Kleinkastell, Teile des Steinlimes, ein Bad und ein Industriegebiet stolz sein. Auf jeden Fall lohne es sich, diese Punkte zu erwandern und zu erfahren. Das Römerjahr 2005 habe dann schließlich den letzten Anstoß gegeben, sich hinzusetzen, um die Dinge wider zu geben, die ihn schon so lange beschäftigen. In diesem Zusammenhang dankte Bruno Trunk dem Verein örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach mit seinem Vorsitzenden Thomas Müller für die Bereitschaft, als Herausgeber des Buches zu fungieren, Ortsvorsteher Herbert Münkel für die mentale Unterstützung, wenn er mal alles hinschmeißen wollte und der Druckerei Odenwälder, insbesondere Edwin Henn für die fachkompetente Hilfe. „Wir haben uns nicht oft getroffen vor dem Druck, denn wir wussten, was wir wollten“, so Edwin Henn, der dem Autor sein ganz persönliches Lob aussprach. Zum einen, weil dieser die nachweislich unzähligen Spuren der Römer mit diesem Werk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Zum zweiten, weil ihm ein sehr lebendig geschriebenes Buch gelungen sei. „Ich habe es schon gelesen, und ich muss sagen, so kurz nach Christi Geburt war hier in Schloßau ganz schön was los“. Dann sei da auch was von den ersten Gastarbeitern aus England zu finden und insgesamt sei es ebenso kurzweilig wie interessant. Als neue Attraktion für Mudau bezeichnete Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger die „Römerspuren in Schloßau und Umgebung“, weil diese nun auch schriftlich präsentiert werden könnten. Gerade weil der größte Teil der römischen Hinterlassenschaften über Gemarkung Mudau laufen, habe es sich die Gemeinde zum Ziel gemacht, diese Funde zu konservieren und die Infrastruktur entlang des Odenwaldlimes bezüglich Parkplätze und Wege zu verbessern. Dr. Rippberger meinte, dass es über das Thema schon sehr viele wissenschaftlichen Werke gebe, die aber eben nur von Wissenschaftlern gelesen werden. Er lobte das Buch als erstes populäres Werk in diese Richtung, das für den Rucksack und als Begleiter auf der Limestour ideal sei. Das würde sich schon auf der anschließenden Route über „Schneiders Hecke“, Jägerwiese bis Würzberg Kastell unter Führung von Limes-Cicerones Bruno Trunk zeigen. Abschließend gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Geschichte und der Odenwaldlimes weiter hoch gehalten werden. Das bereitete Ortsvorsteher Herbert Münkel keinerlei Bedenken, solange der Verein örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach weiter so aktiv bleibe. „Nicht ohne Stolz können wir heute ein weiteres Wegstück auf dem Ziel Schloßaus vorstellen, nämlich Geschichte erlebbar machen“. Gleichzeitig habe man nun die fundierte Unterlage, dass in Schloßau schon immer was los war. Nach dem Streifenhaus und dem Brennofen bei der Schule, habe man nun Dank Bruno Trunk und dem Verein örtliche Geschichte eine lebendige Anleitung zur Tour am Odenwaldlimes. Wie lebendig erfuhren rund 50 kulturhistorisch interessierte Wanderer im Anschluß an die Buchpräsentation. (L.M.)