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"Steinbacher Kreuz" wurde rundum erneuert

Mudau. (lm) Das sogenannte Steinbacher Kreuz am Ortsausgang von Mudau hatte in der Historie gesegnete Bedeutung an der damaligen Hauptverkehrsstrecke Mosbach-Amorbach-Mudau. Es ist zwar nicht mehr bekannt, warum es aufgestellt wurde, aber es ranken um dieses Flurdenkmal drei Sagen, von der sich jeder Leser das für ihn schönste als Motiv aussuchen kann. Der Heimat- und Verkehrsverein Mudau mit Hans Slama an der Spitze hat diese vorletzte Aktion von 25 zu renovierenden Bildstöcken der Gesamtgemeinde für Gesamtkosten in Höhe von 25.000 Euro dieser Tage im Rahmen einer Segnung abgeschlossen. Erfreut konnte Slama zu dieser kleinen Feierstunde mit Gemeindereferent Michael Käfer neben der kompletten Vorstandschaft auch die Grundstücksbesitzer Susanne und Jürgen Grimm willkommen heißen. Sein besonderer Dank galt Alois Friedel und Kurt Habedank, die mit großem handwerklichem Geschick das neue Holzkreuz und die rostresistente Verankerung nach altem Vorbild nachgebaut hatten, bevor er die drei Geschichten – ausführlich im Heimatbuch Mudau nachzulesen – in Kurzform erzählte. Nach der ersten Überlieferung sei hier spätnachts ein Fuhrmann mit voller Holzladung vorbeigekommen als er einen Radbruch hatte. Damals ein schwieriges Unterfangen, das er alleine im Dunkeln nicht hätte beheben können. Aus dem Nichts sei ein Männchen gekommen, habe den Wagen im Handumdrehen repariert und sei noch vor seinem Dank wieder verschwunden. Darum habe er das Kreuz aufgestellt. In der zweiten Geschichte habe ein müder Wanderer im Dunkeln und Nebel hier erschöpft pausiert, als das Mudauer Lumpenglöckle erklang und ihm den Weg in den Ort gewiesen habe. Und schließlich hätte es auch noch einen Holzdieb gegeben, der nicht nur das wertvolle Holz des Waldes klauen, sondern auch noch das Holzkreuz mitnehmen wollte. Doch beim dritten Schlag mit dem Beil auf das Kreuz habe eine unsichtbare Hand ihn dermaßen hart zu Fall gebracht, dass er entsetzt das Weite suchte. In der Segnung des restaurierten Wegkreuzes ging Michael Käfer ein auf das Lukas-Evangelium und das Kreuz des Lebens und wie man als Christ damit umgeht. Fürbitten und das „Großer Gott wir loben Dich“ bereicherten die kleine Feierstunde zusätzlich.