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Badischer Abend mit "Hämme-Fanfaren"

Mudau. (lm) Eine Odenwaldhalle, die im einhundertprozentigen badischen Outfit strahlte, ein perfekt kreiertes Badisches Menü, das locker fünf Sterne verdient hätte und ein badischer Mundartkünstler, der nicht nur mit seinem „Symbadischen“ Mundwerk glänzte, sondern darüber hinaus als begnadeter Trompeter brillierte. Das hätte ganz sicher eine ausverkaufte Veranstaltung verdient gehabt. Doch das Elitepublikum, das in den Genuss dieses von der Kolpingfamilie Mudau organisierten Badischen Abends gekommen war, belohnte „De Hämme“ Helmut Dold mit Unterstützung seiner Frau Diana ebenso wie die Organisatoren um das Kolping Vorstandsteam mit Heidi Trunk, Karlfred Linz und Manfred Dambach mit frenetischem Beifall. Verantwortlich für die kulinarischen Genüsse war ein gut funktionierendes Küchenteam um Hildegard Plattek zwischen dem Eröffnungs-Trompetensolo „Badnerlied“ und der abschließend von allen gesungenen Hymne. Und keiner hatte Probleme mit dem Text, der auf die badischen Bierdeckel gedruckt war. Baguette mit Kräuterquark und Griebenschmalz, Badische Festtagssuppe mit Grünkern, Markklößchen und Eiersticheinlage, Badisches Schäufele im dunklen Bratenjus mit Kartoffelknödeln und Apfelblaukraut und als Dessert Apfeltiramisu bildeten das Sternemenü und zwischen diesen geschmacklichen Highlights bescherte „De Hämme aus Kuhbach“ seinem Publikum heftige Zwerchfellattacken mit Gedichten bekannter badischer Mundartdichter über den Badner als solchen, über „reechde Litt“ (rechte Leute) oder mit seinen Traumworten „Babbedeckel“, der leichter abzugeben ist als der Führerschein, oder „Muggeseggele“, das er als kleinstes Teil – egal von was – in einem Blues verewigt hatte. Aus seinen bisher drei erschienenen badischen Witzbüchern hatte er die prämierten besten Witze vom Schwarzwald im Gepäck und mit Stefan Braun und einem superschnellen Wortspiel schaute er dem Badner aufs Maul. Zusammen mit Ehefrau Diana – seit 10 Jahren, 10 Monaten, 4 Wochen und 8 Stunden verheiratet - zeigte er, was den „Detsch mer mol“-Club ausmacht, in dem auch seine Freunde seit der Heirat Mitglieder sind. Er schenkte ihr den „Total verknallt-Song“ und er schwelgte genussreich im „Wurschdsalat-Lied“. Und er machte seinem Publikum – den Fegern und den Wäschern - deutlich, dass die Probleme der Männer mehr sind als die Frauen denken. Und zwar mit dem Fazit: „Bisch jung, schau’sch de Mädle noch, bisch alt – au“. Mit dem Trompetensolo „Il Silencio“ begeisterte er ebenso wie mit seinen „Hämme“-Fanfaren, die er als Dankeschön für das rührige Kolpingteam mehrmals schmetterte.