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Bunter Strauß von Melodien

Mudau. (lm) „Ihr alle hättet mit diesem tollen Konzert eine bis auf den letzten Platz besetzte Halle verdient gehabt“, brachten Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Michael Wüst als Kreischorleiter auf den Punkt, was im leider sehr übersichtlichen Publikum wohl jeder gedacht hatte. Der Gesangverein „Frohsinn 1842“ hatte zum „bunten Herbst“ in die örtliche Odenwaldhalle eingeladen und in Kooperation mit dem Männergesangverein 1881 Hainstadt und dem Chor Euphoria einen ebenso kurzweiligen wie anspruchsvollen Konzertabend durch alle gesanglichen Stilrichtungen kredenzt, der keine Wünsche offen ließ und von viel Beifall und Zugabe-Rufen begleitet war. Schon Wolfgang Radauscher hatte als 1. Vorsitzender des Gastgeberchores im Rahmen seiner Begrüßung einen Strauß Melodien versprochen – „so bunt wie der Herbst“. Und die Agierenden hielten dieses Versprechen unter der humorvollen Moderation von Uwe Lenz, der seine Ansagen mit einem selbstkreierten „Herbst-Kalauer-Zyklus“ bereicherte. So glänzte der Gesangverein „Frohsinn 1842“ Mudau unter musikalischer Leitung von Wolfgang Bönig mit den Stücken „Courage“, „I manans skimmer“, „Ich weiß ein Faß“, „Nachbar, Bruder“ ebenso wie mit „La Morettina“, dem humorvollen „Rossiniana“, „Funiculi, Funicula“ und dem Jürgens-Hit „Griechischer Wein“. Mit dem Männergesangverein 1881 Hainstadt und seinem sehr jungen Dirigenten Sebastian Scheuermann war ein ausgesprochen innovativer Chor – sowohl bezüglich seines Liedguts als auch seiner Konzertorte - angekündigt worden, was der Klangkörper auch unter Beweis stellte mit seinem bunten Repertoire, das sowohl alte Volkslieder wie „Am Brunnen vor dem Tore“, „Im schönsten Wiesengrunde“ oder „Es löscht das Meer die Sonne aus“ beinhaltete als auch so bekannte moderne Stücke wie der Schürzenjäger-Hit „Träume sind stärker“ oder Comedian Harmonist’s „Mein kleiner grüner Kaktus“ und sogar „Rock my soul“ nach den Les Humphries Singers. Und dann präsentierte der temperamentvolle Chor „Euphoria“ mit seinem Chorleiter Ralf Breunig in herbstlich buntem Outfit und mit den Gesangssolisten Nicole Galm, Katrin Fleischmann, Sabine Kieser und Jürgen Friedel sowie der Violinistin Hannah Fleischmann unglaublich internationales Liedgut. Von Deutschland ging es mit „Musik, die uns berührt“ über Amerika „For the longest time“ und Südafrika mit „Shosholoza“ wieder südamerikanisch „“Samba ya“ mit dem Filmflair-Hymne aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ und dem Klassiker „The Rose“ schließlich in nordische Gefilde und zu „Gabriella sang“. Die Klangkörper brachten zusammen 323 Jahre Chorerfahrung auf die Bühne, und das war in den zweieinhalb Stunden unüberhörbar. Mit einem Dank an alle Aktiven, alle Helfer vor und hinter der Bühne sowie das begeisterungsfähige Publikum leitete Wolfgang Radauscher zum gemütlichen Beisammensein über.