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"Prunksitzung" in Mudau führte zu allerhand Verwechslungen

Die diesjährige traditionelle Theateraufführung der Kolpingsfamilie Mudau hatte es in sich. Prunksitzung am Dreikönigstag, das war doch ein Witz?
Schon die Begrüßung durch den Präsidenten der „Mudemer Wassersucher“ Angelo Walter war der erste große Lacher.
Erst als Manfred Dambach, der Leiter und Organisator des Kolping Laientheaters die Zügel in die Hand nahm, merkte der, dass er auf der falschen Veranstaltung gelandet war.

Klaus Erich Schork wollte in seiner ersten Regie-Arbeit mit dem Lustspiel „Die Prunksitzung“ die Stärken seines tollen Ensembles zeigen. Für die Theatergruppe der „Kolpingsfamilie Mudau“ war das Stück die perfekte Vorlage und ein Karussell darstellerischer Möglichkeiten.

In diesem Jahr hatten die Elferräte der „Mudemer Halbherrn“ ihren Vereinsausflug ins benachbarte Donebach geplant, um dort die große Trockensitzung der „Turmspatzen“ zu besuchen! Gut versorgt mit jeder Menge Alkohol machten sich die Herren auf die kurze Reise, die am Ende im Chaos endete. Völlig alkoholisiert kehrten die Narren nicht auf der Sitzung ein, sondern landeten in der berüchtigten Bar „Oh Donna Klara"! In diesem zwielichtigen Etablissement stellten die Herren des Elferrats die komplette Vereinskasse auf den Kopf.
Nach dieser feuchtfröhlichen Nacht kam jedoch das große Erwachen! Wo nimmt man so schnell die Kohle her, um die eigene Prunksitzung zu starten, denn die Hallenmiete war im Voraus zu bezahlen. Und welche zwielichtigen Gestalten aus dem Separee hatte man als Hauptattraktion eingeladen? Wo hat der Karnevalspräsident Walter Schultes seine Narrenkappe und Erich Hemd und Hose? Das Erinnerungsvermögen der Herren war mehr schlecht als recht und auch die Ausreden gegenüber den geliebten Ehefrauen waren schon mächtig an den Haaren herbei gezogen!

Zu allem Überfluss wollten die geliebten Ehefrauen, die ihre Weiberfaschenacht schon seit Jahren im kleinen Pfarrsaal abhalten mussten, für einen Abend in die große Odenwaldhalle ausweichen, da auch sie Großes vorhatten. Leider stießen sie mit ihrer Bitte auf taube Ohren. Die Herren lehnten den Antrag der Damen kategorisch ab, bis sie erfuhren, dass sich auf deren Konto ein hübsches Sümmchen befand, das „Mann" so gut gebrauchen konnte! Es ging drunter und drüber und am Ende siegte das alte Sprichwort „Hochmut kommt vor dem Fall!“

Den meisten Theatergängern trieb es vor Lachen die Tränen in die Augen und immer wieder wurden durch spontanen Beifall die Akteure zu Höchstleistungen getrieben.

Sieben Schauspielerinnen und fünf Schauspieler teilten sich die Rollen im fliegenden Wechsel. Es wäre ungerecht, eine oder einen hervorzuheben, denn alle waren auf ihre Weise großartig.
Daher seien hier ihre Namen genannt: Stefan Galm, als Präsident der Halbherrn Walter Schultes, Andrea Thier, als seine Frau Lotte, Michaela Kistner als Walters Mutter Röschen, Timo Huberty als Kassierer Karlo Wack, Mario Gaibler als Erich, Corinna Schwing als Erichs Frau Wilma, Ursula Link als Hermine, Gerald Hemberger als Alterspräsident Hugo Biss, Martina Drabinski als Kathrinchen, Anette von Wedel als Eusebia Pliesemann, Daniel Herkert als Transvestitenkünstler Donald Klar und Gudrun Westenhöfer als Tänzerin Mattelene.
Für den richtigen Text sorgte Souffleuse Alexandra Meixner, für die aufwendige Maske Beate Volk und für den guten Ton Gerhard Bönig.

In der ausverkauften Odenwaldhalle feierte das Publikum mit stehenden Ovationen das Stück, Inszenierung und Regie, das Bühnenbild sowie die tolle schauspielerische Leistung der Darstellerinnen und Darsteller.